Seine Göttlichkeit
Muslime glauben an die absolute Einzigkeit
Gottes, Der als das Allerhöchste, ganz frei von jeglichen Unzulänglichkeiten,
Bedürfnissen und Wünschen ist. Er besitzt keine Partner in Seiner
Göttlichkeit. Er ist der Schöpfer aller Dinge und ist von Seiner Schöpfung
vollkommen getrennt, und jegliche Anbetung gebührt Ihm allein.
Dies war die gleiche Botschaft, die alle
Propheten Gottes einschließlich Jesus gebracht haben. Jesus erhob nie einen
Anspruch auf Göttlichkeit, noch behauptete er, er sei anzubeten. Er sagte
nicht, er sei der “Sohn” Gottes oder Teil der “Drei-einigkeit” sondern
lediglich, daß er nur ein Diener Gottes sei, der zu den Juden geschickt worden
ist, um sie zur wahren Religion zurückzubringen, die bedeutet, den Einen Gott
anzubeten und seinen Anweisungen zu folgen. Die Mehrheit der Verse im Quran,
die Jesus erwähnen, beschäftigen sich mit diesem Aspekt. Sie beweisen, daß er
nur aufgrund von Lügen, die die Menschen über ihn erfunden haben, zum Objekt
der Anbetung geworden ist. Der Quran bestätigt Berichte über sein Leben, nach
denen er selbst immer klar verneint hat, daß ihm irgendwelche Anbetung zusteht;
und er unterstützt die Vorstellung, daß die Parabeln und Beispiele, die ihm Gott
eingegeben hat, seine sterbliche Natur zeigen und nicht etwa seine Göttlichkeit
beweisen oder gar, daß er Gottes Sohn sein soll. Gott berichtet im
Quran von Jesus:
“Fürwahr, ungläubig sind diejenigen, die sagen: ‘Gewiß,
Gott ist der Messias, der Sohn Marias‘, wo doch der Messias (selbst) gesagt
hat: ‘O Kinder Israels, dient Gott, meinem Herrn und eurem Herrn!’” (Quran
5:72)
Gott sagt über den Glauben, der behauptet Jesus
sei Teil der “Dreifaltigkeit”:
“Fürwahr, ungläubig sind diejenigen, die sagen: ‘Gewiß,
Gott ist einer von dreien.‘ Es gibt keinen anderen Gott außer dem Einen,
Einzigen. Wenn sie mit dem, was sie sagen, nicht aufhören, so wird denjenigen
von ihnen, die ungläubig sind, ganz gewiß schmerzhafte Strafe widerfahren. Wenden
sie sich denn nicht in Reue zu Gott und bitten Ihn um Vergebung? Gott ist
Allvergebend und Barmherzig. Der Messias, der Sohn Marias, war doch nur ein
Gesandter, vor dem bereits Gesandte vorübergegangen waren. Und seine Mutter
war sehr wahrheitsliebend; sie (beide) pflegten Speise zu essen. Schau, wie
Wir ihnen die Zeichen klar machen, und schau, wie sie sich abwegig machen
lassen.” (Quran 5:73-75)
Und auch:
“O Leute der Schrift, übertreibt nicht in eurer
Religion und sagt gegen Gott nur die Wahrheit aus! Der Messias, Jesus, der
Sohn Marias, ist nur Gottes Gesandter und Sein Wort, das Er Maria entbot, und
Geist von Ihm. Darum glaubt an Gott und Seine Gesandten und sagt nicht ‘Drei’.
Hört auf (damit), das ist besser für euch! Gott ist nur ein Einziger
Gott. Preis sei Ihm, (und Erhaben ist Er darüber), daß Er ein
Kind haben sollte! Ihm gehört (alles), was in den Himmeln und was auf der Erde
ist, und Gott genügt als Sachwalter.” (Quran 4:171)
Gott verdammt diesen Glauben als Ungeheuerlichkeit
gegen Sein Wesen:
“Und sie sagen: ‘Der Allerbarmer hat Sich Kinder
genommen.‘Ihr habt ja eine abscheuliche Sache begangen. Beinahe brechen davon
die Himmel auseinander, und (beinahe) spaltet sich die Erde, und (beinahe)
stürzen die Berge in Trümmern zusammen, daß sie dem Allerbarmer Kinder
zuschreiben. Es ziemt dem Allerbarmer nicht, Sich Kinder zu nehmen. Niemand
in den Himmeln und auf der Erde wird zum Allerbarmer anders denn als Diener
kommen (können). (Quran 19:88-93)
Am Tag des Gerichts wird sich Jesus selbst
von dieser falschen Behauptung befreien. Gott gibt uns einen Ausblick darauf,
was er antworten wird, wenn er darüber befragt wird, warum ihn die Leute
angebetet haben:
“Und wenn Gott sagt: ‘O Jesus, Sohn Marias, bist
du es, der zu den Menschen gesagt hat: ´Nehmt mich und meine Mutter außer Gott
zu Göttern?´ wird er sagen: ´Preis sei Dir! Es steht mir nicht zu, etwas zu
sagen, wozu ich kein Recht habe. Wenn ich es (tatsächlich doch) gesagt hätte,
