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Also, woher kommen eigentlich alle diese
Bibeln und warum diese Schwierigkeit zu definieren, was eine wahrhaftig von
Gott "inspirierte" Aussage ist? Sie stammen von den "alten
Manuskripten" (auch als MSS bekannt). Die christliche Welt verfügt heute
über eine Fülle von 24 000 "alten Manuskripten" der Bibel, die bis
zum vierten Jahrhundert nach Christus zurück reichen (aber nicht bis zu
Christus oder den Aposteln selbst). Mit anderen Worten haben wir Evangelien,
die zu jener Zeit entstanden sind, als die Trinitarier die christliche Kirche
übernahmen. Alle Manuskripte von vorher sind seltsamerweise verschwunden.
Alle Bibeln, die heute existieren, wurden von diesen "alten
Manuskripten" zusammengestellt. Jeder Bibelgelehrte wird uns sagen, dass
keine zwei alten Manuskripte genau gleich sind.
Die Menschen heute glauben, es gäbe nur
EINE Bibel, und EINE Version von jedem Bibelvers darin. Dies ist von der
Wahrheit weit entfernt. Alle Bibeln, die heute in unserem Besitz sind (wie KJV,
NRSV, NAB, NIV,...etc.), sind das Ergebnis des außerordentlichen Auswählens und
Kopierens aus diesen unterschiedlichen Manuskripten, von denen kein einziges
die definitive Referenz ist. Es gibt unzählige Fälle, wo ein Paragraph
in einem "alten Manuskript" steht, aber in anderen völlig fehlt. Beispielsweise
Markus 16:8-20 (zwölf ganze Verse) fehlt in der Mehrzahl der alten Manuskripte,
die heute einzusehen sind (wie das Sinai Manuskript, die Vatikan 1209 und die
Aramäische Version), aber in neueren "alten Manuskripten"
taucht dieser Paragraph auf. Es gibt auch zahlreiche dokumentierte Fälle, wo
sogar geographische Lagen sich von einem alten Manuskript zum nächsten völlig
unterscheiden. Zun Beispiel ist im "Samariter Pentateuch Manuskript"
in 5 Moses 27:4 vom "Berg Gerizim" die Rede, während im "Hebräer
Manuskript" in genau demselben Vers von "Berg Ebal"
gesprochen wird. Aus 5 Moses 27:12-13 können wir sehen, dass es sich um zwei
völlig unterschiedliche Orte handelt. Ähnlich bei Lukas 4:44 erwähnen manche
"alte Manuskripte" die "Synagogen von Judäa", während
andere von den "Synagogen von Galiläa" sprechen. Dies sind nur
wenige Beispiele, aber verständnisvolles Lesen würde ein eigenes Buch füllen.
Es gibt zahllose Beispiele in der Bibel,
wo Verse fragwürdiger Natur in den Text eingefügt worden sind, ohne irgendeine Kennzeichnung
für den Leser, dass viele Gelehrten und Übersetzer, was deren Authenzität
angeht, ernsthafte Bedenken haben. Die König James Version der Bibel (auch
bekannt als die “Authorized Version”) ist die, die von der Mehrheit der
Christen heute in die Hand genommen wird, ist die, die in dieser Hinsicht am
notorischsten ist. Sie gibt dem Leser absolut keine Vorstellung von der
Fragwürdigkeit solcher Verse. Allerdings beginnen jetzt neuere Übersetzungen
von der Bibel, in dieser Hinsicht etwas ehrlicher und fortschrittlicher zu
sein. Beispielsweise die New Revised Standard Version of the Bible, von Oxford
Press, ein außerordentlich feines System von Klammern eingeführt, indem die
auffälligsten derartiger fragwürdiger Verse mit doppelten eckigen Klammern ([[
]]) versehen werden. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass der Gelengenheitsleser
die wahre Funktion dieser Klammern ernst nehmen wird. Sie sind dazu da, um den
informierten Leser darüber aufzuklären, dass die Verse in den Klammern höchst
fragwürdiger Natur sind. Beispiele hierfür sind die Geschichte von der
"Ehebrecherin" in Johannes 8:1-11; ebenso wie Markus 16:9-20 (die
Wiederauferstehung Jesu und Rückkehr) und Lukas 23:34 (was interessanterweise
genug die Bestätigung der Prophezeihung in Jesaja 53:12 ist) ...und so weiter.
