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Die Geschichte von Abraham (teil 1 von 7): Einleitung
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Beschreibung: Eine Einführung zur Person Abrahams und dem hohen Rang, den er im Judentum, Christentum und ebenfalls im Islam einnimmt.
von IslamReligion.com
Veröffentlicht am 15 Jun 2009 - Zuletzt verändert am 09 Nov 2009
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Kategorie: Artikel
> Glaubensinhalte im Islam
> Geschichten der Propheten
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Einer der Propheten, denen die größte
Aufmerksamkeit im Qur´an geschenkt wird, ist der Prophet Abraham. Der Qur´an
erzählt von ihm und seinem unerschütterlichen Glauben an Gott, der ihn zuerst
aufforderte, sein Volk und deren Götzen zu meiden, und später durch zahlreiche
Prüfungen, die Gott ihn in den Weg stellte, um seinen wahren Glauben zu
beweisen.
Der Islam sieht in Abraham einen strikten
Monotheisten, der sein Volk dazu aufrief, Gott allein anzubeten. Für diesen
Glauben ertrug er große Schwierigkeiten, sogar sich durch seine Auswanderung in
verschiedene Länder von seiner Familie und seinem Volk zu trennen. Er war
einer, der unterschiedliche Befehle Gottes, mit denen er auf die Probe gestellt
wurde, erfüllt hat und damit seine Wahrhaftigkeit bewies.
Aufgrund dieser Stärke des Glaubens, nennt
der Qur´an die eine und einzige wahre Religion den "Weg Abrahams",
obgleich auch Propheten vor ihm schon wie Noah zu demselben Glauben aufgerufen
hatten. Wegen seines unermüdlichen Gehorsams Gott gegenüber, gab Er ihm den
besonderen Titel "Khaliel" oder geliebter Diener, den zuvor noch nie
ein Prophet erhalten hatte. Weil Abraham so hervorragend war, erwählte Gott
Propheten von seinen Nachkommen, darunter Ismael, Isaak, Jakob (Israel) und
Moses, um die Völker zur Wahrheit zu führen.
Den hohen Rang besitzt Abraham im Judentum,
Christentum und im Islam gleichermaßen. Die Juden sehen ihn als das Vorbild
für sittliche Werte, denn er erfüllte alle die Gebote noch bevor sie offenbart
wurden, und er war der erste, der zu der Einsicht gelangte, dass es nur Einen
Wahren Gott gibt. Er wird als der Vater des auserwählten Volkes angesehen, als
den Vater der Propheten, mit denen Gott Seine Reihe von Offenbarungen begann. Im
Christentum wird er als der Vater aller Gläubigen betrachtet (Römer 4:11) und
sein Vertrauen in Gott und sein Opfer werden als Beispiel für spätere Heilige
genommen (Hebräer 11).
Da Abraham eine so hohe Wichtigkeit
zuerkannt wird, ist es wert, dass man sein Leben studiert und die Aspekte
untersucht, durch die er zu dem hohen Rang kam, den Gott ihm gewährt.
Obwohl der Qur´an und die Sunnah nicht
alle Einzelheiten von seinem gesamten Leben erwähnen, erwähnen sie doch
bestimmte Tatsachen, die der Erwähnung wert sind. Wie bei anderen Personen die
im Qur´an und in der Bibel Erwähnung finden, geben Qur´an und Sunnah
Einzelheiten von deren Leben wieder, um einige irreführende Ansichten früherer
offenbarter Religionen klarzustellen, oder solche Aspekte, die bestimmte Mottos
und Sitten wiederspiegeln, die es Wert sind, erwähnt und betont zu werden.
Sein Name
Im Qur´an ist der einzige Name für Abraham
"Ibrahiem" und "Ibrahaam", beide teilen die Grundwurzel:
b-r-h-m. Obwohl Abraham in der Bibel zuerst als Abram bekannt ist, und dann
wird gesagt, dass Gott ihn angewiesen hat, seinen Namen zu Abraham zu
verändern, bleibt der Qur´an zu diesem Thema still, weder bestätigt er es noch
widerruft er es. Moderne jüdisch-christliche Gelehrten zweifeln allerdings an
der Geschichte von der Änderung des Namens und nennen sie "ein beliebtes
Weltspiel". Assyriologen geben zu Bedenken, dass der hebräische Buchstabe
´haa´ (h) im Minneanischen Dialekt anstelle eines langen ´aa´ geschrieben
wurde, und dass der Unterschied zwischen Abraham und Abram nur dialektischer
Natur ist. Dasselbe kann für die Namen Sarai und Sara gesagt werden, denn ihre
Bedeutung ist ebenfalls identisch.
Seine Heimat
Es wird geschätzt, dass Abraham 2.116
Jahre vor Jesus in oder in der Umgebung der mesopotanischen
Stadt Ur geboren wurde, 200 Meilen südöstlich des heutigen Baghdad. Sein Vater war ‘Aazar’, ‘Tharah’ oder ‘Terakh’ in der Bibel, ein
Götzenanbeter, der von den Nachkommen Sems, Noahs Sohnes, abstammte. Einige
Gelehrten der Exegese vermuten, dass er nach einem der Götzen, die er anbetete,
´Azar´ genannt worden war. Er war höchst wahrscheinlich Akkadier, von einem semitischen Volk von
der Arabischen Halbinsel, das seit etwa dem dritten Jahrtausend vor Chr. in
Mesopotanien siedelte. Es scheint, als wäre Azar mit einigen seiner Verwandten
in der frühen Kindheit Abrahams vor der Konfrontation mit seinem Volk in die
Stadt Haran ausgewandert, obgleich einige jüdisch-christliche Traditionen sagen, es sei später in seinem Leben gewesen, nachdem er in "seiner
Heimat Ur" abgewiesen worden war. In der Bibel wird erzählt, Haran,
einer von Abrahams Brüdern, sei in "seinem Vaterland zu Ur" (1 Mose
11:28) gestorben, aber er war viel älter als Abraham, denn sein Bruder Nahor
nahm Harans Tochter Milka zur Frau (1 Mose 11:29). Die Bibel erwähnt ebenfalls
nicht Abrahams Auswanderung nach Haran, die erste Aufforderung auszuwandern ist
die von Haran weg, als wenn er dort zuvor angesiedelt gewesen wäre (1 Mose
12:1-5). Wenn wir die erste Aufforderung nehmen für die Auswanderung von Ur
nach Kanaan, dann scheint es keinen Grund gegeben zu haben, dass Abraham mit
seiner Familie in Haran verweilt haben sollte, seinen Vater dort ließ und
danach nach Kanaan zu ziehen, von der geographischen Unmöglichkeit einmal
abgesehen. [Siehe Karte.]
Der Qur´an erwähnt die Auswanderung
Abrahams, aber er tut dies, nachdem Abraham sich von seinem Vater und seinen
Stammesgenossen wegen ihres Unglaubens abgewandt hatte. Wenn er zu jener Zeit
in Ur gewesen wäre, erscheint es ziemlich unwahrscheinlich, dass sein Vater mit
ihm nach Haran gegangen wäre, nachdem er ungläubig war und ihn zusammen mit den
anderen Götzendienern der Stadt solchen Qualen ausgesetzt hatte. Was den Grund
dafür betrifft, warum sie auswanderten, so legen archäologische Beweise nahe,
dass Ur eine große Stadt war, die während Abrahams Lebenszeit aufstieg und fiel, daher könnten sie gezwungen gewesen
sein, sie wegen äußeren Schwierigkeiten zu verlassen. Sie könnten Haran
gewählt haben, weil dieselbe Religion hatten wie Ur.
