Umweltschutz im Islam (teil 1 von 7): Eine allgemeine Einleitung
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Beschreibung: Eine allgemeine Einleitung in das Verhältnis des Islam zum Universum, Bodenschätzen und die Beziehung zwischen Mensch und Natur.
von Dr. A. Bagader, Dr. A. El-Sabbagh, Dr. M. Al-Glayand, and Dr. M. Samarrai (herausgegeben von IslamReligion.com)
Veröffentlicht am 29 Mar 2010 - Zuletzt verändert am 20 May 2012
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> Die Umwelt
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Gott hat alles in diesem Universum mit der
richtigen Proportion und dem richtigen Maß erschaffen sowohl qualitativ als
auch quantitativ. Gott erklärt im Qur´an:
“Gewiss, Wir haben alles in (bestimmtem) Maß
erschaffen.” (Quran 54:49)
“…Alles hat bei Ihm ein Maß.” (Quran
13:8)
“ Den Himmel hat Er emporgehoben und die Waage
aufgestellt.” (Quran 55:7)
Im Universum gibt es eine Mannigfaltigkeit
an Formen und Funktionen. Das Universum und seine verschiedenen Elemente
sorgen für das Wohlergehen des Menschen und bezeugen die Großartigkeit des
Schöpfers; Er ist es, Der alle Dinge anordnet und bestimmt, und es gibt kein
Ding, das Er geschaffen hat, und das Ihn nicht lobt und preist.
“Siehst du denn nicht, dass (alle) Gott preisen,
die in den Himmeln und auf der Erde sind, und (auch) die Vögel mit
ausgebreiteten Flügeln? Jeder kennt ja sein Gebet und sein Preisen. Und Gott
weiß Bescheid über das, was sie tun.” (Quran 24:41)
Jedes Ding, das Gott geschaffen hat,
besitzt ein wundervolles Design, voller Bedeutung; zeigt an sich selbst den
Glanz und die Großartigkeit seines Schöpfers, Seine Weisheit und Seinen Zweck.
“(Er ist es,) Der euch die Erde zu einer
Lagerstatt gemacht und für euch auf ihr Wege sich hinziehen und vom Himmel
Wasser herabkommen läßt, womit Wir dann Arten verschiedener Gewächse
hervorbringen. Esst und weidet euer Vieh. Darin sind wahrlich Zeichen für
Leute von Verstand.” (Quran 20:53-54)
Gott hat nichts umsonst erschaffen, nichts
ohne Weisheit, Wert oder Sinn. Gott sagt:
“Wir haben die Himmel und die Erde und was
dazwischen ist nicht zum Spiel erschaffen. Wir haben sie nur in Wahrheit
erschaffen. Aber die meisten von ihnen wissen nicht.” (Quran 44:38-39)
Also ist die islamische Vision, die im
Qur´an offenbart wird, die eines von Wert durchtränkten Universums. Alle Dinge
in diesem Universum wurden erschaffen, um dem Einen Herrn zu dienen, Der sie
alle - den einen mit Hilfe anderen - erhält, und Der die wundersamen Zyklen des
Lebens und des Todes kontrolliert:
“Gott ist es, Der die Körner und die Kerne
spaltet und das Lebendige aus dem Toten hervorbringt. Und Er ist es, Der das
Tote aus dem Lebendigen hervorbringt. Dies ist doch Gott – wie lasst ihr euch
dann abwendig machen?” (Quran 6:95)
Leben und Tod sind von Gott geschaffen,
damit Ihm mit guten Taten gedient wird.
“Segensreich ist Derjenige, in Dessen Hand die
Herrschaft ist, und Er hat zu allem die Macht. (Er,) Der den Tod und das Leben
erschaffen hat, damit Er euch prüfe, wer von euch die besten Taten verrichtet.”
(Quran 67:1-2)
Alle geschaffenen Wesen wurden erschaffen,
um dem Herrn aller Wesen zu dienen und indem sie ihre vorbestimmten Rollen in
einer auf Gegenseitigkeit beruhenden Gesellschaft erfüllen, nutzen sie sich
selbst und einander am besten in dieser Welt und in der nächsten. Dies führt
zu einer kosmischen Symbiose (takaful). Das universelle, allgemeine
Gute ist ein Prinzip, das das Universum durchdringt, und es ist ein wichtiger
Hinweis auf die Einheit Gottes, denn man kann dem Herrn aller Wesen nur dienen,
wenn man für das allgemeine Gute aller sorgt.
Der Mensch ist ein Teil des Universums,
dessen Elemente einander zu einem integrierten Ganzen ergänzen, der Mensch aber
ist ein getrennter Teil des Universums, und er besitzt einen besonderen sein
Rang unter den anderen Teilen. Die Beziehung zwischen Mensch und Universum,
wie sie im edlen Qur´an und den Lehren des Propheten erklärt und erläutert
wird, sieht folgendermaßen aus:
·
Eine Beziehung der Meditation, Überlegung
und Betrachtung über das Universum und was es enthält.
·
Eine Beziehung des erhaltenden
Gebrauchs, der Entwicklung und des Dienstes zum Nutzen des Menschen und für die
Erfüllung seiner Interessen.
·
Eine Beziehung der Fürsorge und der Nahrung
für die guten Werke des Menschen sind nicht auf den Nutzen der menschlichen
Spezies beschränkt, sondern weiten sich zum Nutzen aller erschaffenen Wesen
aus; und: „es gibt einen Lohn für das Gute zu jedem lebenden Ding.“ (Sahieh
Al-Bukhari)
Gottes Weisheit hat den Menschen die
Statthalterschaft (khilafa) auf der Erde übertragen. Deshalb ist der
Mensch zusätzlich dazu, dass er einen Teil der Erde und einen Teil des
Universums bildet, auch der Vollstrecker göttlicher Anweisungen und Befehle. Er
ist nur ein Manager und kein Eigentümer; ein Nutznießer und kein Verfügender
oder Anordnender. Himmel und Erde und alles, das sie enthalten, gehören Gott
Alleine. Dem Menschen wurde die Statthalterschaft gewährt, um die Erde den von
ihrem Schöpfer beabsichtigten Zwecken entsprechend zu verwalten, sie zu seinem
eigenen Nutzen und zum Nutzen der anderen geschaffener Wesen zu verwenden und
zur Erfüllung seiner und ihrer Interessen. Ihm ist daher ihre Erhaltung und
Fürsorge anvertraut, und er muss sie als etwas Anvertrautes betrachten, mit den
Grenzen, die dies mit sich bringt. Der Prophet erklärte:
“Die Welt ist wunderschön und frisch,
und wahrlich Gott, der Erhabene, hat euch zu Seinen Statthaltern darauf gemacht,
und Er sieht, wie ihr (eure Ansprüche) befriedigt.” (Sahieh Muslim)
Alle Quellen, von denen unser Leben
abhängt, wurden von Gott als etwas Anvertrautes in unsere Obhut gegeben. Er
hat Erhaltung für alle Menschen und alle Lebewesen angeordnet.
