Kann das Christentum die Frage beantworten?
Im Christentum gründet die Bedeutung des
Lebens auf dem Evangelium von Jesus Christus und der Entdeckung Jesu´ als
Erlöser. “Denn Gott liebte die Welt so sehr, dass er seinen einzigen Sohn
gab, damit jeder, der gläubig ist, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben
erhält.” Wie auch immer, dieses Versprechen geht nicht ohne ernsthafte
Probleme. Erstens: wenn dies Sinn und Zweck der Schöpfung und eine
Vorbedingung für das Ewige Leben ist, warum wurde es dann nicht von den anderen
Propheten allen Völkern der Welt gelehrt? Zweites: wäre Gott kurz nach der
Zeit Adams Mensch geworden, so hätten alle Menschen die gleiche Chance gehabt,
das Ewige Leben zu erreichen, es sei denn, jene Menschen vor Jesus hatten eine
andere Lebensbestimmung! Drittens: Wie können die Menschen heutzutage nicht
davon gehört haben, dass Jesus den christlichen Sinn und Zweck der Schöpfung
selbst nicht erfüllte? Natürlich, ein solcher Lebenszweck ist eng und
entspricht nicht der göttlichen Gerechtigkeit.
Die Antwort
Der Islam ist die Antwort auf die Suche
der Menschheit nach der Bedeutung. Der Sinn und Zweck der Schöpfung war für
alle Männer und Frauen der gleiche: Gott kennen und anbeten.
Der Quran lehrt uns, dass sich jeder
Mensch von Geburt an Gottes bewusst ist.
“Und als dein Herr aus den Kindern Adams – aus
ihren Lenden – ihre Nachkommenschaft hervorbrachte und sie zu Zeugen gegen Sich
Selbst machte (indem Er sprach): ‘Bin Ich nicht euer Herr?’ sagten sie: ‘Doch,
wir bezeugen es.’ (Dies ist so,) damit ihr nicht am Tage der Auferstehung
sprecht: ‘Siehe, wir wussten nichts davon.’ Oder (damit ihr nicht sprecht): ‘Es
waren bloß unsere Väter, die vordem Götzendiener waren; wir aber waren ein
Geschlecht nach ihnen. Willst Du uns denn vernichten um dessentwillen, was die
Verlogenen taten?’” (Quran 7:172-173)
Der Prophet des Islam lehrte uns, dass
Gott dieses ursprüngliche Bedürfnis in der menschlichen Natur zu der Zeit
schuf, als Adam erschaffen wurde. Gott schloss einen Vertrag mit Adam, als Er
ihn schuf. Gott lies Adams Nachkkommen, die geboren werden sollten, Generation
nach Generation hevorkommen, versammelte sie und schloss einen Vertrag mit
ihnen. Er wandte Sich direkt an ihre Seelen, ließ sie bezeugen, dass Er ihr
Herr ist. Seitdem Gott bei der Erschaffung Adams alle Menschen auf Seine
Göttlichkeit schwören lassen hat, ist dieser Schwur auf der menschlichen Seele
eingraviert, noch bevor sie den Fötus betritt und so ein Kind wird mit dem
natürlichen Glauben an Gott geboren. Dieser natürliche Glaube wird auf
arabisch als Fitra bezeichnet. Also trägt jeder Mensch das Körnchen des
Glaubens an Gott, tief unter Lagen von Gleichgültigkeit verborgen, in sich und
von sozialer Prägung genährt. Wenn das Kind sich selbst überlassen bliebe,
würde es im Bewusstsein Gottes - eines einzigen Schöpfers aufwachsen – aber
alle Kinder werden von ihrer Umgebung beeinflusst. Der Prophet Gottes - Gottes
Lob und Friede seien auf ihm - sagte:
“Jedes Kind wird im Zustand der
´fitra´geboren, aber seine Eltern machen es zu einem Juden oder Christen. Es
ist genauso, wie wenn ein Tier normale Nachkommen gebiert. Habt ihr schon
irgendein verstümmeltes Neugeborenes bemerkt, bevor ihr es verstümmelt habt?”
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Abbildung 1: Das Wunder
des Lebens. Ein ungeborener Fötus nuckelt am Daumen.