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Die Religion von Mesopotamien
Archäologische Entdeckungen aus Abrahams
Zeit zeichnen ein lebeniges Bild von dem religiösen Leben in Mesopotamien. Seine
Einwohner waren Polytheisten, die an eine Göttergemeinschaft glaubten, in der
jeder Gott einen Einflußbereich besaß. Der große Tempel, der dem akkadischen Mondgott Sin gewidmet war, war das Hauptzentrum von Ur. In Haran war
ebenfalls der Mond die zentrale Gottheit. Dieser Tempel, so glaubten sie, wäre
das physikalische Heim Gottes. Der Hauptgott dieses Tempels war ein hölzerne
Götze mit zusätzlichen Götzen oder ´Göttern´, die ihm dienten.
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Der große Ziggurat von Ur, der Tempel des
Mondgottes Nanna, auch als Sin bekannt. Aufgenommen 2004, das Foto ist im
Besitz von Lasse Jensen.
Kenntnis von Gott
Obwohl die jüdisch-christlichen Gelehrten
unterschiedlicher Meinung sind, wann Abraham Gott Kenntnis von Gott erhalten
hat: im Alter von drei, zehn oder achtundvierzig; der Qur´an schweigt über das genaue Alter, in dem Abraham seine erste
Offenbarung erhielt. Es scheint aber so, als wäre er noch jung gewesen, denn
der Qur´an nennt ihn einen jungen Mann, als sein Volk versuchte, ihn
hinzurichten, weil er ihre Götzen abgelehnt hat, und Abraham selbst sagte, er
verfüge über Wissen, das seinem Vater nicht bekannt wäre, als er ihn dazu
aufforderte, Gott allein anzubeten, noch bevor seine Mission zu seinem Volk
begann (19:43). Der Qur´an sagt deutlich, dass er einer von den Propheten war,
denen eine Schrift offenbart worden war.
“Dies stand wahrlich in den ersten Schriften,
den Schriften Abrahams und Moses´.” (Quran 87:18-19)
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Die Geschichte von Abraham (teil 2 von 7): Ein Aufruf für Sein Volk
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Beschreibung: Abraham lädt seinen Vater (Tharah oder Terakh in der Bibel) und sein Volk zu der Wahrheit ein, die ihm von seinem Herrn offenbart wurde.
von IslamReligion.com
Veröffentlicht am 22 Jun 2009 - Zuletzt verändert am 22 Jun 2009
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> Glaubensinhalte im Islam
> Geschichten der Propheten
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Abraham und sein Vater
Wie alle anderen seines Volkes war Abrahams
Vater Aazar (Tharah oder Terakh in der Bibel) ein Götzenanbeter. Biblische
Überlieferungen sagen von ihm, dass er tatsächlich ein Bildhauer dieser Götzen
gewesen sei, daher richtete sich Abrahams erster Aufruf an ihn. Er sprach ihn mit
logischen und vernünftigen Worten an, auf eine Art und Weise, die sowohl von
einem jungen Mann, wie er selbst es war, als auch von einem Weisen verstanden
werden konnte:
“Und erwähne in diesem Buch (dem Qur´an)
Abraham. Er war ein Wahrhaftiger, ein Prophet, als er zu seinem Vater sagte:
"O mein Vater, warum verehrst du das, was nicht hört und sieht und dir
nichts nützen kann? O mein Vater, zu mir ist Wissen gekommen, das nicht zu dir
kam; so folge mir, ich will dich auf den ebenen Weg leiten.” (Quran 19:41-43)
Die Antwort seines Vaters war aber eine
Zurückweisung, die deutliche Zurückweisung einer jeden Person, die von einer
deutlich jüngeren herausgefordert wurde, eine Herausforderung gegen Jahre der
Tradition und der Norm.
“Er (der Vater) sagte: "Wendest du dich von
meinen Göttern ab, o Abraham? Wenn du (damit) nicht aufhörst, so werde ich
dich wahrlich steinigen. Verlass mich für lange Zeit.” (Quran 19:46)
Abraham und sein Volk
Nach beständigen Versuchen, seinen Vater
dazu aufzurufen, den Dienst für die falschen Götzen aufzugeben, wandte sich
Abraham seinem Volk zu, um zu versuchen, die anderen zu warnen, indem er auch
sie mit derselben einfachen Logik ansprach:
“Und verlies ihnen die Geschichte Abrahams, als
er zu seinem Volke sagte: "Was betet ihr an?" Sie sagten: "Wir
beten Götzen an, und wir sind ihnen anhaltend zugetan." Er sagte:
"Hören sie euch, wenn ihr (sie) anruft? Oder nützen sie oder schaden sie
euch?" Sie sagten: "Nein, aber wir fanden unsere Väter das gleiche tun."
Er sagte: "Seht ihr denn nicht, was ihr da angebetet habt, ihr eure
Vorväter? Sie sind mir feindlich (gesonnen); nicht aber der Herr der Welten,
Der mich erschaffen hat; und Er ist es, Der mich richtig führt und Der mir
Speise und Trank gibt. Und wenn ich krank bin, ist Er es, Der mich heilt, und
(Er ist es,) Der mich sterben lassen wird und mich dann wieder zum Leben
zurückbringt.” (Quran 26:69-81)
Im folgenden führte er weitere Beispiele
dafür an, um sie davon zu überzeugen, dass die einzige Gottheit, der Anbetung
gebührt, Gott ist, der Allmächtige. Die jüdisch-christliche Tradition erzählt
eine ähnliche Geschichte, rückt aber Abraham selbst in die Position, dass er
sich darüber klar wurde, dass Gott keines dieser Wesen sein konnte und nicht als Beispiele für sein Volk. Nach dem Qur´an hat keiner der
Propheten jemals andere als Gott angebetet, auch als sie über den richtigen Weg
noch nicht informiert gewesen waren, bevor sie als Propheten entsandt waren. Der
Qur´an sagt über Abraham:
“Und als ihn nun die Nacht überschattete, da
erblickte er einen Stern. Er sagte: "Das ist mein Herr." Doch da er
unterging, sagte er: "Ich liebe nicht die Untergehenden.” (Quran 6:76)
Abraham erzählte ihnen das Beispiel von den Sternen,
einer Schöpfung, die für die Menschen jener Zeit wirklich
unverständlich war und in der etwas größeres als die Menschheit gesehen wurde,
und häufig wurden ihnen verschiedene Kräfte zugesprochen. Aber in dem
Untergang der Sterne sah Abraham ihre Unfähigkeit, zu erscheinen, wie sie es
wünschen und nicht nur des Nachts.
Dann gab er ihnen noch ein Beispiel von
etwas noch Großartigerem, einem noch schöneren, größeren Himmelskörper, der
auch am Tage erscheinen konnte!
“Als er er den Mond sah, wie er sein Licht
ausbreitete, da sagte er: "Das ist mein Herr." Doch da er unterging,
sagte er: "Wenn mein Herr mich nicht rechtleitet, werde ich gewiss unter
den Verirrten sein.” (Quran 6:77)
Und dann als letzte Steigerung in seinen
Beispielen, nannte er ihnen als Beispiel etwas noch Mächtigeres, Größeres, eine
der kraftvollsten Schöpfungen, ohne die das Leben selbst unmöglich wäre:
“Als er die Sonne sah, wie sie ihr Licht
ausbreitete, da sagte er: "Das ist mein Herr, das ist noch größer."