“Er hat in ihr festgegründete Berge
gemacht, (die) über ihr (aufragen), und hat sie gesegnet und in ihr die Nahrung
im rechten Maß in vier Tagen festgelegt, gleichmäßig für diejenigen, die danach
fragen.” (Quran 41:10)
Daher ist die Nutzung dieser Quellen das
Recht und Privileg aller Menschen und aller Spezies. Deshalb sollte der Mensch
jede Maßnahme ergreifen, um die Interessen und Rechte aller anderen zu sichern,
denn sie sind alle gleichberechtigte Partner auf der Erde. Genauso sollte er dies
nicht als auf eine Generation vor allen anderen Generationen beschränkt betrachten.
Es ist eher eine Verantwortlichkeit, in der jede Generation nutzt und den
besten Nutzen aus der Natur zieht, ihren Bedürfnissen entsprechend, ohne die
Interessen späterer Generationen außer Acht zu lassen oder zu missachten. Aus
diesem Grunde sollte der Mensch die natürlichen Quellen nicht missbrauchen,
schlecht behandeln oder zerstören, denn jede Generation besitzt ein Anrecht
darauf, sie zu nutzen aber nicht darauf, sie im absoluten Sinn zu „besitzen“.
Das Recht, die natürlichen Quellen zu nutzen
und nutzbar zu machen, was Gott dem Menschen gewährt hat, beinhaltet
notwendigerweise eine Verpflichtung seitens des Menschen, sie sowohl qualitativ
als auch quantitativ zu erhalten. Gott hat alle diese Quellen des Lebens und
alle Reichtümer der Natur für den Menschen geschaffen, die er benötigt, damit
er die Ziele und Zwecke erkennt, wie Nachsinnen und Anbeten, Bewohnen und
Erbauen, erhaltende Nutzung und Genuß und Anerkennung der Schönheit. Es folgt,
dass der Mensch kein Recht besitzt, die Erniedrigung der Umwelt herbeizuführen,
und die ihr gegebene Eignung für das menschliche Leben und die Besiedelung
durch den Menschen zu stören. Auch besitzt er nicht das Recht, die natürlichen
Quellen unvernünftig auf eine Art und Weise auszubeuten, wie die Nahrungsgrundlage
und andere Quellen zu Erhaltung der Lebewesen zu verseuchen oder sie der
Zerstörung und Verschmutzung auszusetzen.
Während die Einstellung des Islam der
Umwelt, den lebensnotwendigen Quellen und den Reichtümern der Natur gegenüber
zu einem Teil auf dem Verbot des Missbrauchs basiert, basiert sie auch noch auf
dem Aufbau und der erhaltenden Weiterentwicklung. Diese Integration von
Entwicklung und Erhaltung der natürlichen Quellen ist eindeutig die Vorstellung
davon, das Land durch Ackerbau, Kultivierung und Aufbau zum Leben zu bringen
und es erblühen zu lassen. Gott sagt:
“…Er hat euch aus Erde entstehen lassen und sie
euch zum besiedeln gegeben...” (Quran 11:61)
Der Prophet erklärte:
“Wenn irgendein Muslim einen Baum
pflanzt oder in einen Acker besät, und ein Mensch, ein Vogel oder ein Tier isst
davon, so wird es von ihm als ein Almosen anerkannt.” (Sahieh Al-Bukhari,
Sahieh Muslim)
“Keiner pflanzt einen Baum, von dem entweder
ein Mensch oder irgendeines von Gottes Geschöpfen isst, dem dies nicht als ein
Almosen anerkannt wird.”
“Wenn der Tag der Wiedererweckung
kommt und jemand hat noch einen Setzling in der Hand, so lasst ihn den
pflanzen.”
Die Einstellung des Islam über der Nutzung
und Entwicklung der Quellen der Erde wurde von Ali ibn Abi Talib, dem vierten
Khalif, einem Mann erläutert, der aufgegebenes Land bebaut und urbar gemacht
hatte:
“Habe glücklichen Anteil daran,
solange du ein Bringer von Nutzen bist, kein Plünderer; ein Kultivierer, kein
Zerstörer.”
Diese positive Eigenschaft beinhaltet, Maß
zu halten, um alle Aspekte des Lebens zu verbessern: Gesundheit, Nahrung und
die psychologischen und spirituellen Dimensionen für den Nutzen des Menschen
und die Aufrechterhaltung seines Wohlergehens; genauso wie zur Verbesserung der
Bedingungen für alle kommenden Generationen. Wie in den prophetischen
Erläuterungen gezeigt wurde, steht das Ziel sowohl der Bewahrung als auch der
Entwicklung der Umwelt im Islam für das universelle Gute für alle Geschöpfe.
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Umweltschutz im Islam (teil 2 von 7): Bewahrung der grundlegenden natürlichen Quellen
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Beschreibung: Die religiöse und gesellschaftliche Rolle eines jeden Geschöpfs im Universum schafft eine Harmonie und ein Gleichgewicht, das ihre Bewahrung verlangt.
von Dr. A. Bagader, Dr. A. El-Sabbagh, Dr. M. Al-Glayand, und Dr. M. Samarrai (herausgegeben von IslamReligion.com)
Veröffentlicht am 05 Apr 2010 - Zuletzt verändert am 05 Apr 2010
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Im gesamten Universum kann man die
göttliche Fürsorge für alle Dinge und die alles durchdringende Weisheit in den
Elementen der Schöpfung spüren, die den Allweisen Schöpfer bezeugen. Der edle
Qur´an macht deutlich, dass jedes Ding und jedes Geschöpf im Universum, sei es
dem Menschen bekannt oder nicht, zwei Hauptfunktionen erfüllt: eine religiöse
Funktion insofern, dass er die Anwesenheit des Gestalters und Seine unendliche
Weisheit, Macht und Ruhm bezeugt; und eine gesellschaftliche Funktion im
Dienste des Menschen und anderer Geschöpfe.
Gottes Weisheit hat befohlen, dass Seine
Geschöpfe den anderen Dienste erweisen. Das göttlich bestimmte Maß und die
Verteilung aller Elemente und Geschöpfe, von denen jedes seine vorgeschriebene
Rolle erfüllt und von denen jedes wertvoll ist, stellt das dynamische
Gleichgewicht dar, durch das die Schöpfung aufrechterhalten wird. Ausbeutung,
Missbrauch, falsche Verwendung, Zerstörung und Verschmutzung der natürlichen
Quellen sind Übergriffe gegen das göttliche Schema. Denn der engsichtige Eigennutz
führt den Menschen höchstwahrscheinlich immer in Versuchung, das dynamische
Gleichgewicht, das Gott eingesetzt hat, zu unterbrechen; der Schutz aller
natürlichen Quellen vor Missbrauch ist eine verbindliche Verpflichtung.