Genauso wie sich der Körper des Kindes
sich den physikalischen Gesetzen unterwirft, die Gott in Kraft treten lassen
hat, unterwirft sich auch seine Seele automatisch der Tatsache, dass Gott sein
Herr und Schöpfer ist. Wie auch immer, seine Eltern befähigen ihn, seinem eigenen
Weg zu verfolgen, und sein Gehirn ist nicht in der Lage, dem zu widerstehen.
Die Religion, der das Kind in diesem Stadium folgt, ist eine der Gewohnheit und
der Erziehung, und Gott zieht es für diese Religion nicht zur Verantwortung. Wenn
ein Kind sich zum Erwachsenen entwickelt, muss er oder sie der Religion des
Wissens und der Vernunft folgen. Wie Erwachsene müssen sie sich jetzt zwischen
ihrer natürlichen Veranlagung Gott gegenüber und ihrem Verlangen anstrengen,
den richtigen Weg zu finden. Der Ruf des Islam richtet sich an die
ursprüngliche Natur, die natürliche Veranlagung, die Gravur Gottes auf der
Seele, die Fitra, die der Grund dafür ist, dass die Seele eines jeden
Lebewesens damit übereinstimmt, dass Er, der sie gemacht hat, ihr Herr ist, noch
bevor Himmel und Erde geschaffen wurden.
“Und Ich habe die Ğinn und die Menschen nur
geschaffen, damit sie Mir dienen (sollen).” (Quran 51:56)
Gemäß dem Islam gab es eine grundlegende
Botschaft, die Gott allen Propheten offenbart hat, von der Zeit Adams bis zum
letzten der Propheten, Muhammad, möge Gott sie alle loben. Alle die Propheten,
die Gott gesandt hat, kamen mit derselben essentiellen Botschaft:
“Und in jedem Volk erweckten Wir einen
Gesandten, (der da predigte:) ‘Dient Gott und meidet die Götzen.’” (Quran
16:36)
Die Propheten brachten dieselbe Antwort
auf die beunruhigendste Frage der Menschheit, eine Antwort, die sich an das
Sehnen der Seele nach Gott wendet.
Was ist Gottesdienst?
‘Islam’ bedeutet ‘Unterwerfung’, und
Gottesdienst bedeutet im Islam ´gehorsame Unterwerfung unter den Willen
Gottes´.
Jedes geschaffene Wesen ´unterwirft´ sich
dem Schöpfer, indem es die von Gott geschaffenen Naturgesetzen folgt.
“Und Sein ist, wer in den Himmeln und auf der
Erde ist.” (Quran 30:26)
Sie werden allerdings für diese
´Unterwerfung´ weder belohnt noch bestraft, denn es bedarf keines Willens. Belohnung
und Strafe sind für diejenigen, die Gott bewusst anbeten, die sich den
moralischen und religiösen Gesetzen Gottes aus freiem Willen unterwerfen.
Dieser Gottesdienst ist das Wesentliche der Botschaft aller Propheten, die Gott
der Menschheit geschickt hat. Beispelsweise wurde dieses Verständnis vom
Gottesdienst von Jesus Christus selbst noch im heutigen Neuen Testament
besonders betont:
“Keiner von denen, die mich ‘Herr’ nennen, wird
das Königreich Gottes betreten, sondern nur derjenige, der den Willes meines
Vaters im Himmel tut. ”
´Willen´ bedeutet das zu tun, ´was Gott
von den Menschen verlangt.´ Dieser ´Wille Gottes´ ist in den göttlichen,
offenbarten Gesetzen, welche die Propheten ihren Anhängern lehrten bereits
enthalten. Dementsprechend ist der Gehorsam gegenüber den göttlichen Gesetzen
die Grundlage des Gottesdienstes. Nur wenn die Menschen ihrem Gott dienen,
indem sie Seine religiösen Gesetze befolgen, können sie Frieden und
Harmonie in ihrem Leben erhalten, sowie die Hoffnung auf den Himmel, genau wie
das Universum harmonisch funktioniert, indem es sich den physikalischen Gesetzen
unterwirft, die sein Herr bestimmt hat.
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