Da sie aber unterging sagte er: "O mein Volk, ich habe nichts mit dem zu
tun, was ihr (Gott) zur Seite stellt. Seht, ich habe mein Angesicht in
Aufrichtigkeit zu Dem gewandt, Der die Himmel und die Erde schuf, und ich
gehöre nicht zu den Götzendienern.” (Quran 6:78-79)
Abraham bewies ihnen, dass der Herr der
Welten nicht in den Schöpfungen zu finden ist, die ihre Götzen repräsentierten,
sondern Er ist Der, Der sie alle und alles, was sie sehen und wahrnehmen
können, geschaffen hat; dass der Herr nicht notwendigerweise zu sehen sein muss,
damit man Ihn anbeten kann. Er ist ein Allmächtiger Herr, nicht an
irgendwelche Einschränkungen gebunden, die in der Welt, in der wir sind, zu
finden sind. Seine Botschaft war einfach:
“Dient Gott und fürchtet Ihn. Das ist besser
für euch, wenn ihr es wüßtet. Ihr dient nur Götzen statt Gott, und ihr ersinnt
eine Lüge. Jene, denen ihr statt Gott dient, vermögen euch nicht zu versorgen.
Sucht darum bei Gott die Versorgung und dient Ihm und seid Ihm dankbar. Zu
Ihm werdet ihr zurückgebracht werden.” (Quran 29:16-19)
Er stellte ihr Festhalten an den
Traditionen ihrer Vorväter offen in Frage:
“Er sagte: "Wahrlich, ihr und eure Vorväter
seid dem Irrtum verfallen.”
Abrahams Weg war erfüllt von Schmerzen,
Härte, Versuchungen, Widerstand und Kummer. Sein Vater und sein Volk wiesen
seine Botschaft zurück. Sein Ruf stieß auf taube Ohren, sie kamen nicht zur
Vernunft. Anstatt dessen wurde er herausgefordert und sie machten sich über
ihn lustig:
“Sie sagten: "Bring uns die Wahrheit oder
machst du Scherze?”
In diesem Lebensabschnitt widersetzte sich
Abraham, ein junger Mann mit guten Zukunftsaussichten, seiner eigenen Familie
und seinem eigenen Volk, um die Botschaft des wahren Monotheismus zu
verbreiten: den Glauben an den Einen Wahren Gott und die Ablehnung aller
anderen falschen Gottheiten, seien es Sterne oder andere himmlische oder
irdische Schöpfungen oder Bildnisse von Gottheiten in Form von Götzen. Er
wurde für seinen Glauben zurückgewiesen, ausgestoßen und bestraft, aber er
blieb standhaft gegenüber allem Bösen, bereit, noch mehr davon in Kauf zu
nehmen.
“Und als Abraham von seinem Herrn durch Worte
geprüft wurde und er diese vollbrachte… ” (Quran 2:124)
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Die Geschichte von Abraham (teil 3 von 7): Die Zerstörung der Götzen
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Beschreibung: Abraham zerstört die Götzen seines Volkes, um ihnen die Wirkungslosigkeit ihrer Anbetung zu beweisen.
von IslamReligion.com
Veröffentlicht am 29 Jun 2009 - Zuletzt verändert am 29 Jun 2009
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`Dann war es an der Zeit, dem Predigen
Taten folgen zu lassen. Abraham plante einen tapferen und entscheidenden
Schlag gegen den Götzendienst. Der Bericht des Qur´an unterscheidet sich nur
wenig von den jüdisch-christlichen Überlieferungen, die sagen, Abraham
zerstörte die persönlichen Götzen seines Vaters.
Der Qur´an berichtet uns, dass er die Götzen seines Volkes
zerstört hat, die an einem religösen Altar aufbewahrt worden waren. Abraham
hatte sich einen Plan ausgedacht, in dem die Götzen beteiligt waren:
“Und, bei Gott, ich will gewiß gegen eure Götzen
verfahren, nachdem ihr kehrt gemacht habt und weggegangen seid.” (Quran
21:57)
Es war Zeit für eine religiöse
Festlichkeit, vielleicht der Sünde geweiht, wozu sie die Stadt verließen. Abraham
war dazu eingeladen, an des Festlichkeiten teilzunehmen, aber er entschuldigte
sich:
“Dann warf er einen Blick zu den Sternen und
sagte: "Mir ist übel.” (Quran 37:89)
Als dann seine Angehörigen ohne ihn
loszogen, war für ihn die Gelegenheit gekommen. Als der Tempel verlassen war,
begab sich Abraham dorthin und näherte sich den gold-überzogenen hölzernen
Götzen, vor die die Priester sorgfältig ihre Mahlzeiten hingestellt hatten. Abraham
machte sich in seinem Unglauben über sie lustig:
“Nun wandte er sich heimlich an ihre Götter und
sagte: "Wollt ihr nicht essen? Was ist mit euch, dass ihr nicht redet?"
Was kann den Menschen nach alledem dazu
verleitet haben, Götzen anzubeten, die er selbst gefertigt hatte?
“Dann begann er, sie plötzlich mit der Rechten
zu schlagen."
Der Qur´an erzählt uns:
“Alsdann schlug er sie in Stücke – mit Ausnahme
des größten von ihnen – damit sie ich an ihn wenden könnten.” (Quran 21:58)
Als die Priester des Tempels
zurückkehrten, waren sie schockiert, als sie ihre die Zerstörung ihrer
Heiligtümer im Tempel sahen. Sie fragten sich, wer ihren Götzen dies angetan
haben könnte, da erinnerte sich einer an Abraham und sagte, dass er schlecht
von ihnen gesprochen habe. Als sie ihn zu sich riefen, zeigte ihnen Abraham
ihre eigene Dummheit:
“Er sagte: "Verehrt ihr das, was ihr
gemeißelt habt, obwohl Gott euch und das, was ihr gemacht habt, erschaffen hat?”
(Quran 37:95)
Ihre Wut steigerte sich immer mehr; sie
waren ganz und gar nicht in der Laune, ihn predigen zu hören, sondern fragten
ihn ganz direkt:
“Bist du es gewesen, der unseren Göttern dies
angetan hat, o Abraham?”(Quran 21:62)
Aber Abraham hatte den größten Götzen
nicht ohne Grund unberührt gelassen:
“Er sagte: "Nein, dieser da, der größte von
ihnen, hat es getan. Fragt sie doch, wenn sie reden können!’”
Als Abraham sie so herausforderte,
gerieten sie in Verwirrung. Sie beschuldigten sich gegenseitig, die Götzen
nicht beschützt zu haben und, ohne ihm in die Augen zu sehen, sagten sie:
“Du weißt recht wohl, dass diese nicht reden
können!”
Da hatte Abraham sie, wo er sie befragen
konnte:
“Er sagte: "Verehrt ihr denn statt Gott
das, was euch weder den geringsten Nutzen bringen, noch euch schaden kann?
Pfui über euch und über das, was ihr statt Gott anbetet. Wollt ihr denn nicht
begreifen?’” (Quran 21:66-67)
Die Ankläger wurden zu den Angeklagten.
Sie wurden der logischen Begriffstutzigkeit angeklagt und blieben Abraham die
Antwort schuldig. Weil Abrahams Beweisführung nicht zu beantworten war, war
ihre Antwort wütend und ungehalten, und sie verurteilten Abraham dazu, bei
lebendigem Leib verbrannt zu werden.
