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Maria im Islam (teil 1 von 3)
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Beschreibung: Der erste eines dreiteiligen Artikels über die Rolle Marias im Islam: Teil 1: Ihre Kindheit.
von M. Abdulsalam (© 2008 IslamReligion.com)
- Veröffentlicht am 21 Apr 2008 - Zuletzt verändert am 12 May 2008
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> Vergleichbare Religion
> Maria
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Maria, die Mutter Jesu, hat im Islam eine sehr
außergewöhnliche Sonder-stellung und Gott erklärt sie zur besten Frau der
gesamten Menschheit, die Er vor allen anderen Frauen wegen ihrer Frömmigkeit
und Demut auserwählt hat.
“Und als die Engel sagten: ‘O Maria, Gott hat
dich auserwählt und dich rein gemacht und dich auserwählt vor den Frauen der
(anderen) Weltenbewohner! O Maria, sei deinem Herrn demütig ergeben, wirf dich
nieder und verbeuge dich zusammen mit den sich Verbeugenden.’” (Quran 3:42-43)
Sie wurde von Gott zu einem Vorbild
gemacht, denn Er sagte:
“Und (auch das Beispiel von) Maria, Imrans
Tochter, die ihre Scham unter Schutz stellte, worauf Wir in sie von Unserem
Geist einhauchten. Und sie hielt die Worte ihres Herrn und Seine Bücher für
wahr und gehörte zu den (Gott) wahrhaft demütig Ergebenen.” (Quran
66:12)
In der Tat war sie eine Frau, die geeignet
war, ein derartiges Wunder wie das von Jesus, der ohne Vater geboren wurde, zu
vollbringen. Sie war für ihre Frömmigkeit und Keuschheit wohlbekannt, und wäre
es anders gewesen, so hätte niemand ihrer Behauptung Glauben geschenkt, als
Jungfrau ein Kind geboren zu haben, ein Glaube und eine Tatsache, welche auch
der Islam für wahr hält. Ihre besondere Natur bewiesen schon viele Wunder aus
ihrer frühen Kindheit. Laßt uns zusammentragen, was Gott von der wunderschönen
Geschichte Marias offenbart hat:
Marias Kindheit
“Gewiß, Gott hat Adam und Noah und die Sippe
Abrahams und die Sippe Imrans vor den (anderen) Weltenbewohnern auserwählt,
eine der anderen Nachkommenschaft. Und Gott ist Allhörend und Allwissend. Als
Imrans Frau (Hannah) sagte: “Mein Herr, ich gelobe Dir, was in meinem
Mutterleib ist, für Deinen Dienst freigestellt. So nimm es von mir an! Du
bist ja der Allhörende und Allwissende.” (Quran 3:33-35)
Maria wurde Imran und Hannah geboren, die
zu den Nachkommen Davids gehören, und damit von der Familie der Propheten: von
Abraham über Noah zu Adam, möge Gott sie alle segnen und ihnen Frieden
schenken. Wie in dem Vers erwähnt, wurde sie der auserwählten Familie Imrans
geboren, welcher der auserwählten Familie Davids geboren worden war, welcher
wiederum einer auserwählten Familie geboren worden war. Hannah war eine
unfruchtbare Frau, die sich nach einem Kind sehnte, und sie schwor Gott, wenn
Er ihr ein Kind gewährte, würde sie es für Seinen Dienst im Tempel weihen. Gott
beantwortete ihr Bittgebet, und sie empfing ein Kind. Als sie
gebar, wurde sie traurig, denn es war ein Mädchen, und es war üblich, Jungen in
den Dienst für das Bait-ul-Maqdis zu stellen.
“Als sie sie dann zur Welt gebracht hatte, sagte
sie: ‘Mein Herr, ich habe ein Mädchen zur Welt gebracht.’ Und Gott wußte wohl,
was sie zur Welt gebracht hatte, und der Knabe ist nicht wie das Mädchen.”
Als sie ihre Betrübnis darüber ausdrückte,
tadelte Gott sie, als Er sagte:
“…und Gott wußte wohl, was sie zur Welt gebracht
hatte …” (Quran 3:36)
…denn Gott erwählte ihre Tochter, Maria, als
Mutter für eines der größten Wunder der Schöpfung: die jungfräuliche Geburt von
Jesus, möge Gott ihn loben. Hannah nannte ihr Kind Maria (Maryam auf Arabisch)
und bat Gott, sie und ihr Kind vor dem Satan zu beschützen:
“Ich habe sie Maria (Maryam) genannt, und ich
stelle sie und ihre Nachkommenschaft unter Deinen Schutz vor dem gesteinigten
Satan.” (Quran 3:36)
Gott nahm tatsächlich dieses Bittgebet von
ihr an, und Er verlieh Maria und ihrem bald geborenen Kind, Jesus, eine
besondere Eigentümlichkeit, die keinem vor oder nach ihnen verliehen wurde:
keiner von ihnen wurde bei seiner Geburt von Satan berührt. Der Prophet
Muhammad, möge Gott ihn loben, sagte:
“Keiner wird geboren, ohne daß Satan
ihn bei seiner Geburt berührt, daher kommt das Schreien - durch seine Berührung
-, außer Maria und ihr Sohn (Jesus).” (Ahmed)
Hier können wir gleich eine Ähnlichkeit
zwischen dieser Überlieferung und der christlichen Theorie der “Unbefleckten
Empfängnis” von Maria und Jesus sehen, obwohl zwischen beiden ein großer
Unterschied besteht. Der Islam vertritt nicht die Theorie von der “Erbsünde”,
und deshalb findet diese Interpretation, warum sie frei von der Berührung durch
den Satan sind, keine Beachtung, sondern eher, daß es sich um Gottes Güte
gegenüber Maria und ihrem Sohn Jesus handelt. Wie andere Propheten war Jesus davor
geschützt, schwerwiegende Sünden zu begehen. Was Maria anbelangt, selbst wenn
wir der Meinung sind, daß sie keine Prophetin war, erhielt sie doch Schutz und
Leitung von Gott, welche Er den frommen Gläubigen gewährt.