In dem göttlichen Schema, in dem alle
Geschöpfe so geordnet sind, dass eines dem anderen zu Diensten steht, hat die
Weisheit Gottes alle Dinge dem Menschen zur Verfügung gestellt. Aber nirgendwo
hat Gott angedeutet, dass sie geschaffen wurden, um dem Menschen zu dienen. Im
Gegenteil, muslimische Gelehrte vertreten die Ansicht, dass es nicht der
einzige Zweck der Dinge ist, zu dem sie erschaffen wurden, dem Menschen zu
dienen. Beachten wir, dass Gott sagt:
“Und Er hat euch die Schiffe dienstbar gemacht,
damit sie auf dem Meer auf Seinen Befehl hin fahren, und Er hat euch die Flüsse
dienstbar gemacht. Er hat euch die Sonne und den Mond in ihrem unablässigen
Lauf dienstbar gemacht, und Er hat euch die Nacht und den Tag dienstbar
gemacht. Und Er gewährte euch von allem, worum ihr batet. Wenn ihr die Gunst
Gottes aufzählen wolltet, könntet ihr sie nicht erfassen.” (Quran
14:32-34)
…und ähnliche Verse, in denen Gott
erklärt, dass Er die Schöpfung für die Söhne Adams geschaffen hat. Es ist
wohlbekannt, dass Gott in Seiner großen Weisheit ihnen auch noch andere
erhabene Zwecke und noch größere als den Dienst für den Menschen gegeben hat. Allerdings
macht Er den Kindern Adams deutlich, welcher Nutzen in diesen Geschöpfen liegt
und welche Gunst Er den Menschen mit ihnen erwiesen hat.”
Obwohl die gesellschaftlichen Funktionen
aller Dinge lebenswichtig sind, begründet die allererste Funktion aller
geschaffenen Wesen als Zeichen ihres Schöpfers die beste gesetzliche Grundlage
für die Bewahrung der Umwelt. Es ist unmöglich, den Schutz der Umwelt einzig
und allein durch unseren Bedarf an ihren Diensten zu begründen, denn diese
Dienste sind nur von unterstützendem Wert und Grund.
Da wir uns nicht sämtlicher nützlicher
Funktionen aller Dinge bewußt sein können, um unsere Anstrengungen für deren
Bewahrung nur auf den Nutzen der Umwelt für den Menschen zu konzentrieren,
würde dies unausweichlich zu einer Zerstörung des dynamischen Gleichgewichts
führen, das Gott aufgestellt hat und zum Missbrauch Seiner Schöpfung, was zu
einer Verschlechterung dieser Nutzen der Umwelt führen würde. Wenn wir
allerdings die Bewahrung und den Schutz der Umwelt auf ihren Wert als Zeichen
ihres Schöpfers zugrunde legen, können wir keine Sache davon ausschließen. Jedes
Element und jede Spezies hat eine individuelle und einzigartige Rolle bei dem
Loben und Preisen Gottes und darin, dem Menschen von seinem Schöpfer Kunde zu
bringen und Ihn durch Seine Wesen und deren Nutzen die unendliche Macht,
Weisheit und Gnade Gottes zu verstehen. Es ist unmöglich, den sicheren Ruin
und Verlust jeglicher grundlegender Elemente und Spezies der Schöpfung
zuzulassen oder zu denken, dass die weitere Existenz des Übrigbleibenden für
uns ausreichen würde, um über den Ruhm, die Weisheit und Allmächtigkeit Gottes
in allen beabsichtigten Aspekten nachzusinnen. In der Tat ist dies so, weil
die Spezies sich in ihren verschiedenen Qualitäten unterscheiden und jede den
Ruhm Gottes auf eine ihr einzigartige Weise beweist.
Außerdem genießen alle menschlichen Wesen,
ebenso wie das Vieh und die Wildtiere, das Recht, die natürlichen Quellen auf
der Erde zu teilen. Der Missbrauch des Menschen von irgendwelchen Quellen, wie
Wasser, Luft und Erde, ebenso wie andere lebende Geschöpfe, wie Pflanzen und
Tiere, ist verboten und der beste Nutzen aller Quellen, seien es lebendige oder
leblose, ist vorgeschrieben.
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Umweltschutz im Islam (teil 3 von 7): Die Erhaltung der natürlichen Grundelemente – Wasser
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Beschreibung: Die Rolle des Wassers in der Umwelt und die islamische Anordnung für die Erhaltung dieses lebenswichtigen Elements, das für die Bewahrung und den Fortbestand des Lebens grundlegend ist.
von Dr. A. Bagader, Dr. A. El-Sabbagh, Dr. M. Al-Glayand, and Dr. M. Samarrai (herausgegeben von IslamReligion.com)
Veröffentlicht am 12 Apr 2010 - Zuletzt verändert am 12 Apr 2010
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Gott hat Wasser zur Grundlage und zum
Ursprung des Lebens gemacht. Gott sagt:
“Wir haben aus dem Wasser alles Lebendige
gemacht...” (Quran 21:30)
Pflanzen, Tiere und Menschen, alle sind
für ihre Existenz und für den Fortbestand ihrer Leben von Wasser abhäbgig. Gott
sagt:
“Darin, dass Gott das Wasser vom Himmel
herabkommen läßt, und damit dann die Erde nach ihrem Tod wieder lebendig
macht...” (Quran 2:164)
“Und Er ist es, Der vom Himmel Wasser
herabkommen läßt. Damit bringen Wir den Wuchs aller Arten hervor…” (Quran
6:99)
“Und du siehst die Erde regungslos, doch wenn
Wir Wasser auf sie herabkommen lassen, regt sie sich, schwillt und läßt von
jeder entzückenden (Pflanzen-) Art wachsen.” (Quran 22:5)
“Und Wir lassen vom Himmel reines Wasser
herabkommen, um damit (manch) totes Land wieder lebendig zu machen und um es
Vieh und Menschen in großer Zahl, die Wir erschaffen haben, zu trinken zu geben.”