“Sie sagten: Baut einen Bau für ihn und werft
ihn in die rote, heiße Glut des Feuer.” (Quran 37:97)
Die Stadtbewohner halfen alle dabei, Holz
für das Feuer zu sammeln, bis das größte Feuer brannte, das sie je gesehen
hatten. Der junge Abraham gab sich völlig seinem Glauben hin, den der Herr der
Welten für ihn ausgewählt hatte. Er verlor nicht sein Gottvertrauen, diese
Prüfung machte ihn nur noch stärker. Abraham schreckte angesichts des
Feuertodes nicht zurück, obwohl er noch so jung war, seine letzten Worte, bevor
er verbrannt werden sollte, waren:
“Gott genügt mir und Er ist der
Beste, der die Dinge erledigt.” (Saheeh Al-Bukhari)
Hier haben wir wieder ein Beispiel dafür,
wie Abraham angesichts der harten Prüfung seine Wahrhaftigkeit unter Beweis
stellte. Sein Glaube an den Wahren Gott wurde hier geprüft und er bewies, dass
er sogar darauf vorbereitet war, seine Existenz für die Botschaft Gottes zu
opfern. Seinen Glauben hat er durch seine Taten bewiesen.
Gott hat aber dieses Schicksal für Abraham
nicht gewollt, denn er hatte noch eine größere Botschaft zu verkünden. Er
sollte der Stammvater einiger der größten Propheten werden, die der Menschheit
bekannt sind. Gott bewahrte Abraham als Zeichen für ihn und auch als Zeichen
für sein Volk.
“Wir (Gott) sprach: "O Feuer, sei kühl und
ein Frieden für Abraham." Und sie strebten, ihm Böses zu tun, allein Wir
machten sie zu den größten Verlierern.” (Quran 21:69-70)
So entkam Abraham unbeschadet dem Feuer.
Sie versuchten, für ihre Götter Rache zu üben, aber letzten Endes wurden sie
und ihre Götzen gedemütigt.
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Die Geschichte von Abraham (teil 4 von 7): Seine Auswanderung nach Kanaan
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Beschreibung: Abrahams Auseinandersetzung mit einem König und der Befehl Gottes, nach Kanaan auszuwandern.
von IslamReligion.com
Veröffentlicht am 06 Jul 2009 - Zuletzt verändert am 06 Jul 2009
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Moderne archäologische Entdeckungen lassen
vermuten, dass die höchste Priesterin die Tochter des Herrschers war.
Natürlich wird sie darauf gedrungen haben, an dem Mann, der ihren Tempel
entweiht hat, ein Exempel zu statuieren. Also fand sich Abraham, der noch ein
junger Mann war, bald vor Gericht wieder, allein stand er vor einem König,
höchstwahrscheinlich vor König Nimrod. Nicht einmal sein Vater war an seiner
Seite. Aber Gott war es, wie immer schon.
Auseinandersetzung mit einem König
Während jüdisch-christliche Traditionen
eindeutig versichern, dass Abraham von König Nimrod zum Tod durch das Feuer
verurteilt wurde, geht der Qur´an nicht genauer auf diese Einzelheit ein. Er
erwähnt allerdings die Auseinandersetzung, die zwischen einem König und Abraham
stattgefunden hat, und einige muslimische Gelehrte vermuten, dass es derselbe
Nimrod gewesen war, jedoch nach einem Versuch der Menge, Abraham zu töten. Nachdem Gott Abraham aus dem Feuer gerettet hatte, wurde sein Fall
dem König vorgetragen, der anmaßend mit Gott Selbst um sein Königreich
wetteiferte. Er stritt sich mit dem jungen Mann, wie Gott uns berichtet:
“Hast du nicht über jenen nachgedacht, der über
seinen Herrn mit Abraham ein Wortgefecht führte, weil Allah ihm die Herrschaft
gegeben hatte?” (Quran 2:258)
Abrahams Logik war unbestreitbar.
“‘Mein Herr ist Derjenige, Der lebendig macht
und sterben läßt", da sagte er (der König): "Ich bin es, der lebendig
macht und sterben läßt.’” (Quran 2:258)
Der König ließ zwei Menschen bringen, die
zum Tode verurteilt waren. Er ließ den einen frei und ließ den anderen
hinrichten. Diese Antwort des Königs war derart aus dem Zusammenhang gerissen
und unbedacht daher gesagt. Also sprach Abraham noch weiter, um ihn zum
Schweigen zu bringen:
“Da sagte Abraham: "Doch es ist Gott, Der
die Sonne im Osten aufgehen läßt; so laß du sie im Westen aufgehen." Da
war der Ungläubige verwirrt. Und Gott leitet nicht die ungerechten Leute. ”
(Quran 2:258)
Abrahams Auswanderung
Nach Jahren des unaufhörlichen Aufrufens
und der Ablehnung durch sein Volk befahl Gott Abraham, sich von seiner Familie
und seinem Volk zu trennen:
"Ihr habt bereits ein vortreffliches
Beispiel an Abraham und denen mit ihm, als sie zu ihrem Volk sagten: ´Wir haben
nichts mit euch noch mit dem zu schaffen, was ihr statt Gott anbetet. Wir
verwerfen euch. Und zwischen uns und euch ist offenbar für immer Feindschaft
und Haß entstanden, (solange) bis ihr an Gott glaubt und an Ihn Allein!” (Quran
60:4)
Wenigstens zwei Menschen von seiner
Familie akzeptierten seine Ermahnung – Lot, sein Neffe, und Sarah, seine Frau. Da
wanderte Abraham zusammen mit den anderen Gläubigen aus:
“Da glaubte Lot ihm; und (Abraham) sagte: ´Ich
werde zu meinem Herrn auswandern; Er ist der Allmächtige, der Allweise.´”
(Quran 29:26)
Sie wanderten zusammen zum gelobten Land
aus, dem Land Kanaan oder Groß Syrien, wo Abraham und Lot nach den
jüdisch-christlichen Überlieferungen ihre Gefolgschaft im Westen und Osten des
Landes, in das sie ausgewandert waren, aufteilten.
“Und Wir retteten ihn und Lot in das Land, das
Wir für die Welten gesegnet hatten.” (Quran 21:71)
Es war hier, in diesem gesegneten Land, wo
Gott sich entschloß, Abraham mit seiner Nachkommenschaft zu segnen:
“…Und Wir (Gott) schenkten ihm Isaak und dazu
Jakob (einen Enkel), und Wir machten jeden von ihnen rechtschaffen.” (Quran
21:72)
“Das ist Unser Beweis, den Wir Abraham seinem
Volk gegenüber gaben. Wir erheben im Rang, wen Wir wollen. Wahrlich, dein
Herr ist Allweise, Allwissend. Und Wir schenkten ihm Isaak und Jakob; jeden
leiteten Wir recht, wie Wir vordem Noah rechtgeleitet hatten und von seinen
Nachkommen David, Salomo, Hiob, Joseph, Moses und Aaron. So belohnen Wir
diejenigen, die Gutes tun. Und (Wir leiteten) Zacharias, Johannes, Jesus und
Elias; sie alle gehörten zu den Rechtschaffenen. Und (Wir leiteten) Ismael,
Eliesa, Jonas und Lot; und jeden (von ihnen) zeichneten Wir unter den Völkern
aus; ebenso manche von ihren Vätern und ihren Nachkommen und ihren Brüdern.