“Da nahm ihr Herr sie auf die gütigste Art an
und ließ sie auf schöne Weise heranwachsen und gab sie Zacharias zur Betreuung.”
(Quran 3:37)
Von Marias Geburt an nahm ihre Mutter
Hannah sie zum Bait-ul-Maqdis und gab sie den Frommen in der Moschee, damit sie
unter ihrer Obhut aufwuchs. Da sie die Vornehmheit und Frömmigkeit ihrer
Familie kannten, stritten sie darum, wer die Ehre erhalten sollte, sie
aufzuziehen. Sie wurden darüber einig, Lose zu ziehen und kein geringerer als
der Prophet Zacharias wurde ausgewählt. Unter seiner Sorge und Obhut
wurde sie erzogen.
Wunder in ihrer Gegenwart und Besuche von
Engeln
Als Maria älter wurde, bemerkte sogar der
Prophet Zacharias besondere Kennzeichen an Maria aufgrund verschiedener Wunder,
die in ihrer Anwesenheit passierten. Ihr wurde, als sie herangewachsen war,
ein separater Raum in der Moschee zur Verfügung gestellt, wo sie sich ganz
ungestört dem Gottesdienst widmen konnte. Immer, wenn Zacharias das Zimmer
betrat, um nach ihren Bedürfnissen zu sehen, fand er reichlich Obst bei ihr,
für das gar nicht die Saison war.
“Jedesmal wenn Zacharias zu ihr in die Zelle
trat, fand er bei ihr Versorgung. Er sagte: ‘O Maria, woher hast du das?’ Sie
sagte: ‘Es kommt von Gott; Gott versorgt, wen Er will, ohne zu berechnen.’”
(Quran 3:37)
Sie wurde bei mehr als einer Gelegenheit
von Engeln besucht. Gott erzählt uns, daß die Engel sie besuchten und ihr von
ihrer gepriesenen Stellung unter der Menschheit berichteten:
“Und als die Engel sagten: ‘O Maria, Gott hat
dich auserwählt und dich rein gemacht vor den Frauen der (anderen)
Weltenbewohner! O Maria, sei Deinem Herrn demütig ergeben, wirf dich nieder
und verbeuge dich zusammen mit den sich Verbeugenden.’” (Quran 3:42-43)
Aufgrund dieser Besuche durch die Engel
und weil sie vor den anderen Frauen auserwählt war, haben manche Leute Maria
für eine Prophetin gehalten. Selbst wenn sie das nicht ist, was noch zu
diskutieren ist, spricht ihr der Islam aufgrund ihrer Frömmigkeit und Demut und
weil sie für die wunderbare Geburt Jesu ausgewählt wurde, die höchste Stellung
vor allen Frauen der Schöpfung zu.
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Maria im Islam (teil 2 von 3)
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Beschreibung: Der zweite eines dreiteiligen Artikels über die Rolle Marias im Islam: Teil 2: Ihre Verkündigung.
von M. Abdulsalam (© 2008 IslamReligion.com)
- Veröffentlicht am 21 Apr 2008 - Zuletzt verändert am 12 May 2008
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> Vergleichbare Religion
> Maria
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Ihre Verkündigung
Gott unterrichtet uns von der Begebenheit,
als die Engel Maria die frohe Botschaft von einem Kind, dessen Stellung auf der
Erde und einiger der Wunder, die er vollbringen wird, überbrachte:
“Als die Engel sagten: ‘O Maria, Gott
verkündet dir ein Wort von Ihm, dessen Name der Messias, Jesus der Sohn Marias
ist, angesehen im Diesseits und Jenseits und einer der (Gott) Nahegestellten.
Und er wird in der Wiege zu den Menschen sprechen und im Mannesalter und einer
der Rechtschaffenen sein.’ Sie sagte: ‘Mein Herr, wie sollte ich ein Kind
haben, wo mich (doch) kein menschliches Wesen berührt hat?’ Er (der Engel)
sagte: ‘So (wird es sein); Gott erschafft, was Er will. Wenn Er eine
Angelegenheit bestimmt, so sagt Er nur: ‘Sei!’ und so ist sie. Und Er wird ihn
die Schrift, die Weis-heit, die Thora und das Evangelium lehren.” (Quran
3:45-48)
Dies klingt
ganz so, wie die Worte der heutigen Bibel:
“Fürchte dich nicht, Maria, du hast
Gnade bei Gott gefunden. Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn
gebären, dessen Namen sollst du Jesus heißen.”
