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Obwohl sie weniger kompliziert und
empfindlich sind als die jüdischen Kaschrut oder jüdischen Speisegesetze,
stellt der Islam gewisse Regeln und Gesetze für Speisen auf. Alle Regelungen,
die sich mit diesem weltlichen Leben im Islam befassen, basieren auf Anordnungen,
die den Nutzen maximieren und Schaden reduzieren, und wenn der Schaden von einer
Sache den Nutzen, der daraus gezogen werden könnte, überwiegt, ist sie im Islam
allgemein verboten. Gott sagt:
“Sie
befragen dich über Berauschendes und Glücksspiel. Sprich: "In beiden liegt
großes Übel und Nutzen für die Menschen. Doch ihr Übel ist größer als ihr Nutzen...”
(Quran 2:219)
Aus diesem Grund hat der Islam bestimmte
Riten für das Schlachten von Tieren vorgeschrieben, um an ihrem Fleisch Nutzen
zu haben, und diese Vorschriften wurden erlassen, um den Schaden, den sie
verursachen können, wenn man sich nicht daran hält, zu vermeiden; bei den
meisten geht es um Gesundheit, ebenso wie darum, den Schmerzen, die das Tier
empfindet zu erleichtern.
Die islamische Methode des Schlachtens
Eine der Hauptbestimmungen für das
Erlaubtsein des Fleisches ist, dass es nach den Vorschriften der Religion
geschlachtet sein muss. Verboten ist jedes Tier, das eines natürlichen Todes
gestorben ist, erdrosselt, durch einen brutalen Schlag, einen Sturz auf den
Kopf, von Hörnern durchbohrt und das, was teilweise von wilden Tieren angefressen
wurde. Damit es zum Verzehr erlaubt ist, muss es dagegen durch einen Schnitt
durch den Hals geschlachtet worden sein, der die Luftröhre, die Speiseröhre,
die Halsvenen und Halsschlagadern durchtrennt, ohne das Rückenmark zu treffen.
Diese Methode ist tatsächlich die
menschlichste Methode ein Tier zu töten, um von seinem Fleisch Gebrauch zu
machen. Dies ist auch eine Methode, der der Kongress der Vereinigten Staaten
von Amerika zustimmte, wie in Sektion 1901 und 1902 (b), Chapter 48, Title 7, wo
folgendes geschrieben ist:
Der Kongress findet, dass der Gebrauch humaner Methoden bei der
Schlachtung von Nutzvieh vor unnützem Leiden bewahrt; daraus resultieren
sicherere und besseres Arbeitsbedingungen für Personen, die an der Schlachtung
beteiligt sind; eine Verbesserung von Produkten und Ökonomie des Schlachtens;
und es liefert noch anderen Nutzen für die Produzenten, Verarbeiter und
Konsumenten, die daraufhinarbeiten, einen geordneten Fluß an Nutzvieh und
Nutzviehprodukten dem innerstaatlichen und Fremdhandel zu bieten. Es ist daher
das erklärte Ziel der Vereinigten Staaten, dass das Schlachten von Nutzvieh und
der Umgang mit Nutzvieh in Verbindung mit dem Schlachten nur mit humanen
Methoden geschehen sollte.
Keine Schlachtmethode oder kein Umgang mit Nutzvieh in Verbindung mit
dem Schlachten darf für das öffentliche Ziel der Vereinigten Staaten angesehen
werden, solange sie nicht human ist. Eine der beiden folgenden Methoden des
Schlachtens und des Umgangs werden hiermit als human betrachtet:
(a) im
Fall von Rindern, Kälbern, Pferden, Mulis, Schafen, Schweinen und anderem
Nutzvieh, alle Tiere sollen durch einen einzigen Schlag oder Gewehrschuss oder
ein elektrisches, chemisches oder anderes Mittel, das schnell und effektiv ist,
schmerzunempfindlich gemacht werden, bevor sie gefesselt, hochgezogen,
geworfen, ausgenommen oder zerschnitten werden, oder
(b) durch
das Schlachten entsprechend der rituellen Vorschriften des jüdischen oder jeden
anderen religiösen Glaubens, der eine Schlachtmethode vorschreibt, bei der das
Tier Bewusstlosigkeit durch Anämie des Gehirns erleidet, verursacht durch
simultanes und unverzügliches Durchtrennen der Halsschlagadern mit einem
scharfen Werkzeug und der Umgang in Verbindung mit einer derartigen
Schlachtung.