Zum Beispiel sagen die Kommentatoren
dieser Bibel in bezug auf Johannes 8:1-11 in einer sehr kleinen Bemerkung unten auf der Seite:
“In den ältesten Schriften fehlen 7:53
bis 8:11; in anderen wird diese Passage nach 7:36 oder nach 21:25 oder nach
Lukas 21:38 mit Variationen im Text eingefügt; manche kennzeichnen den Text als
zweifelhaft.”
In Hinblick auf Markus 16:9-20 wird uns,
seltsam genug, eine Wahl gelassen, wie es und gefallen würde, wie das
Markus-Evangelium endet. Die Kommentatoren haben sowohl ein "kurzes
Ende" als auch ein "langes Ende" bereit. Also wird uns die Wahl
gelassen, was wir als "Inspiration Gottes" bevorzugen wollen. Wieder
einmal sagen die Kommentatoren am Ende dieses Evangeliums in einem sehr kleinen
Text:
“Manche der ältesten Schriften lassen
das Buch nach Vers 8 enden, eine beläßt es bei dem kürzeren Ende; andere
beinhalten das kürzere Ende und fahren dann mit den Versen 9-20 fort. Bei den
meisten Schriften folgen die Verse 9-20 unmittelbar nach Vers 8, auch wenn in
einigen von ihnen diese Passage als zweifelhaft gekennzeichnet wurde.”
Peake’s Kommentar der Bibel berichtet:
“Man ist sich jetzt allgemein darüber
einig, dass 9-20 kein ursprünglicher Teil von Markus waren. In den ältesten
MSS tauchen sie nicht auf und tatsächlich auch nicht in den Abschriften, die
von Matthäus und Lukas verwendet worden waren. Ein aramäisches Manuskript aus
dem 10. Jahrhundert schreibt diese Passage Aristion, dem Presbyter, der von
Papias erwähnt wird, zu. (ap.Eus.HE III, xxxix, 15).”
“Tatsächlich wurde erst kürzlich eine
aramäische Übersetzung von St. Markus entdeckt, in der die letzten zwölf Verse
von St. Markus Ariston zugeschrieben werden, der andererseits auch als einer
der frühesten christlichen Väter bekannt ist; und es ist gut möglich, dass
diese Überlieferung korrekt ist.”
Selbst wenn, dann wird außerdem noch
notiert, dass diese Verse bei verschiedenen "Autotitäten" unterschiedlich
berichtet werden. Beispielsweise wird von Vers 14 von manchen Kommentatoren
behauptet, in manchen "alten Schriften" seien folgende Worte
eingefügt worden:
“und sie entschuldigten sich, indem sie
sagten: ´diese Zeit der Gesetzlosigkeit und des Unglaubens ist unter Satan, der
der Wahrheit und der Macht Gottes nicht gestattet, über die unreinen Dinge der
Geister die Oberhand zu gewinnen. Offenbart daher jetzt eure
Rechtschaffenheit.’So sprachen sie zu Christus und Christus antwortete ihnen: ´Im
Laufe der Jahre wird sich Satans Macht erfüllt haben, aber andere schreckliche
Dinge werden sich nähern. Und für diejenigen, die gesündigt haben, werde ich
dem Tod überlassen, damit sie zur Wahrheit zurückkehren und nicht mehr sündigen
mögen, so dass sie die geistlichen und nie endenden Segen der Rechtschaffenheit
genießen, der im Himmel sein wird.’”
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