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Jesus im Islam (teil 1 von 3)

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Beschreibung: Der erste eines dreiteiligen Artikels über die Vorstellung von Jesus im Islam; Teil 1: Seine Geburt und Wunder.

  • von M. Abdulsalam (© 2008 IslamReligion.com)
  • Veröffentlicht am 31 Mar 2008
  • Zuletzt verändert am 21 Sep 2013
  • Gedruckt: 605
  • Gesehen: 22731 (Tagesmittelwerte: 7)
  • Bewertung: 3.4 von 5
  • Bewertet von: 5
  • Emailed: 3
  • Kommentiert am: 0

Die islamische Vorstellung von Jesus liegt zwischen zwei Extremen.  Die Juden, die Jesus als Propheten ver-leugneten, bezeichneten ihn als Schwindler, während ihn die Christen auf der anderen Seite als Sohn Gottes betrachteten und ihn als solchen anbete-ten.  Im Islam wird Jesus als einer der größten und am meisten vorhergesagten Propheten neben Noah, Abraham, Moses und Muhammad -möge Gott sie preisen- betrachtet.  Jesus wird ebenfalls als der Messias angesehen.  Dies steht im Einverständnis mit der islamischen Sichtweise von der Einzigkeit Gottes, der Einzigkeit der göttlichen Leitung und der ergänzenden Rolle der aufeinander folgenden Gesandten.

Die Botschaft Gottes für die Menschheit wurde zuerst Adam (Friede sei mit ihm) offenbart, der sie dann seinen Kindern weitergab; sie lautet damals wie heute: betet Gott an, und nur Gott allein, und lebt Seinen Anweisungen folgend.  Alle die aufeinander folgenden Offenbarungen für Noah, Abraham, Moses, Jesus, und schließlich Muhammad stimmen mit dieser Botschaft überein.  Daher sieht der Islam jegliche Widersprüche unter den Offenbarungsreligionen als Hinzu-fügungen von Menschenhand in diese Religionen an.  Die Position Jesu´ in den drei Hauptglaubensrichtingen – Judentum, Christentum und Islam – ist keine Ausnahme.

Obgleich der Quran nicht die detailierte Lebensgeschichte von Jesus enthält, beleuchtet er doch die wichtigsten Punkte seines Lebens, wie seine Geburt, seine Berufung und sein Emporsteigen zum Himmel.  Er fällt ebenfalls einen Richtspruch über die Juden und Christen bezüglich ihres Glaubens an ihn.  Wir werden einige wahre Aussagen über Jesus betrachten, die Gott im Quran offenbart hat. 

Geboren von einer jungfräulichen Mutter

Wie die Christen glauben auch die Muslime, daß Maria, auf englisch Mary oder auf arabisch Maryam, eine reine, jungfräuliche Frau war, die auf wundersame Weise Jesus gebar.  Jesus´ Geburt selbst war ein Wunder, denn er hatte keinen Vater.  Gott beschreibt seine Geburt folgendermaßen im Quran:

“Und gedenke im Buch Marias, als sie sich von ihren Angehörigen an einen östlichen Ort zurückzog.  Sie nahm sich einen Vorhang vor ihnen.  Da sandten Wir Unseren Geist zu ihr.  Er stellte sich ihr als wohlgestaltetes menschliches Wesen dar.  Sie sagte: ‘Ich suche beim Allerbarmer Schutz vor dir, wenn du gottesfürchtig bist.’  Er sagte: ‘Ich bin nur der Gesandte deines Herrn, um dir einen lauteren Jungen zu schenken.’  Sie sagte: ‘Wie soll mir ein Junge gegeben werden, wo mich doch kein menschliches Wesen berührt hat und ich keine Hure bin?’  Er sagte: ‘So wird es sein.  Dein Herr sagt: ´Das ist Mir ein Leichtes und damit Wir ihn zu einem Zeichen für die Menschen und zu einer Barmherzigkeit von Uns machen.´  Und es ist eine beschlossene Angelegen-heit.’” (Quran 19:16-21)

Diese Tatsache besagt allerdings weder, daß Jesus göttlicher Natur war, noch daß er würdig ist, angebetet zu werden, wo doch Adams Existenz noch wunder-barer war als die von Jesus.  Wenn seine wunderbare Geburt ein Beweis dafür wäre, daß Jesus Gottes Wiedergeburt oder Sein Sohn sei, dann wäre Adam wohl eher berechtigt, göttlich zu sein als er.  Es handelt sich bei beiden wohl eher um Propheten, die von der Offenbarung Gottes, des Allmächtigen, inspiriert wurden, und beide waren Seine Diener, die Seinen Anweisungen entsprechend lebten. 

“Gewiß, das Gleichnis Jesu´ ist bei Gott wie das Gleichnis Adams.  Er erschuf ihn aus Erde.  Hierauf sagte Er zu ihm: ‘Sei!’ und da war er.” (Quran 3:59)

Wunder

Die Muslime glauben genau wie die Christen auch, daß Jesus (wie im übrigen alle Gesandten Allahs) Wunder vollbrachte.  Diese Wunder wurden mit dem Willen und mit der Erlaubnis Gottes vollbracht, der die Kraft und die Macht über alle Dinge besitzt. 

“Wenn Gott sagt: ‘O Jesus, Sohn Marias, gedenke Meiner Gunst an dir und an deiner Mutter, als Ich dich mit dem Heiligen Geist stärkte, so daß du in der Wiege zu den Menschen sprachst und im Mannesalter; und als Ich dich die Schrift, die Weisheit, die Thora und das Evangelium lehrte; und als du aus Lehm mit Meiner Erlaubnis (etwas) schufst, (was so aussah) wie die Gestalt eines Vogels, und ihr dann einhauchtest, und sie da ein (wirklicher) Vogel wurde mit Meiner Erlaubnis; und als du den Blindgeborenen und den Weißgefleckten mit Meiner Erlaubnis heiltest und Tote mit Meiner Erlaubnis (aus den Gräbern) herauskommen ließest; und als Ich die Kinder Israels von dir zurückhielt, als du mit den klaren Beweisen zu ihnen kamst, worauf diejenigen von ihnen, die ungläubig waren, sagten: ‘Das ist nichts als deutliche Zauberei.’” (Quran 5:110)

Gott schickte alle Propheten mit besonderen Wundern zu ihren Völkern, damit sie ihnen die Wahrhaftigkeit ihrer Botschaft beweisen konnten.  Diese Wunder konnten sie nicht aus eigenem Antrieb vollbringen, sondern nur durch Gottes Willen.  Das war mit den Wundern Jesu´ nichts anderes.  Die Juden waren auf dem Gebiet der Medizin sehr fortschrittlich und die Wunder, mit denen Jesu kam, stammten aus diesem Bereich, damit sie die Wahrhaftigkeit seiner Botschaft beweisen und die Juden überzeugen sollten.

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