dann wüßtest Du es bestimmt. Du weißt, was in mir vorgeht, aber ich weiß
nicht, was in Dir vorgeht. Du bist ja der Allwisser der verborgenen
Dinge. Ich habe ihnen nur gesagt, was du mir befohlen hast
(nämlich): ‘Dient Gott, meinem und eurem Herrn!’” (Quran 5:116-117)
In diesen Versen erklärt Gott, daß es
tatsächlich eine große Gotteslästerung (Blasphemie) ist, wenn jemand Jesus als “Gottes
Sohn” oder “einen von dreien” bezeichnet. Der Grund hierfür liegt in der
fundamentellen Bezeugung, daß Gott Einzig und nicht wie Seine Geschöpfe ist;
ebenso wie in Seinem Wesen, ist Er Einzigartig in Seiner Göttlichkeit, Seinen
Eigenschaften und Seiner Herrschaft. All dies macht den strikten Monotheismus
aus, den Er in Seinen Schriften offenbart hat. So steht selbst in der heutigen “Bibel”:
“Und Gott redete alle diese Worte:
Ich bin der Herr, dein Gott, der Ich dich aus Ägyptenland, aus der
Knechtschaft, geführt habe. Du sollst keine anderen Götter haben neben
Mir.” (2. Mose 20:1-3)
Gott einen Sohn zur Seite zu stellen,
bedeutet dem Prinzip, wofür Er den Menschen geschaffen und ihm Propheten
geschickt hat, ganz deutlich zu widersprechen. Gott sagt im Quran:
“Und Ich habe die Ğinn und die Menschen nur
(dazu) erschaffen, damit sie Mir dienen.” (Quran 51:56)
Er sagte ebenfalls:
“Und Wir haben ja bereits in jeder Gemeinschaft
einen Gesandten erweckt: ‘Dient Gott und meidet die falschen Götter...’” (Quran
16:36)
Seine Botschaft
Wie schon zuvor besprochen, bestätigt der
Quran deutlich, daß Jesus ein Prophet war und auch die Tatsache, daß er nicht
mehr als das war. Die Propheten waren in der Tat die Besten der Schöpfung. Es
waren jene, die Gott dafür auserwählte, Seine Offenbarung zu empfangen, aber
zur gleichen Zeit waren sie bloße Boten Gottes und besitzen keinen Anspruch
darauf, angebetet zu werden. Wie bereits im Quran erwähnt, ist Jesus in dieser
Beziehung nicht anders als irgendein anderer von ihnen.
Durch den gesamten Quran hindurch wird
Jesus grundsätzlich als Prophet Gottes bezeichnet, den Er den Juden gesandt
hat, die mit der Zeit von den Lehren Moses und anderer Gesandter abgewichen
waren.
“O Kinder Israels, gewiß, ich bin Gottes
Gesandter an euch, das bestätigend, was von der Thora vor mir (offenbart) war”
(Quran 61:6)
Jesus Christus, der Sohn Marias, war der
letzte aus der Linie der jüdischen Propheten. Er lebte nach der Thora, dem
Gesetz von Mose und lehrte seinen Anhängern, das gleiche zu tun. Entsprechend
der heutigen Bibel stellt Jesus in Matthäus 5:17-18 fest:
“Ihr sollt nicht wähnen, daß ich
gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen
aufzulösen, sondern zu erfüllen.”
In dieser Hinsicht unterschieden sich
Jesus und seine Botschaft nicht von den vorherigen Propheten, die Gott
auserwählt hat, die alle dazu aufriefen, Gott zu dienen und allein Gott, sowie
Seinen Befehlen gehorsam zu folgen. Seine wunderbare Empfängnis, Geburt und
Kindheit, seine zahlreichen Wunder, die er mit Gottes Hilfe vollbrachte – das
alles waren Beweise dafür, daß er Gottes Gesandter war. Trotz allem leugnete
die große Mehrheit der Juden sein Prophetentum.
Jesus bestätigte nicht nur die Schriften,
die vor ihm offenbart worden waren, sondern er sagte auch einen anderen
Propheten voraus, der nach ihm kommen sollte. Gott sagt:
“Und als Jesus, der Sohn Marias, sagte: “O
Kinder Israels, gewiß, ich bin Gottes Gesandter an euch, das bestätigend, was
von der Thora vor mir (offenbart) war, und einen Gesandten verkündend, der nach
mir kommen wird: sein Name ist Ahmad (der Gepriesene).” (Quran 61:6)
Diese Tatsache wird im heutigen Neuen
Testament ebenfalls erwähnt. Sorgfältige Nachforschungen belegen, daß Jesus,
Friede sei mit ihm, sich in Johannes 14:16-17 auf denselben Propheten bezieht:
“Und ich will den Vater bitten, und
er wird euch einen andern Tröster geben, daß er bei euch sei ewiglich: den
Geist der Wahrheit.”
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