(Quran 25:48-49)
Gott hat den Mennschen aufgerufen, den
Wert dieser wichtigen Quelle des Lebens zu schätzen:
“Was meint ihr denn zu dem Wasser, das ihr
trinkt? Seid ihr es etwa, die es von den Wolken herabkommen lassen? Oder sind
Wir es nicht doch, die es herabkommen lassen? Wenn Wir wollten, könnten Wir es
(auf der Zunge) brennend machen. Wenn ihr doch dankbar sein würdet!” (Quran
56:68-70)
“Sag: Was meint ihr, wenn euer Wasser versickert
sein sollte, wer sollte euch dann hervorquellendes Wasser bringen?” (Quran
67:30)
Zusätzlich zu dieser Lebensfunktion
besitzt Wasser noch eine andere gesellschaftlich-religiöse Funktion zu
erfüllen, die Reinigung des Körpers und der Kleidung von Schmutz,
Verunreinigungen und Unreinheiten, damit sie Gott gereinigt und sauber
entgegentreten können. Gott sagt im Qur´an:
“Und Er sandte Wasser vom Himmel herab, um euch
damit zu reinigen…” (Quran 8:11)
Gott hat uns auch andere Funktionen von
See-, Meeres- und Ozeanwasser gezeigt. Er machte es zum Lebensraum zahlreicher
Geschöpfe, die lebendige Rollen bei der Sicherung des Lebens und der
Entwicklung dieser Welt spielen. Gott sagt:
“Er ist es, Der euch das Meer dienstbar gemacht
hat, damit ihr frisches Fleisch daraus esst und Schmuck aus ihm hervorholt, den
ihr anlegt. Und du siehst die Schiffe es durchpflügen, damit ihr nach etwas
von Seiner Huld trachtet und auf dass ihr dankbar sein möget!” (Quran 16:14)
“Erlaubt sind euch die Jagdtiere des Meeres und
(all) das Essbare aus ihm als Nießbrauch für euch und für die Reisenden...” (Quran
5:96)
Es besteht kein Zweifel daran, dass die
Erhaltung dieses lebensnotwendigen Elements grundlegend ist für die Bewahrung
und Fortdauer des Lebens in seinen mannigfaltigen Formen, Pflanzen, Tieren und
Menschen. Es ist ebenfalls eine Pflicht, denn gemäß dem islamischen Gesetz ist
alles, das unbedingt erforderlich ist, um das Leben zu bewahren, deshalb selbst
verpflichtend. Jegliche Handlung, die die biologischen und sozialen Funktionen
behindert oder beeinträchtigt, sei es durch Zerstörung oder Verunreinigung mit
irgendeiner Substanz, die sie zu einer ungeeigneten Umwelt für Lebewesen machen
würde oder ihre Funktion als Lebensgrundlage behindern würde; eine derartige
Handlung führt notwendigerweise zur Behinderung oder zum Ruin des Lebens selbst
und das juristische Prinzip ist hier: „Was zum Verbotenen führt, ist selbst
verboten.“
In bezug auf die Wichtigkeit des Wassers
als Lebensgrundlage hat Gott seinen Nutzen zu einem allgemeinen Recht aller
Lebewesen und menschlichen Wesen zugestanden. Alle dürfen es benutzen, ohne
Monopol, ohne widerrechtliche Inbesitznahme, Ausbeutung, Verschwendung oder
Missbrauch. Gott befiehlt uns angesichts des Volkes der Thamud und ihrem
Kamel:
“Und tu ihnen kund, dass das Wasser zwischen
ihnen (und der Kamelstute) zu teilen ist.…” (Quran 54:28)
… und der Prophet sagte:
“Muslime teilen diese drei Dinge:
Wasser, Weide und Feuer.”
Verschwendung beim Wassergebrauch ist
verboten; dies gilt für privaten Gebrauch wie auch für öffentlichen, und egal
ob das Wasser rar ist oder im Überfluss. Es wird berichtet, dass der Prophet
an seinem Gefährten Sa´d vorbeikam, der sich zum Gebet wusch und sagte:
“Was ist das für eine Vergeudung, oh
Sa´d?“
“Gibt es sogar Vergeudung, wenn man sich
zum Gebet wäscht?” fragte Sa´d, und er sagte: “Ja, sogar wenn du an einem
fließenden Fluß bist.”
Die lange Erfahrung der muslimischen
Juristen in der Verteilung der Wasserrechte in trockenen Ländern hat ein
hervorragendes Beispiel für den tragbaren Nutzen einer nicht ausreichend
vorhandenen Quelle entstehen lassen; ein Beispiel, das in einer Welt, in der
einst im Überfluss vorhandene Resourcen immer rarer werden, von steigender
Relevanz ist.
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Umweltschutz im Islam (teil 4 von 7): Luft, Land und Boden
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Beschreibung: Die islamische Sichtweise von der Rolle der Luft, des Landes und des Bodens in der Umwelt und wie fundamental die Bewahrung dieser lebenswichtigen Elemente für die Erhaltung und den Fortbestand des Lebens sind.
von Dr. A. Bagader, Dr. A. El-Sabbagh, Dr. M. Al-Glayand, and Dr. M. Samarrai (herausgegeben von IslamReligion.com)
Veröffentlicht am 19 Apr 2010 - Zuletzt verändert am 19 Apr 2010
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2. Luft
Dieses Element ist für den Fortbestand und
die Erhaltung des Lebens nicht weniger wichtig als Wasser. Fast alle irdischen
Geschöpfe sind von der Luft, die sie atmen, gänzlich abhängig. Die Luft
besitzt noch andere Funktionen die für den Menschen weniger offensichtlich sein
mögen, die Gott aber zu bestimmten Zwecken geschaffen hat, wie Er uns im Edlen
Qur´an mitteilt – wie die lebenswichtige Rolle des Windes bei der Befruchtung.
Gott sagt:
“Und Wir senden die Winde zur Befruchtung...” (Quran
15:22)
Die Winde sind auch eindeutige Beweisefür
Gottes Allmacht und Gnade, und die Vollkommenheit des Designs in Seiner
Schöpfung. Er sagt ebenfalls:
“In der Schöpfung der Himmel und der Erde; im
Unterschied von Tag und Nacht;…im Wechsel der Winde und der Wolken, die
zwischen Himmel und Erde dienstbar gemacht sind, sind wahrlich Zeichen für
Leute, die begreifen.” (Quran 2:164)
“Und Er ist es, Der die Winde als Frohboten
Seiner Barmherzigkeit (voraus) sendet, bis dass, wenn sie dann schwere Wolken
herbeitragen, Wir sie zu einem toten Land treiben, dadurch Wasser hinabsenden
und dann dadurch alle Früchte hervorbringen.” (Quran 7:57)
Da die Atmosphäre alle diese biologischen
und sozialen Funktionen erfüllt, ist ihre Erhaltung – rein und unverschmutzt –
ein wesentlicher Aspekt der Erhaltung des Lebens selbst, was eines der
grundlegenden Ziele des Islamischen Gesetzes darstellt. Und wieder gilt: was
erforderlich ist, um diese Pflicht zu erfüllen, ist selbst eine Verpflichtung.
Daher ist jegliche Aktivität, die die Luft verschmutzt und zerstört oder ihre
Funktion beeinträchtigt, ein Versuch, Gottes Pläne zu durchkreuzen und eine
Behinderung von der Weisheit Gottes für Seine Schöpfung. Dies muss
dementsprechend als ein Hindernis mancher Aspekte der Rolle des Menschen in der
Entwicklung dieser Welt bedacht werden.
3. Das Land und der Boden
Wie Luft und Wasser sind auch Land und
Boden für den Fortbestand unseres Lebens und des Lebens anderer Geschöpfe
essentiell. Gott erklärt im Edlen Qur´an:
“Und die Erde hat Er für die Geschöpfe (an)gelegt.”
(Quran 55:10)
Denn die Minerale der Erde bilden die
festen Bestandteile unserer Körper ebenso wie der aller anderen Lebewesen und
Pflanzen. Gott sagt im Qur´an:
“Es gehört zu Seinen Zeichen, dass Er euch aus
Erde erschaffen hat, hierauf wart ihr auf einmal menschliche Wesen, die sich
ausbreiten.” (Quran 30:20)
Er hat das Land zu unserem Heim gemacht
und zum Lebensraum aller Erdenwesen.