Wir erwählten sie und leiteten sie auf den geraden Weg. Das ist die
Rechtleitung Gottes; damit leitet Er von Seinen Dienern, wen Er will. Hätten
sie aber (etwas) anderes angebetet, wahrlich, all ihr Tun wäre für sie
fruchtlos geblieben. Diese sind es, denen Wir die Schrift gaben und die
Weisheit und das Prophetentum...” (Quran 6:83-87)
Propheten, auserwählt für die Führung
seines Volkes:
“Und Wir machten sie zu Vorbildern, die auf
unser Geheiß (die Menschen) rechtleiteten, und Wir gaben ihnen ein, Gutes zu
tun, das Gebet zu verrichten und die Zakah zu entrichten. Und sie
verehrten Uns allein. ” (Quran 21:73)
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Die Geschichte von Abraham (teil 5 von 7): Das Geschenk Hagar und ihre Lage
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Beschreibung: Einige Erzählungen von Abrahams Reise nach Ägypten, die Geburt Ismaels und Hagars Wagnis in Paran.
von IslamReligion.com
Veröffentlicht am 13 Jul 2009 - Zuletzt verändert am 13 Jul 2009
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Abraham in Kanaan & Ägypten
Abraham blieb mehrere Jahre in Kanaan, zog
predigend von einer Stadt zur nächsten und lud die Menschen zu Gott ein, bis
eine Hungersnot ihn und Sarah zwang, nach Ägypten auszuwandern. In Ägypten war
ein tyrannischer Pharao, der die leidenschaftliche Begierde besaß, Besitz von
verheirateten Frauen zu ergreifen.
Die islamische Erzählung unterscheidet sich auffallend von den
jüdisch-christlichen Traditionen, die sagen, dass Abraham, um sich vor dem
Pharao zu schützen, behauptet habe, Sarah
sei seine Schwester. Der Pharao nahm Sarah in seinen Harem und
belohnte Abraham dafür. Als aber sein Haus vom schweren Seuchen heimgesucht
wurde, erkannte er, dass sie Abrahams Ehefrau war und bestrafte ihn, weil er es
nicht gesagt hatte und verbannte ihn aus Ägypten.
Abraham hatte gewußt, dass Sarah seine
Aufmerksamkeit erregen würde, daher hatte er sie angewiesen, wenn sie vom
Pharao danach gefragt würde, zu sagen, dass sie Abrahams Schwester sei. Als
sie sein Königreich betreten hatten, hatte ihn der Pharao wie erwartet, nach
seiner Beziehung zu Sarah befragt, und Abraham hatte geantwortet, sie sei seine
Schwester. Obwohl die Antwort seine Leidenschaft minderte, nahm er sie dennoch
als Gefangene. Aber der Schutz des Allmächtigen bewahrte sie vor seinem bösen
Plan. Als Pharao Sarah kommen ließ, um seinen wirren Leidenschaften
nachzukommen, wandte sich Sarah im Gebet zu Gott. In dem Moment, wo Pharao
sich nach Sarah streckte, versteifte sich sein Oberkörper. Er jammerte in
seiner Verzweiflung und versprach Sarah, sie gehen zu lassen, wenn sie für
seine Heilung beten würde! Sie betete für ihn. Aber erst nach einem dritten
Versuch nahm er schließlich Abstand von ihr. Als er ihre Besonderheit
bemerkte, ließ er sie gehen und gab sie ihrem vermeintlichen Bruder zurück.
Sarah kam mit Geschenken des Pharao zurück,
während Abraham ins Gebet vertieft war, darunter auch mit Hagar, der Tochter
des Pharao, nach jüdisch-christlicher Tradition als Dienerin. Sie hatte Pharao und den heidnischen Ägyptern eine kraftvolle
Botschaft übermittelt.
Nachdem sie nach Palästina zurückgekehrt
waren, blieben Sarah und Abraham trotz des göttlichen Versprechens, dass ihnen
ein Kind gewährt würde, noch immer kinderlos. Da es in jenen Zeiten häufiger
vorkam, dass unfruchtbare Frauen ihren Ehemännern ihre Dienerin gaben, damit
sie Nachkommen bekämen, schlug Sarah Abraham vor, Hagar als Nebenfrau zu nehmen. Einige
christliche Gelehrten sagen auch, dass er sie tatsächlich zur Ehefrau nahm. Wie auch immer, in jüdischer und babylonischer Tradition wurde
jeglicher Nachwuchs einer Konkubine ihrer früheren Herrin zugesprochen und
genauso behandelt, wie ein Kind, das sie selbst geboren hatte, auch in Erbangelegenheiten. In Palästina gebar Hagar ihm einen Sohn,
Ismael.
Abraham in Mekka
Als Ismael noch immer gestillt wurde,
wollte Gott den Glauben Seines geliebten Dieners Abraham erneut prüfen und
befahl ihm, Hagar und Ismael in das unfruchtbare Tal von Bakka 700 Meilen
südöstlich von Hebron zu bringen. Später wurde es Mekka genannt. Es war wirklich
eine große Prüfung, denn er und seine Familie hatten so lange auf Nachwuchs
gewartet, und als ihre Augen von Freude über einen Erben erfüllt waren, wurde
befohlen, ihn in ein fernes Land zu bringen, in eines, das für seine
Unfruchtbarkeit und Härte bekannt war.
Während der Qur´an bestätigt, dass dies
nur eine weitere Prüfung für Abraham war, als Ismael immer noch ein Baby war,
versichern die jüdisch-christlichen Traditionen, dass es eine Folge der
Eifersucht Sarahs gewesen sei, die Abraham aufgefordert habe, Hagar und ihren
Sohn zu verbannen, als sie sah, wie Ismael sich über Isaak
"lustig" machte, als er entwöhnt war. Da das übliche Alter für die Entwöhnung
zumindest in der jüischen Tradition 3 Jahre
war, heißt das, Ismael war ungefähr 17 Jahre alt, als es zu diesem Ereignis kam. Es scheint, von der Logik her
unmöglich zu sein, dass Hagar in der Lage gewesen sein soll, einen jungen Mann auf
ihren Schultern zu tragen, über Hunderte von Meilen, bis sie Paran erreicht
hatten und ihn dann erst, wie die Bibel sagt, unter einen Busch zu legen. In diesen Versen wird von Ismael mit einem anderen Wort gesprochen
als bei seiner Verbannung. Dieses Wort zeigt, dass er ein Junge war,
möglicherweise ein Baby, eher als ein Jugendlicher.
Da ließ Abraham sie zurück, nachdem er
sich kurz mit ihnen dort aufgehalten hatte, ließ ihnen einen Behälter mit
Wasser dort und einen Ledersack voller Datteln. Als Abraham begann,
fortzugehen und sie zurückzulassen, bekam Hagar Angst vor dem, was passierte. Abraham
blickte nicht zurück. Hagar folgte ihm. ‘O Abraham, wohin gehst du,
läßt du uns in diesem Tal zurück, wo es keinen Menschen gibt, der uns
Gesellschaft leistet, noch sonst irgend etwas?’
Abraham beschleunigte seine Schritte. Schließlich
fragte Hagar: ‘Hat Gott die befohlen, dies zu tun?’
Plötzlich stoppte Abraham, drehte sich um
und sagte: ‘Ja!’
Ein wenig Trost in seiner Antwort fühlend,
fragte Hagar: ‘O Abraham, wem überläßt du uns?’
‘Ich überlasse euch der Obhut Gottes,’ antwortete Abraham.
