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Moderne archäologische Entdeckungen lassen
vermuten, dass die höchste Priesterin die Tochter des Herrschers war.
Natürlich wird sie darauf gedrungen haben, an dem Mann, der ihren Tempel
entweiht hat, ein Exempel zu statuieren. Also fand sich Abraham, der noch ein
junger Mann war, bald vor Gericht wieder, allein stand er vor einem König,
höchstwahrscheinlich vor König Nimrod. Nicht einmal sein Vater war an seiner
Seite. Aber Gott war es, wie immer schon.
Auseinandersetzung mit einem König
Während jüdisch-christliche Traditionen
eindeutig versichern, dass Abraham von König Nimrod zum Tod durch das Feuer
verurteilt wurde, geht der Qur´an nicht genauer auf diese Einzelheit ein. Er
erwähnt allerdings die Auseinandersetzung, die zwischen einem König und Abraham
stattgefunden hat, und einige muslimische Gelehrte vermuten, dass es derselbe
Nimrod gewesen war, jedoch nach einem Versuch der Menge, Abraham zu töten. Nachdem Gott Abraham aus dem Feuer gerettet hatte, wurde sein Fall
dem König vorgetragen, der anmaßend mit Gott Selbst um sein Königreich
wetteiferte. Er stritt sich mit dem jungen Mann, wie Gott uns berichtet:
“Hast du nicht über jenen nachgedacht, der über
seinen Herrn mit Abraham ein Wortgefecht führte, weil Allah ihm die Herrschaft
gegeben hatte?” (Quran 2:258)
Abrahams Logik war unbestreitbar.
“‘Mein Herr ist Derjenige, Der lebendig macht
und sterben läßt", da sagte er (der König): "Ich bin es, der lebendig
macht und sterben läßt.’” (Quran 2:258)
Der König ließ zwei Menschen bringen, die
zum Tode verurteilt waren. Er ließ den einen frei und ließ den anderen
hinrichten. Diese Antwort des Königs war derart aus dem Zusammenhang gerissen
und unbedacht daher gesagt. Also sprach Abraham noch weiter, um ihn zum
Schweigen zu bringen:
“Da sagte Abraham: "Doch es ist Gott, Der
die Sonne im Osten aufgehen läßt; so laß du sie im Westen aufgehen." Da
war der Ungläubige verwirrt. Und Gott leitet nicht die ungerechten Leute. ”
(Quran 2:258)
Abrahams Auswanderung
Nach Jahren des unaufhörlichen Aufrufens
und der Ablehnung durch sein Volk befahl Gott Abraham, sich von seiner Familie
und seinem Volk zu trennen:
"Ihr habt bereits ein vortreffliches
Beispiel an Abraham und denen mit ihm, als sie zu ihrem Volk sagten: ´Wir haben
nichts mit euch noch mit dem zu schaffen, was ihr statt Gott anbetet. Wir
verwerfen euch. Und zwischen uns und euch ist offenbar für immer Feindschaft
und Haß entstanden, (solange) bis ihr an Gott glaubt und an Ihn Allein!” (Quran
60:4)
Wenigstens zwei Menschen von seiner
Familie akzeptierten seine Ermahnung – Lot, sein Neffe, und Sarah, seine Frau. Da
wanderte Abraham zusammen mit den anderen Gläubigen aus:
“Da glaubte Lot ihm; und (Abraham) sagte: ´Ich
werde zu meinem Herrn auswandern; Er ist der Allmächtige, der Allweise.´”
(Quran 29:26)
Sie wanderten zusammen zum gelobten Land
aus, dem Land Kanaan oder Groß Syrien, wo Abraham und Lot nach den
jüdisch-christlichen Überlieferungen ihre Gefolgschaft im Westen und Osten des
Landes, in das sie ausgewandert waren, aufteilten.
“Und Wir retteten ihn und Lot in das Land, das
Wir für die Welten gesegnet hatten.” (Quran 21:71)
Es war hier, in diesem gesegneten Land, wo
Gott sich entschloß, Abraham mit seiner Nachkommenschaft zu segnen:
“…Und Wir (Gott) schenkten ihm Isaak und dazu
Jakob (einen Enkel), und Wir machten jeden von ihnen rechtschaffen.” (Quran
21:72)
“Das ist Unser Beweis, den Wir Abraham seinem
Volk gegenüber gaben. Wir erheben im Rang, wen Wir wollen. Wahrlich, dein
Herr ist Allweise, Allwissend. Und Wir schenkten ihm Isaak und Jakob; jeden
leiteten Wir recht, wie Wir vordem Noah rechtgeleitet hatten und von seinen
Nachkommen David, Salomo, Hiob, Joseph, Moses und Aaron. So belohnen Wir
diejenigen, die Gutes tun. Und (Wir leiteten) Zacharias, Johannes, Jesus und
Elias; sie alle gehörten zu den Rechtschaffenen. Und (Wir leiteten) Ismael,
Eliesa, Jonas und Lot; und jeden (von ihnen) zeichneten Wir unter den Völkern
aus; ebenso manche von ihren Vätern und ihren Nachkommen und ihren Brüdern.
Wir erwählten sie und leiteten sie auf den geraden Weg. Das ist die
Rechtleitung Gottes; damit leitet Er von Seinen Dienern, wen Er will. Hätten
sie aber (etwas) anderes angebetet, wahrlich, all ihr Tun wäre für sie
fruchtlos geblieben. Diese sind es, denen Wir die Schrift gaben und die
Weisheit und das Prophetentum...” (Quran 6:83-87)
Propheten, auserwählt für die Führung
seines Volkes:
“Und Wir machten sie zu Vorbildern, die auf
unser Geheiß (die Menschen) rechtleiteten, und Wir gaben ihnen ein, Gutes zu
tun, das Gebet zu verrichten und die Zakah zu entrichten. Und sie
verehrten Uns allein. ” (Quran 21:73)
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