“Und Gott hat euch aus der Erde heranwachsen
lassen. Hierauf wird Er euch in sie zurückbringen und gewiss (wieder aus ihr)
hervorbringen.” (Quran 71:17-18)
Und als unser Heim hat das Land den Wert
des offenen Raumes:
“...und Gott hat euch die Erde zu einer
ausgebreiteten Unterlage gemacht, damit ihr auf ihr dahinziehen könnt... ” (Quran
71:19-20)
Gott hat das Land zur einer Quelle der
Versorgung und Lebensunterhalt für uns und andere Lebewesen gemacht: Er hat den
Boden fruchtbar gemacht, so dass darauf Pflanzen wachsen, von denen unser Leben
und das aller Tiere abhängt. Er hat die Berge erschaffen, um den Regen
aufzufangen und zu speichern und sie spielen eine Rolle bei der Stabilisierung
der Erdkruste, wie Er uns im Edlen Qur´an zeigt:
“Haben Wir nicht die Erde zu einem Ort der
Aufbewahrung gemacht – für die Lebenden und die Toten – und auf ihr
festgegründete, hoch aufragende Berge gemacht und euch frisches Wasser zu
trinken gegeben?” (Quran 77:25-27)
“Und die Erde, Er hat sie danach hingebreitet. Er
hat aus ihr ihr Wasser und ihre Weide hervorkommen lassen. Und die Berge, Er
hat sie fest gegründet. (Dies) als Nießbrauch für euch und für euer Vieh.”
(Quran 79:30-33)
“Und die Erde haben Wir ausgedehnt und darauf
feste Berge gesetzt, und Wir ließen alles auf ihr wachsen, was ausgewogen ist. Und
Wir schufen darauf Mittel zu eurem Unterhalt und dem derer, die ihr nicht
versorgt.” (Quran 15:19-20)
“Und ein Zeichen ist ihnen die tote Erde. Wir
beleben sie und bringen aus ihr Korn hervor, von dem sie essen. Und Wir haben
auf ihr Gärten mit Dattelpalmen und Beeren angelegt, und Wir ließen Quellen aus
ihr entspringen.” (Quran 36:33-35)
Wenn wir dem Schöpfer wirklich dankbar
sind, sind wir verpflichtet, die Produktivität des Bodens zu erhalten und ihn
nicht der Erosion durch den Wind und die Flut auszusetzen; durch Bebauung,
Landwirtschaft, Weidehaltung, Forstwirtschaft und Bergbau – wir sind
verpflichtet, Tätigkeiten vorzunehmen, die nicht ihre Abtragung herbeiführen,
sondern ihre Fruchtbarkeit erhalten und erhöhen. Wenn wir die Abtragung dieser
Gabe Gottes herbeiführen, von der so viele Lebensformen abhängen, bedeutet das,
dass wir Seine ungeheuere Gunst leugnen. Und weil jede Tat, die zu ihrer
Zerstörung oder Abtragung führt, notwendigerweise auch zur Zerstörung und
Behinderung des Lebens auf der Erde führt, sind derartige Taten kategorisch
verboten.
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Umweltschutz im Islam (teil 5 von 7): Die Erhaltung der natürlichen Grundelemente – Pflanzen und Tiere (1)
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Beschreibung: Die islamische Sichtweise von der Rolle der Pflanzen und der Tiere in der Umwelt und die Erhaltung dieser lebendigen Elemente ist für die Bewahrung und den Fortbestand des Lebens fundamental. (Teil 1).
von Dr. A. Bagader, Dr. A. El-Sabbagh, Dr. M. Al-Glayand, und Dr. M. Samarrai (herausgegeben von IslamReligion.com)
Veröffentlicht am 26 Apr 2010 - Zuletzt verändert am 26 Apr 2010
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4. Pflanzen und Tiere
Man kann die Wichtigkeit von Pflanzen und
Tieren als lebendige Resourcen von riesigem Nutzen nicht leugnen, ohne die
weder der Mensch noch andere Spezies überleben könnten. Gott hat keines Seiner
Geschöpfe nutzlos erschaffen; jede einzelne Lebensform ist ein Produkt einer
speziellen und komplizierten Entwicklung durch Gott, und jedem gebührt
besonderer Respekt. Als lebendige genetische Resource ist jede Spezies und
Variante einzigartig und unersetzbar. Einmal verloren, ist sie für immer
verloren.
Durch den Wert ihrer einzigartigen
Funktion aus Sonnenenergie Futter herzustellen, stellen Pflanzen die
Grundquelle jeglicher Nahrung für tierisches und menschliches Leben auf der
Erde dar. Gott sagt:
“So soll der Mensch doch seine Nahrung betrachten.
Siehe, Wir gossen das Wasser in Fülle aus. Alsdann spalteten Wir die Erde in
wunderbarer Weise und ließen Korn in ihr wachsen und Reben und Gezweig und
Ölbäume und Palmen und dichtbepflanzte Gartengehege und Obst und Futtergras als
Versorgung für euch und euer Vieh.” (Quran 80:24-32)
Zusätzlich zu ihrer Wichtigkeit als
Nahrung, reichern Pflanzen die Erde an und schützen sie vor Erosion durch Wind
und Wasser. Sie halten das Wasser, indem sie es am Ablaufen hindern; sie
regulieren das Klima und produzieren den Sauerstoff, den wir atmen. Sie
besitzen auch einen enormen Wert als Heilmittel, Öle, Parfums, Wachse, Fasern,
Bauholz und Brennstoff. Gott sagt im Edlen Qur´an:
“Habt ihr das Feuer betrachtet, das ihr
entzündet? Seid ihr es, die den Baum dazu hervorbrachten, oder sind Wir dessen
Urheber? Wir haben das (Feuer) zur Ermahnung (vor der Hölle) erschaffen und
zum Nutzen für die Wanderer durch die Wildnisse.” (Quran 56:71-73)
Tiere dagegen stellen Versorgung für
Pflanzen, für andere Tiere und auch für Menschen dar. Ihr Dung und ihre Körper
reichern den Erdboden und die Meere an. Sie tragen mit ihrer Atmung zur
Atmosphäre bei und mit ihren Bewegungen und Wanderungen zur Verbreitung der
Pflanzen. Das eine ist die Nahrung der anderen, und sie versorgen die
Menschheit mit Leder, Haaren und Wolle, Heilmitteln und Parfums, dienen als
Beförderungsmittel, ebenso wie als Fleisch, Milch und Honigproduzenten. Und
was ihre hochentwickelten Sinne und Wahrnehmungen angeht, und ihre sozialen
Beziehungen untereinander, gebührt den Tieren im Islam besondere Beachtung. Denn
Gott betrachtet sie als lebende Gesellschaften genau wie die Menschheit. Gott
erklärt im Edlen Qur´an:
“Es gibt kein Getier auf Erden und keinen Vogel,
der auf seinen zwei Schwingen dahinfliegt, die nicht Gemeinschaften wären so
wie ihr...” (Quran 6:38)
Der Edle Qur´an erwähnt die ästhetischen
Funktionen dieser Geschöpfe als Objekte der Schönheit zusätzlich zu ihren
anderen Funktionen. Da der Seelenfriede eine religiöse Notwendigkeit ist, die
völlig befriedigt werden muss, sollten solche Dinge, die ihn hervorrufen, reichhaltig
bereitgehalten und bewahrt werden. Gott hat in Pflanzen und Tieren Dinge
gelegt, welche die menschliche Seele erregen und erfreuen, und die ebenfalls
seinen Seelenfrieden herbeiführen; ein Faktor, der für die richtige Funktion
und volle Leistungsfähigkeit des Menschen wesentlich ist.