Wie oben zu sehen ist, sichert diese
Schlachtmethode, dass das Tier möglichst wenig Schmerz verspürt und macht
gleichzeitig das Fleisch sicher zum Verzehr. Das schnelle Durchtrennen der
Blutgefäße des Halses unterbricht die Verbindung des Blutflusses zu den Nerven
im Gehirn, die für die Schmerzempflindung verantwortlich sind und deshalb fühlt
das Tier keinen Schmerz. Die Bewegungen und Laute, die das Tier eventuell nach
dem Schnitt macht, erfolgen nicht aufgrund der Schmerzen, sondern durch
Anspannung und Entspannung der Muskulatur aufgrund des Blutmangels. Diese
Bewegungen sind außerdem wesentlich dafür, dass möglichst viel Blut dem Körper
entweicht, was sehr wichtig ist, um das Fleisch zu reinigen, denn verbleibendes
Blut ist ein Medium, in dem sich Mikroorganismen vermehren, außerdem bleibt
das Fleisch so länger frisch. Ebenfalls wesentlich ist, dass die Luftröhre,
Speiseröhre und die Halsvenen in Verbindung mit den Halsschlagadern durchtrennt
werden, was einen schnellen Blutfluss aus dem System gewährleistet. Eine
Durchtrennung des Rückenmarks hingegen könnte zu einem Herzstillstand führen,
der eine Stagnation des Blutes in den Blutgefäßen zur Folge hätte aufgrund des
Schadens an den Nervensträngen, die zum Herzen führen.
Spürt das Tier bei dieser Methode Schmerzen?
Eine Studie mit dem Titel Attempts to
Objectify Pain and Consciousness in Conventional (captive bolt pistol stunning)
and Ritual (halal, knife) Methods of Slaughtering Sheep and Calves’(Versuche,
Schmerz und Bewusstsein bei konventioneller (Bolzenschuss) und ritueller
(halal, Messer) Methode der Schlachtung von Schafen und Kälbern zu
objektivieren), durchgeführt von Professor Wilhelm Schulze und seinem
Kollegen Hazim der Tierärzlichen Hochschule in Hannover, Deutschland, wurden
verschiedene Elektroden an unterschiedlichen Punkten des Schädels aller Tiere
implantiert, die die Oberfläche des Gehirns berührten. Nachdem sich die Tiere
mehrere Wochen lang erholt hatten, wurden einige Tiere auf islamische Art
geschlachtet, wie zuvor erwähnt durch die Durchtrennung von Luftröhre,
Speiseröhre, Halsvenen und Halsschlagadern. Andere Tiere wurden vor der
Schlachtung betäubt. Während des Experiments berichteten ein Elektroenzephalograph
(EEG) und ein Elektrokardiogramm (ECG) über den Zustand des Gehirns und des
Herzens aller Tiere im Verlauf der Schlachtung und Betäubung. Folgende
Ergebnisse wurden berichtet:
1. Die ersten drei Sekunden bei
der Schlachtung nach islamischer Art zeigten sich keinerlei Veränderungen auf
dem EEG, dies zeigt, dass das Tier keinen Schmerz während oder unmittelbar nach
dem Schnitt spürte.
2. In den folgenden drei Sekunden
berichtete das EEG einen Zustand, der tiefem Schlaf gleicht – Bewusstlosigkeit.
Dies erfolgt wegen der großen Blutmenge, die aus dem Körper strömt.
3. Nach den oben erwähnten sechs
Sekunden, berichtete das EEG den Nullpunkt, zeigt, dass keinerlei Schmerzgefühl
vorhanden ist.
4. Als die Gehirnströmung (EEG)
auf den Nullpunkt fiel, war das Herz noch am schlagen und der Körper zuckte
kräftig (ein Reflex des Rückenmarks), wodurch eine maximale Blutmenge aus dem
Körper getrieben wudre, daraus resultiert hygienisches Fleisch für den
Konsumenten.
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