Hagar ergab sich ihrem Herrn. ‘Ich bin
zufrieden mit Gott!’
Während sie zu dem kleinen Ismael
zurückkehrte, zog Abraham weiter, bis er einen engen Paß im Berg erreichte, wo
sie ihn nicht sehen konnten. Er hielt an und bat Gott im Gebet:
“Unser Herr! Ich habe einen Teil meiner Nachkommenschaft
in einem unfruchtbaren Tal nahe bei Deinem heiligen Haus angesiedelt, o unser
Herr, auf dass sie das Gebet verrichten mögen. So mache ihnen die Herzen der
Menschen zugeneigt und versorge sie mit Früchten, damit sie dankbar sein mögen.”
(Quran 14:37)
Bald waren das Wasser und die Datteln
verbraucht und Hagars Verzweiflung wuchs. Unfähig, ihren eigenen Durst und ihr
kleines Baby zu stillen, fing Hagar an, nach Wasser zu suchen. Sie ließ Ismael
unter einem Baum, kletterte auf die Anhöhe eines nahegelegenen Hügels. ‘Vielleicht
kommt eine Karavane vorbei,’ dachte sie bei sich. Sie lief zwischen den beiden
Hügeln Safa und Marwa siebenmal hin und her und hielt nach Zeichen für Wasser
oder Hilfe Ausschau, versinnbildlicht von allen Muslimen bei der Pilgerreise. Erschöpft
und müde hörte sie eine Stimme, aber sie konnte die Quelle nicht ausmachen.
Dann, als sie in das Tal hinabblickte, sah sie einen Engel, den die islamischen
Quellen als Gabriel identifizieren, der neben Ismael stand. Der Engel schlug mit seiner Ferse in den
Boden, und es sprudelte Wasser hervor. Das war ein Wunder! Hagar versuchte,
ein Becken zu machen, damit das Wasser nicht davonlief und füllte ihren Behälter.
‘Hab´ keine Angst, dass du abgewiesen wirst,’ sagte der
Engel, ‘denn dies ist das Haus Gottes, das von diesem Jungen und seinem Vater
erbaut werden wird, und Gott weist sein Volk nie zurück.’
Diese Quelle, Zamzam genannt, fließt heute noch in Mekka, auf
der arabischen Halbinsel.
Nicht lange später zog der Stamm Jurham
aus Südarabien nördlich, stoppte im Tal von Mekka, nachdem sie das
ungewöhnliche Zeichen von einem Vogel, der in diese Richtung flog, gesehen
hatten, was nur bedeuten konnte, dass es dort Wasser gab. Sie siedelten in
Mekka und Ismael wuchs unter ihnen auf.
Eine ähnliche Erzählung hierüber finden
wir in der Bibel in 1 Mose 21. In dieser Erzählung war der Grund, sich von dem
Baby wegzubewegen, eher um ihn nicht sterben zu sehen, als um Hilfe zu suchen.
Dann, nachdem das Baby begonnen hatte, vor Durst zu jammern, bat sie Gott, denn
sie wollte ihn nicht sterben sehen. Es wird gesagt, das Erscheinen der Quelle
wäre die Antwort auf das Weinen von Ismael gewesen, nicht auf Hagars Gebet, und
es wird hier auch kein Versuch Hagars beschrieben, um Hilfe zu finden. Die
Bibel erwähnt ebenfalls, dass die Quelle in der Enöde von Paran gewesen sei, wo
sie später weilten. Jüdisch-christliche Gelehrte meinen, Paran sei irgendwo
nördlich der Sinai Halbinsel, wegen der Erwähnung des Berges Sinai in 5 Mose
33:2. Moderne biblische Archäologen sagen allerdings, Berg Sinai liegt
tatsächlich im heutigen Saudi Arabien, dem entsprechend muss sich Paran auch
dort befinden.
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Die Geschichte von Abraham (teil 6 von 7): Das größte Opfer
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Beschreibung: Die Prüfung seines Lebens: Abraham sieht in einem Traum, dass er seinen "einzigen Sohn" opfern muss; aber ist es Isaak oder Ismael?
von IslamReligion.com
Veröffentlicht am 20 Jul 2009 - Zuletzt verändert am 20 Jul 2009
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Kategorie: Artikel
> Glaubensinhalte im Islam
> Geschichten der Propheten
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Abraham opfert seinen Sohn
Es war fast zehn Jahre her, dass Abraham
seine Frau und sein Baby unter der Obhut Gottes in Mekka gelassen hatte. Nach
einer zweimonatigen Reise wurde er damit überrascht, Mekka ganz anders
vorzufinden, als er es verlassen hatte. Die Wiedersehensfreude wurde bald von
einer Vision unterbrochen, die zur größten Prüfung seines unerschütterlichen
Glaubens werden sollte. Gott befahl Abraham in einem Traum, seinen Sohn zu
opfern, den Sohn, der ihm nach Jahren des Gebets geboren wurde und den er
gerade erst nach zehnjähriger Trennung wiedergetroffen hatte.
Wir wissen aus dem Qur´an, dass das zu
opfernde Kind Ismael war, denn Gott gab Abraham und Sarah die guten Nachrichten
von der Geburt Isaaks und ebenfalls von einem Großsohn Jakob (Israel).
“…worauf Wir ihr die frohe Botschaft von (ihrem
künftigen Sohn) Isaak und von (dessen künftigen Sohn) Jakob nach Isaak
verkündeten.” (Quran 11:71)
Ähnlich wurde Abraham in den Bibelvers 1
Mose 17:19 versprochen:.
“Sara, deine Frau, wird dir einen
Sohn gebären, den sollst du Isaak nennen, und mit ihm will ich meinen ewigen
Bund aufrichten und mit seinem Geschlecht nach ihm.”
Weil Gott versprochen hat, Sarah ein Kind
von Abraham zu geben und Großkinder von diesem Kind, ist es weder logisch noch
praktisch vorstellbar, dass Gott Abraham befohlen hätte, Isaak zu opfern, denn
Gott bricht Sein Versprechen nie, und Er stiftet keine Verwirrung.
Obwohl Isaaks Name in 1 Mose 22:2
eindeutig als derjenige, der geopfert werden sollte erwähnt wird, lernen wir
aus anderen Bibelzusammenhängen, dass es sich hier ganz klar um eine
Verfälschung handelt und der, der geschlachtet werden sollte, war Ismael.
“Deinen einzigen Sohn”
In den Versen von 1 Mose 22 befahl Gott
Abraham, seinen einzigen Sohn zu opfern. Worin alle Gelehrten des Islam, des
Judentums und des Christentums übereinstimmen, ist, dass Ismael vor Isaak
geboren worden war. Demnach wäre es unpassend, Isaak als den einzigen Sohn
Abrahams zu bezeichnen.
Es ist wahr, dass jüdisch-christliche
Gelehrte oft argumentieren, dass Ismael von einer Konkubine geboren worden war,
dadurch sei er kein legitimer Sohn. Aber wie bereits zuvor erwähnt, war es
gemäß dem Judentum sogar eine alltägliche, gültige und annehmbare Erscheinung,
wenn eine unfruchtbare Frau ihrem Ehemann eine Konkubine schenkte, damit er mit
ihr Nachkommen zeugen konnte; und das Kind, das von der Konkubine geboren
wurde, wurde der Frau seines Vaters zugeschrieben, genoß dieselben Rechte, wie ihr eigenes Kind,
einschließlich der Erbrechte. Außerdem erhielten sie den doppelten Anteil anderer
Kinder, auch wenn sie "gehaßt" wurden.