Der Edle Qur´an erwähnt auch andere
Funktionen welche diese Geschöpfe erfüllen und die der Mensch eventuell nicht
wahrnimmt, nämlich die Funktion Gott anzubeten, Ihn zu loben und preisen und
sich vor Ihm niederzuwerfen, denn sie sind durch ihre angeborene Natur dazu
gezwungen, dies zu tun; Gott sagt:
“Hast du nicht gesehen, dass vor Gott anbetend
sich niederwirft, wer in den Himmeln und auf Erden ist – ebenso die Sonne und
der Mond und die Sterne und die Berge und die Bäume und die Tiere...” (Quran
22:18)
“Die sieben Himmel und die Erde und alle darin
lobpreisen Ihn; und es gibt nichts, was Seine Herrlichkeit nicht preist; ihr
aber versteht deren Lobpreisung nicht…” (Quran 17:44)
“Wer immer in den Himmeln und auf der Erde ist,
wirft sich vor Gott in Anbetung nieder, willig oder widerwillig...” (Quran
13:15)
Der Islam betont alle Schritte für das
Überleben und den Fortbestand dieser Geschöpfe , damit sie die Funktionen, die
ihnen zukommen, vollständig erfüllen können. Die Ausrottung einer Tier- oder
Pflanzenart durch den Menschen kann nicht gerechtfertigt werden; und es soll
nicht in einem solchen Ausmaß geerntet werden, dass die natürliche Regeneration
es nicht ausgleichen kann. Dies bezieht sich auf Jagen und Fischen, Wald- und
Forstwirtschaft zum Bauen und als Brennstoff; Weiden und jegliche anderen Verwendungszwecke
der Resourcen. Es ist zwingend erforderlich, dass die genetische
Mannigfaltigkeit der Lebewesen erhalten bleibt – sowohl zu ihrem eigenen Wohl
und dem Nutzen der Menschheit, als auch zu dem aller anderer Geschöpfe.
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Umweltschutz im Islam (teil 6 von 7): Die Erhaltung der natürlichen Grundelemente – Pflanzen und Tiere (2)
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Beschreibung: Die islamische Sichtweise von der Rolle der Pflanzen und der Tiere in der Umwelt und die Erhaltung dieser lebendigen Elemente ist für die Bewahrung und den Fortbestand des Lebens fundamental. (Teil 2).
von Dr. A. Bagader, Dr. A. El-Sabbagh, Dr. M. Al-Glayand, and Dr. M. Samarrai (edited by IslamReligion.com)
Veröffentlicht am 03 May 2010 - Zuletzt verändert am 03 May 2010
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Kategorie: Artikel
> Islamische Ordnung
> Die Umwelt
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Der Prophet Muhammad, Gottes Segen und
Frieden seien auf ihm, wurde von Gott gesandt als:
“…Barmherzigkeit für alle Welten...” (Quran
21:107)
Er hat uns mit seinen Anweisungen und
Lehren gezeigt, wie wir diese Geschöpfe behandeln und für sie sorgen sollen. Er
sagte:
“Den Gnädigen wird vom
Allergnädigsten Gnade erwiesen. Seid denen auf der Erde gegenüber gnädig, und
Der, Der über den Himmeln ist, wird euch gnädig sein.” (Abu Dawud, Al-Tirmidhi)
Er befahl der Menschheit, die Bedürfnisse
aller Tiere zu stillen, die unter ihrer Obhut stehen, und er warnte davor, dass
jemand, der ein Tier verhungern oder verdursten läßt, von Gott im Feuer der
Hölle bestraft wird.
Außerdem wies er die Menschen an,
allgemein bedürftige Tiere zu versorgen, als er von einer Person berichtete,
deren Sünden durch Gott vergeben wurden, weil sie einem Hund mit furchtbarem Durst
Wasser gegeben hatte. Da fragten die Leute:
“O Gesandter Gottes, gibt es einen Lohn dafür, wenn
man gut zu diesen Tieren ist?“
Er
antwortete: “Es gibt einen Lohn für jedes lebendige Wesen,
dem Gutes getan wird.” (Sahieh Al-Bukhari, Sahieh Muslim)
Jagen und Fischen, um sich davon zu
ernähren, ist im Islam gestattet; allerdings hat der Prophet jeden verflucht,
der ein lebendiges Wesen als Zielscheibe benutzt, das Leben einfach aus Sport
nimmt. Dem entsprechend verbot er auch, das Schlachten eines Tieres unnötig in
die Länge zu ziehen. Er erklärte:
“Gott hat euch vorgeschrieben, jedem
Ding gegenüber Gutes zu tun: wenn ihr also tötet, dann tötet gut und wenn ihr
schlachtet, dann schlachtet gut. Jeder von euch soll seine Klinge schärfen und
es dem Tier, das er schlachtet, leicht machen.”
Der Prophet Muhammad verbot, einen
Ameisenhaufen in Brand zu setzen, und berichtete, dass eine Ameise einst einen
der Propheten stach, der dann angeordnet hatte, dass die gesamte
Ameisen-Kolonie verbrannt werden sollte. Darauf offenbarte ihm Gott :
“Weil eine Ameise dich gestochen hat,
hast du eine ganze Nation getötet, die Gottes Majestät preist?” (Sahieh
Al-Bukhari, Sahieh Muslim)
Einmal befahl er einem Mann, der die Küken
eines Vogels auf dem Nest genommen hatte, sie dorthin zurückzusetzen, wo er sie
herausgenommen hatte: zu ihrer Mutter, die versucht hatte, sie zu beschützen.
Er verbot, dass irgendein Baum grundlos
und unerlaubt gefällt wurde, der wertvollen Schutz für die Menschen und Tiere
in der Wüste bot; und das Ziel dieses Verbots kann auch als Schutz vor der Zerstörung
von wertvollem Lebensraum für Gottes Geschöpfe verstanden werden.
Auf der Grundlage der Befehle und Verbote
des Propheten haben muslimische Gelehrte festgelegt, dass Gottes Geschöpfe Unverletzlichkeit
(hurmah) besitzen, die sogar im Krieg gilt. Der Prophet Gottes verbot, Bienen
oder jegliches gefangenes Wesen zu töten; denn sie zu töten wäre eine Form des
Betrugs, den Gott in seiner Aussage erwähnt:.
“Wenn er sich abwendet, bemüht er sich, überall
auf der Erde Unheil zu stiften, und vernichtet das Ackerland und die
Nachkommenschaft. Und Gott liebt das Unheil nicht.” (Quran 2:205)
“Und es sind Tiere, die Unverletzlichkeit
besitzen, genau wie Frauen und Kinder.”
Dies ist eine kennzeichnende
Charakteristik des islamischen Gesetzes, dass alle Tiere bestimmte Rechte
besitzen, die vor Gericht und dem Büro der Hisbah einklagbar sind.
Muslimische Rechtsgelehrte haben geschrieben:
“Die Rechte der Lebewesen und der Tiere in
bezug auf deren Behandlung durch den Menschen: Diese sind, dass er ihren
Bedürfnissen entsprechend für sie sorgt, auch wenn sie gealtert oder erkrankt
sind, so dass kein Nutzen mehr von ihnen zu erwarten ist; dass er sie nicht
über das, was sie leisten können, hinaus belastet; dass er sie nicht mit etwas
zusammen tut, das sie verletzen könnte, sei es von ihrer eigenen Art oder einer
anderen, und sei es durch das Brechen ihrer Knochen, Schießen oder Verletzen;
dass er sie mit Güte schlachtet, wenn er sie schlachtet, und weder ihre Häute
abzieht noch ihre Knochen bricht bevor ihre Körper abgekühlt sind und ihre
Leben vorbei sind; dass er sie nicht schlachtet, wo ihre Jungen sie sehen
können, dass er sie einzeln absondert; dass er ihre Aufenthaltsorte und
Wasserstellen angemessen einrichtet; dass er in der Fortpflanzungszeit die
männlichen und die weiblichen zusammenläßt; dass er nicht die, die er zum Jagen
nimmt, beiseite läßt; und dass er sie weder mit etwas schießt, das ihre Knochen
bricht noch mit etwas, das ihren Tod mit irgendwelchen Mitteln herbeiführt, die
ihr Fleisch zum Verzehr verboten macht.”
Der Islam betrachtet diese Geschöpfe,
sowohl Tiere als auch Pflanzen, auf zwei Arten:
1. Als Lebewesen mit ihren eigenen
Rechten, die Gott loben und preisen und die Seine Kraft und Seine Weisheit
bezeugen.
2. Als Geschöpfe, die dem Menschen
und anderen Geschöpfen zur Verfügung stehen und lebenswichtige Rollen in der
Entwicklung dieser Welt spielen.
Daher ist es eine verbindliche Pflicht,
sie zu bewahren und zu entwickeln, sowohl zu ihrem eigenen Wohl und für ihren
Wert als einzigartige und unersetzliche Lebensquelle zum Nutzen unter einander
und für die Menschheit.
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Umweltschutz im Islam (teil 7 von 7): Schutz von Mensch und Umwelt vor Schaden
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Beschreibung: Der Islam legt nicht nur Wert darauf, die Grundelemente der Umwelt zum Nutzen der heutigen und der zukünftigen Generationen zu erhalten, er ist auch darauf bedacht, die Menschen und die Umwelt vor schädigenden Einfüssen externer Faktoren wie chemische Produkte und Abfälle zu schützen.
von Dr. A. Bagader, Dr. A. El-Sabbagh, Dr. M. Al-Glayand, und Dr. M. Samarrai (herausgegeben von IslamReligion.com)
Veröffentlicht am 10 May 2010 - Zuletzt verändert am 10 May 2010
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Kategorie: Artikel
> Islamische Ordnung
> Die Umwelt
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Schädigung jeglicher Art ist im Islam
verboten. Eines der Grundprinzipien des Islamischen Gesetzes ist die
prophetische Erklärung:
“Es soll keinen Schaden und keine
Zufügung von Schaden geben.” (Al-Hakim)
Schaden und Verderben vorzubeugen, bevor
sie auftreten, ist besser als behandeln. Eine andere juristische Regel im
Islamischen Gesetz lautet: “Das Abwenden von Schaden hat Vorrang vor dem Erringen
von Vorteilen.“ Dementsprechend sollten alle Handlungen, die darauf zielen,
Gutes zu erreichen und Vorteile zu sichern, indem menschliche Bedürfnisse
befriedigt, Dienste bereitgestellt und Landwirtschaft, Industrie und
Kommunikationsmittel entwickelt werden, ohne bemerkenswerte Schädigung,
Verletzung oder Verwüstung durchgeführt werden. Deshalb ist es absolut
erforderlich, dass bei der Überlegung, Planung und Durchführung derartiger Aktivitäten
Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden, damit sie - soweit möglich- weder Schaden
noch Verwüstung mit sich bringen oder dazu führen.
1. Müll, Abwasser, Reinigungsmittel und
andere giftige und schädliche Substanzen
Abfallprodukte und freigesetzte Abgase,
die alltäglichen menschlichen Ursprungs sind oder industriellen Aktivitäten und
dem Gebrauch moderner, fortschrittlicher Technologien entstammen, sollten
sorgfältig entsorgt oder beseitigt werden, um die Umwelt vor Verfall und Entstellung
zu schützen. Es ist ebenfalls wesentlich, den Menschen vor den Effekten
schädlicher Einflüsse dieser Abfälle auf die Umwelt und deren Schönheit und
Lebenskraft zu schützen, sowie der Schutz anderer Umweltfaktoren. Die
Anhäufung von Abfällen ist größtenteils ein Ergebnis unserer Verschwendung.
Das Verbot der Verschwendung im Islam erfordert die Wiederverwendung von Gütern
und das Recycling von Materialien und Abfallprodukten, soweit es möglich ist,
anstatt damit Mülldeponien zu füllen.
Der Prophet verbot, sich in eine
Wasserquelle, auf einem Weg, an einem schattigen Ort oder in ein Erdloch, in
dem ein Lebewesen wohnen könnte, zu erleichtern.
Der Wert, der diesen Verboten zugrundeliegt, sollte ebenfalls
auf die Verschmutzung seltener Resourcen und Lebensräume allgemein angewendet
werden. Abfallprodukte, Abgase und ähnliche Verunreiniger sollten an ihrer
Quelle mit den bestmöglichen Mitteln behandelt werden und bei deren Deponierung
müssen Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden, um schädigende Nebeneffekte, die zu
ähnlichen oder größeren Schäden oder Verletzungen führen, zu vermeiden. Das
juristische Prinzip in diesem Zusammenhang ist: “Schaden soll nicht mit Mitteln
ähnlichen oder größeren Schadens beseitigt werden.“
Dies trifft auf die schädlichen
Auswirkungen von Reinigungsmitteln und anderen giftigen oder schädlichen
Substanzen zu, die zu Hause, in Fabriken, in der Landwirtschaft und anderen
öffentlichen oder privaten Bereichen verwendet werden. Es absolut notwendig,
alle möglichen Schritte zu unternehmen, um deren schädigenden Auswirkungen zu
verhindern und vermeiden, bevor sie auftreten, um den Menschen und sein
natürliches und soziales Umfeld zu beschützen. Wenn der Schaden, der von
diesen Substanzen ausgeht, sich tatsächlich als größer erweist als ihr Nutzen,
dann sollten sie verboten werden. In diesem Fall sollten wir uns nach einer
wirkungsvollen und harmlosen oder wenigstens weniger schädlichen Alternative
umsehen.