Außerdem läßt die Bibel darauf schließen,
dass Sarah selbst ein von Hagar geborenes Kind als rechtmäßigen Erben
betrachtete. Wohlwissend, dass Abraham versprochen worden war, dass seine
Samen aus seinem Körper (1 Mose 15:4) das Land zwischen dem Nil und dem Euphrat
(1 Mose:15:18) füllen würde, bot sie ihm Hagar als Mittel an, um die
Prophezeihung zu erfüllen. Sie sagte:.
“Siehe, der Herr hat mich
verschlossen, dass ich nicht gebären kann. Geh doch zu meiner Magd, ob ich vielleicht
durch sie zu einem Sohn komme.” (1Mose 16:2)
Dies ähnelt auch Lea und Rahel, den Frauen
von Jakob, dem Sohn Isaaks, die Jakob ihre Mägde gaben, um Nachkommen zu zeugen
(1 Mose 30:3, 6. 7, 9-13). Ihre Kinder waren Dan, Napthali,
Gad und Asser, die zu Jakobs zwölf Söhnen gehörten, die Väter der zwölf Stämme
der Israeliten, und daher berechtigte Erben.
Anhand dieser Aussagen verstehen wir,
dass Sara glaubte, dass ein Kind, das Hagar geboren würde, eine Erfüllung der
Prophezeihung, die Abraham bekommen hatte, und dass es so sei, als wäre es ihr
selber geboren worden. Aufgrund dieser Tatsache ist Ismael nicht illegitim
sondern ein berechtigter Erbe.
Gott Selbst betrachtet Ismael als
berechtigten Erben, denn an zahlreichen Stellen erwähnt die Bibel Ismael als
den "Samen" Abrahams. Zum Beispiel in 1Mose 21:13:
“Aber auch den Sohn der Magd will ich
zu einem Volk machen, denn er ist dein Sohn.
Es gibt viele andere Gründe, die beweisen,
dass es Ismael und nicht Isaak war, der geopfert werden sollte, und wenn Gott
will, wird noch ein gesonderter Artikel diesem Thema gewidmet sein.
Um die Erzählung fortzusetzen, Abraham
befragte seinen Sohn, ob er verstehe, was ihm von Gott befohlen worden war.
“Dann gaben Wir ihm die frohe Botschaft von
einem sanftmütigen Sohn. Als er alt genug war, um mit ihm zu arbeiten, sagte
er: "O mein Sohn, ich sehe im Traum, dass ich dich schlachte. Nun schau,
was meinst du dazu?" Er sagte: "O mein Vater, tu, wie dir befohlen
wird; du sollst mich – so Gott will – unter den Geduldigen finden.” (Quran
37:101-102)
Wenn jemand von seinem Vater erfährt, dass
er wegen eines Traumes getötet werden soll, würde er es bestimmt nicht mit den
besten Benehmen aufnehmen. Man könnte sowohl an dem Traum als auch an der geistigen
Gesundheit der Person zweifeln, aber Ismael kannte die Situation seines Vaters.
Der fromme Sohn eines frommen Vaters war geneigt, sich Gott zu ergeben.
Abraham nahm seinen Sohn mit zu dem Platz, wo er geopfert werden sollte und
legte ihn hin. Aus diesem Grund hat Gott sie mit den schönsten Worten
beschrieben, die ein Bild von der Essenz dieser wirklichen Hingabe zeichnen; eines,
das einen zu Tränen rührt:
“Als sie sich beide (Gottes Willen) ergeben
hatten und er (Abraham) ihn (Ismael) mit der Stirn auf den Boden hingelegt
hatte (um geopfert zu werden)…” (Quran 37:103)
Gerade als Abrahams Messer herabfahren sollte,
stoppte ihn eine Stimme:
“da riefen Wir ihm zu: O Abraham, du hast
bereits das Traumgesicht erfüllt." So belohnen Wir die, die Gutes tun. Wahrlich
das ist offenkundig eine schwere Prüfung.” (Quran 37:104-106)
Dies war in der Tat die größte Prüfung von
allen – sein eigenes Kind zu opfern, das einem geboren worden war, nachdem man
ein hohes Alter erreicht hatte und jahrelang auf Nachkommenschaft gewartet
hatte. Hier zeigte Abraham seine willige Bereitschaft, seine ganze Habe für
Gott zu opfern und aus diesem Grund wurde er zum Führer der Menschheit ernannt,
einen, den Gott mit Nachkommen von Propheten gesegnet hat.
“Und als Abraham von seinem Herrn durch Worte
geprüft wurde und er diese vollbrachte, (da) sprach Er: "Ich werde dich zu
einem Führer für die Menschen machen." Da bat Abraham: "Auch von
meiner Nachkommenschaft.” (Quran 2:124)
Immael wurde mit einem Widder gesühnt.
‘…und Wir lösten ihn durch ein großes
Schlachttier aus.’ (Quran 37:107)
Diese einzigartige Hingabe und dieses Gottvertrauen
ist es, das Millionen von Muslime jedes Jahr während der Tage des
Hağğ versuchen nachzuempfinden, an einem Tag, der Jaum-un-Nahr –
der Tag des Opferns, oder Eid-ul-Adhaa – oder das Opferfest genannt
wird.
Abraham kehrte nach Palästina zurück und
dort wurde er von zwei Engeln besucht, die ihm und Sarah die gute Nachricht von
einem Sohn verkündeten - Isaak.
“Fürchte dich nicht! Wir bringen dir frohe
Kunde von einem hochbegabten Knaben.” (Quran 15:53)
Bei dieser Begegnung wurde er auch von der
Vernichtung des Volkes von Lot informiert.
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Die Geschichte von Abraham (teil 7 von 7): Der Bau eines Heiligtums
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Beschreibung: Abraham besucht wiederholt seinen Sohn Ismael, aber dieses Mal, um eine bedeutungsvolle Aufgabe zu erfüllen: ein Haus für die Anbetung Gottes zu errichten, ein Heiligtum für die gesamte Menschheit.
von IslamReligion.com
Veröffentlicht am 27 Jul 2009 - Zuletzt verändert am 27 Jul 2009
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> Glaubensinhalte im Islam
> Geschichten der Propheten
|
Abraham und Ismael bauen die Kaaba
Nach einer mehrjährigen Trennung trafen
sich Vater und Sohn wieder. Auf dieser Reise war es, wo die beiden die Kaaba als
ein immerwährendes Heiligtum auf Gottes Befehl hin erbauten; ein Ort für die
Anbetung Gottes. Hier war es, in derselben kargen Wüstengegend, in der Abraham
Hagar und Ismael zuvor zurückgelassen hatte, als er Bittgebete zu Gott
gesprochen hatte, sie zu einem Ort werden zu lassen, wo das Gebet gemacht
würde, frei von jeglichem Götzendienst.
“Mein Herr, mache diese Stadt zu einer Stätte
des Friedens und bewahre mich und meine Kinder davor, die Götzen anzubeten;
mein Herr, sie haben viele Menschen irregeleitet. Wer mir nun folgt, der
gehört sicher zu mir; und wer mir nicht gehorcht – siehe, Du bist
Allverzeihend, Barmherzig. Unser Herr, ich habe einen Teil meiner
Nachkommenschaft in einem unfruchtbaren Tal nahe bei Deinem heiligen Haus
angesiedelt, o unser Herr, auf dass sie das Gebet verrichten mögen. So mache
ihnen die Herzen der Menschen zugeneigt und versorge sie mit Früchten, damit
sie dankbar sein mögen. Unser Herr, Du weißt, was wir verbergen und was wir
kundtun. Und vor Gott ist nichts verborgen, ob auf Erden oder im Himmel.
Alles Lob gebührt Gott, Der mir, ungeachtet meines Alters, Ismael und Isaak
geschenkt hat. Wahrlich mein Herr ist der Erhörer des Gebets. Mein Herr, hilf
mir, dass ich und meine Kinder das Gebet verrichten. Unser Herr! Und nimm mein Gebet an. Unser Herr, vergib mir und meinen Eltern und
den Gläubigen an dem Tage, an dem die Abrechnung stattfinden wird.” (Quran
14:35-41)
Jetzt, Jahre später, sollte Abraham wieder
vereint mit seinem Sohn Ismael das Haus Gottes, das Zentrum der Anbetung,
erbauen, in dessen Richtung die Menschen ihre Gesichter wenden, wenn sie ihre
Gebete verrichten und wohin sie pilgern. Es gibt zahlreiche wunderschöne Verse
im Quran, welche das Heiligtum der Kaaba und den Grund ihrer Errichtung
beschreiben.
“Und als Wir für Abraham die Stätte des Hauses
bestimmten (, sprachen Wir): "Setze Mir nichts zur Seite und halte Mein
Haus rein für die (es) Umkreisenden, Betenden und Sich-Niederwerfenden. Und
rufe die Menschen zur Pilgerfahrt auf. Sie werden zu Fuß und auf jedem mageren
Kamel aus allen fernen Gegenden zu dir kommen.” (Quran 22:26)
“Und als Wir das Haus (die Kaaba) zu einem Ort
der Einkehr für die Menschen machten sowie zu einer Sicherheit (, sprachen
Wir): "Nehmt euch die Stätte Abrahams zum Gebetsort." Und Wr haben
Abraham und Ismael auferlegt: "Reinigt Mein Haus für die es Umkreisenden
und (sich dorthin) Zurückziehenden, die Sich-Verneigenden und
Sich-Niederwerfenden (beim Beten).” (Quran 2:125)
Die Kaaba ist der erste Ort der Anbetung,
der für die gesamte Menschheit zum Zweck der Rechtleitung und des Segens
benannt worden war.
“Wahrlich, das erste Haus, das für die Menschen
gegründet wurde, ist das Bakka – ein gesegnetes und eine Leitung für die
Welten. In ihm sind deutliche Zeichen – die Stätte Abrahams. Und wer es
betritt, ist sicher. Und der Menschen Pflicht gegenüber Gott ist die
Pilgerfahrt zum Hause, wer da den Weg zu ihm machen kann.” (Quran 3:95-96)
Der Prophet Muhammad, Gottes Segen und
Frieden seien auf ihm, sagte:
“Wahrlich, diese Stelle wurde von
Gott geheiligt, an dem Tag als Er die Himmel und die Erde erschuf, und so wird
es bleiben bis zum Tag des Gerichts.” (Sahieh Al-Bukhari, Sahieh Muslim)
Abrahams Gebete
Die Errichtung eines Heiligtums, das von
allen späteren Generationen eingehalten wird, war eine der besten Formen der
Gottesanbetung, die ein Mensch vollbringen konnte. Bei ihrer Arbeit
beteten sie:
“Unser Herr, nimm es von uns an, denn wahrlich,
Du bist der Allhörende, der Allwissende. Und, unser Herr, mach uns Dir ergeben
und aus unserer Nachkommenschaft eine Gemeinde, die Dir ergeben ist. Und zeige
uns, wie wir Dich anbeten sollen und wende uns Deine Gnade wieder zu; denn
wahrlich, Du bist der gnädig Sich-wieder-Zuwendende, der Barmherzige.” (Quran
2:127-128)
“Und (erinnert euch) als Abraham sagte:
"Mein Herr, mach dies zu einem sicheren Ort und gib Früchte den dort
Wohnenden, wer von ihnen an Gott und den Jüngsten Tag glaubt...” (Quran
2:126)
Abraham betete auch, dass ein Prophet von
den Nachkommen Ismaels kommen würde, die die Bewohner dieses Landes sein
würden, so wie die Nachkommen Isaaks das Land Kanaan bewohnen würden.
“Und, unser Herr, erwecke unter ihnen einen
Gesandten aus ihrer Mitte, der ihnen Deine Worte verliest und sie das Buch und
die Weisheit lehrt und sie läutert; denn wahrlich, Du bist der Allmächtige, der
Allweise.” (Quran 2:127-129)
_-_The_Building_of_a_Sanctuary_002.jpg)
Die Kaaba, die von Abraham und Ismael erbaut
wurde, und der Standort Abrahams, der die Fußspuren Abrahams beherbergt.
Abrahams Gebete um einen Gesandten wurden
mehrere tausend Jahre später erhört, als Gott den Propheten Muhammad unter den
Arabern berief und Mekka auserwählt wurde, das Heiligtum und Haus der Anbetung
Gottes für die gesamte Menschheit zu werden, und auch der Prophet Mekkas war
für die gesamte Menschheit gesandt.
Es war dieser Höhepunkt in Abrahams
Lebens, die Vollendung: einen Ort der Anbetung für die gesamte Menschheit zu
bauen, nicht nur für eine auserwählte Rasse oder Farbe, für die Anbetung des
Einen Wahren Gottes. Mit der Errichtung dieses Hauses war garantiert, dass
Gott, der Gott, Den Er gebeten und Dem er zahllose Opfer dargeboten hatte, für
immer angebetet würde, ohne dass Ihm irgendein anderer Gott beseite gestellt
würde. In der Tat war es einer der größten Gefallen, den er jedem Menschen tun
konnte.
Abraham & die Hağğ Pilgerfahrt
Jährlich versammeln sich Muslime aus aller
Welt, aller Berufe und Schichten, dies ist die Antwort auf das Gebet Abrahams
und der Aufruf zur Pilgerschaft. Dieses Ritual wird Hağğ genannt und
es erinnert an viele Ereignisse aus dem Leben von Gottes geliebten Diener
Abraham und seiner Familie. Nachdem der Muslim die Kaaba umrundet hat, betet
er hinter dem Standort Abrahams, dem Stein, auf dem Abraham gestanden hatte,
als er die Kaaba baute. Nach den Gebeten trinkt der Muslim aus der Quelle
Zamzam, die als Antwort auf Hagars Gebete zu fließen begann; als Versorgung für
Ismael und Hagar, und sie war der Grund für die Besiedelung des Landes. Der
Ritus zwischen Safa und Marwa hin und her zu laufen, erinnert an Hagars
verzweifelte Suche nach Wasser, als sie und ihr Baby allein in Mekka waren. Das
Opfern eines Tieres in Mina während des Hağğ und von den Muslimen auf
der ganzen Welt in ihren Ländern folgt dem Beispiel von Abrahams
Bereitwilligkeit, seinen Sohn auf Gottes Geheiß hin zu opfern. Und letztlich
das Steinigen der Steinsäulen in Mina symbolisiert Abrahams Abwehr der
Versuchungen durch den Satan, der ihn davon abbringen wollte, Ismael zu
opfern.
Der "geliebte Diener Gottes"
über den Gott sagte: "Ich werde dich zu einem Führer für die Menschen
machen", kehrte nach Palästina zurück und starb dort.
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