2. Pestizide
Dieselben Prinzipien gelten genauso für
alle Pestizide, einschließlich Insektizide und Herbizide. Die Verwendung
derartiger Substanzen sollte in der Gegenwart und in Zukunft keinerlei Schaden
oder negative Auswirkungen auf Menschen oder die Umwelt verursachen. Daher ist
die Kontrolle und das Verbot dessen, was für Menschen oder die Ökosysteme zu
Schaden oder negative Auswirkungen führen kann, wichtig, auch wenn diese
Kontrolle oder das Verbot die persönlichen Interessen einiger Individuen
beeinträchtigen könnte. Dies stimmt mit dem Prinzip überein, das besagt: „Eine
private Verletzung ist in Kauf zu nehmen, um eine Verletzung der Allgemeinheit
zu abzuwenden.“ Alle erlaubten und legitimierten Mittel sollten angewandt
werden, um Schaden oder Verletzungen zu vermeiden, vorausgesetzt, dass
derartige Mittel nicht zu ähnlichem oder größerem Schaden führen oder ihn
verursachen. Das juristische Prinzip, das hier zur Anwendung kommt, ist: „Das
geringere zweier Übel ist zu wählen.“ Wenn die Anwendung solcher Pestizide
unvermeidbar ist, dann macht: „die große Not verbotene Dinge erlaubt.” Allerdings
sollte „Jede Notwendigkeit ihrem Wert entsprechend abgeschätzt werden”, und “das,
was aufgrund einer Entschuldigung erlaubt wurde, hört auf, erlaubt zu sein,
wenn die Entschuldigung verschwindet.“
Die ausgewähltesten und am wenigsten
schädlichen Maßnahmen zur Seuchenkontrolle werden durch diese Werte und
Prinzipien des Islam erforderlich gemacht. Vorbeugende Maßnahmen, biologische
Kontrollen, ungiftige Mittel zur Abschreckung (Repellentien), biologisch
abbaubare Substanzen und Pestizide mit einem kleinen Wirkungsspektrum sollten,
wann immer es möglich ist, vor zerstörerischen Alternativen zur Anwendung
kommen. Außerdem sollte ihre Anwendung sorgfältig berechnet werden, um
menschliches Leben, Ernten und Vieh mit höchster Wirksamkeit und Leistung zu schützen;
und indem der geringste Einfluss auf Gottes Schöpfung ausgeübt wird.
3. Radioaktive Substanzen
Das oben genannte Prinzip gilt ebenso für
radioactive Substanzen, die nicht nur außerordentlich giftig sind, sondern es
auch für extrem lange Zeit bleiben. Wir sollten vorbeugen und die schädlichen
Auswirkungen ihrer Verwendung auf Menschen und Ökosysteme vermeiden. Es ist
ebenfalls unerläßlich, dass wir jeglichen Atommüll zufriedenstellend
deponieren. Besondere Vorkehrungen sind notwendig, um dem Entweichen
radioaktiver Strahlung, sei es durch Nachlässigkeit oder durch Schäden,
vorzubeugen, und um alle schädigenden Auswirkungen beim Test nuklearer
Explosionen zu vermeiden.
4. Lärm
Da Industrie, Massenmedien und Transport
normalerweise von Lärm begleitet werden, ist es notwendig, nach Möglichkeiten
Ausschau zu halten, um den Lärm zu vermeiden und zu verringern. Lärm besitzt
einen schädlichen Einfluss auf den Menschen und die Lebewesen in der Umwelt –
daher die Notwendigkeit diesen Schaden zu reduzieren und ihm so weit wie
möglich und mit jedem Mittel vorzubeugen, den Regelungen und Anweisungen des
islamischen Gesetzes entsprechend.
5. Berauschendes und andere Drogen
Es steht fest, dass Rauschmittel und
Narkotika eine schädliche Wirkung auf die körperliche und geistige Gesundheit
von Menschen haben, und dementsprechend auch auf sein Leben und seinen Verstand;
seine Nachkommen, seine Arbeit, sein Vermögen, seine Ehre und seine Rechtschaffenheit.
Es wurde bewiesen, dass Rauschmittel und andere Drogen beträchtliche
körperliche, gesellschaftliche und psychologische Störungen verursachen. Daher
sind Rauschmittel aller Art und den Geist beeinträchtigende Drogen im Islam
verboten. Ihre Herstellung und Vermarktung ist ebenso verboten wie alles, das
damit verbunden ist oder ihre Herstellung unterstützt. Dies zeigt seit 14
Jahrhunderten die Sorge der islamischen Gesetzgebung um den Schutz des
menschlichen Lebens und die Bewahrung des sozialen und physischen Umfelds vor Verwüstung,
Schaden und Verschmutzung.
6. Naturkatastrophen
Alle notwendigen Vorkehrungen sollten
getroffen werden, um die Auswirkungen von Naturkatastrophen, die Mensch und
Umwelt betreffen, wie Fluten, Erdbeben, Vulkanausbrüche, Stürme, Waldbrände,
Verwüstungen, Plagen und Epidemien, möglichst gering zu halten. Es muss
erkannt werden, dass Naturkatastrophen manchmal, zumindest zum Teil, durch die
Taten von Menschen verursacht werden, und dass die Konsequenzen ihres Auftretens
den Verlust von Menschenleben und Reichtum in vielen Fällen durch unangemessene
Besiedelung, Bauweise und landwirtschaftliche Nutzungspraktiken noch
verschlimmert werden. Entsprechend kann ihr Einfluss durch vorausschauende
Planung abgemildert werden, die auf dem Verständnis der natürlichen Prozesse
basiert. Ungeeignete landwirtschaftliche Nutzungspraktiken und Aktivitäten
sollten in Landstrichen, die inhärent, potential oder zufallsbedingt für einen
Bruch des natürlichen Prozesses verwundbar sind, nicht gestattet werden.
Der Schutz des menschlichen Lebens, des
Eigentums und der Interessen ist wesentlich und notwendig, und “was unbedingt
erforderlich ist, um eine zwingende Pflicht zu erfüllen, ist selbst eine
Verpflichtung“. Das islamische Gesetz enthält auch: “Schaden sollte entfernt
werden” und “Schaden sollte so gut wie möglich beseitigt werden”. Allerdings
sollten die verwendeten Schutzmaßnahmen keine negative Auswirkungen nach sich
ziehen, gemäß dem Prinzip: “Schaden soll nicht mit Mitteln ähnlichen oder
größeren Schadens beseitigt werden.“
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