Voller Erstaunen antwortete sie:
“Wie soll das zugehen, da ich doch
von keinem Manne weiß?” (Lukas 1:26-38)
Diese Begebenheit war eine große Prüfung
für sie, denn ihre große Frömmig-keit und ihre Demut war jedermann bekannt.
Sie sah voraus, daß die Leute sie beschuldigen würden, unkeusch zu sein.
In anderen Quranversen berichtet Gott mehr
Einzelheiten von der Verkündigung durch Gabriel, daß sie einen Propheten
gebären wird.
“Und gedenke im Buche Marias, als sie sich von
ihren Angehörigen an einen östlichen Ort zurückzog. Sie nahm sich einen
Vorhang vor ihnen. Da sandten Wir unseren Geist zu ihr. Er stellte sich ihr
als wohlgestaltetes menschliches Wesen dar. Sie sagte: ‘Ich suche beim
Allerbarmer Schutz vor dir, wenn du gottesfürchtig bist.’ Er sagte: ‘Ich bin
nur der Gesandte deines Herrn, um dir einen lauteren Jungen zu schenken.” (Quran
19:17-19)
Als Maria einmal die Moschee verließ, um
ihre Bedürfnisse zu erledigen, kam der Engel Gabriel in Gestalt eines Mannes zu
ihr. Sie fürchtete sich wegen der Nähe des Mannes und suchte Zuflucht bei
Gott. Gabriel erklärte ihr daraufhin, er sei kein normaler Mann, sondern ein
Engel, den Gott ihr geschickt habe, um ihr anzukündigen, daß sie ein überaus
reines Kind gebären werde. Voller Erstaunen rief sie aus:
“Wie soll mir ein Junge gegeben werden, wo mich
doch kein menschliches Wesen berührt hat und ich keine Hure bin?” (Quran 19:20)
Der Engel erläuterte ihr, dies sei ein
Göttlicher Beschluß, der bereits gefaßt worden ist, und es ist etwas Leichtes
für Gott, den Allmächtigen. Gott sagte, die Geburt Jesu´ -möge Gott ihn preisen-
werde ein Zeichen Seiner Allmacht sein und genau wie Er Adam ohne Vater oder
Mutter erschaffen hat, schuf er Jesus ohne Vater.
“Er sagte: ‘So wird es sein. Dein Herr sagt:
´Das ist Mir ein leichtes, und damit Wir ihn zu einem Zeichen für die Menschen
und zu einer Barmherzigkeit von Uns machen.´ Und es ist eine
beschlossene Sache.’” (Quran 19:21)
Gott blies den Geist Jesu´ durch den Engel
Gabriel in Maria und ihre Gebärmutter empfing Jesus, wie Gott in einem anderen Kapitel
sagt:
“Und (auch von) Maria, Imrans Tochter, die ihre
Scham unter Schutz stellte, worauf Wir in sie von Unserem Geist (Gabriel)
einhauchten.” (Quran 66:12)
Als die Zeichen der Schwangerschaft immer
sichtbarer wurden, sorgte sich Maria immer mehr darüber, was die Leute über sie
sagen würden. Die Neuigkeiten über sie verbreiteten sich rasch, wie es
unvermeidlich war und einige begannen, sie der Unkeuschhheit zu beschuldigen. Nicht
wie die Christen, die glauben, Maria sei mit Joseph verheiratet gewesen, hält
der Islam daran fest, daß Maria weder verlobt, noch verheiratet war, und dies
war der Grund, der ihr solche Qualen bereitete. Sie wußte, daß es die Leute
für die einzig mögliche Schluß-folgerung halten würden, daß sie unehelich
schwanger geworden war. Daher hielt sich Maria abseits der Menschen und zog in
ein anderes Land. Gott sagt:
“So empfing sie ihn und zog sich mit ihm zu
einem fernen Ort zurück. Die Wehen ließen sie zum Palmenstamm gehen.”
(Quran 19:22-23)
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Maria im Islam (teil 3 von 3)
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Beschreibung: Der letzte eines dreiteiligen Artikels über die Rolle Marias im Islam; Teil 3: Die Geburt Jesu´, die Wichtigkeit und Anerkennung, die der Islam Maria, der Mutter Jesu erweist.
von M. Abdulsalam (© 2008 IslamReligion.com)
- Veröffentlicht am 28 Apr 2008 - Zuletzt verändert am 12 May 2008
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> Vergleichbare Religion
> Maria
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Die Geburt Jesu´
Als ihre Wehen einsetzten, litt sie unter
extremen Schmerzen, sowohl geistig als auch körperlich. Wie konnte eine so
fromme, edle Frau ein uneheliches Kind zur Welt bringen? Wir müssen hier
erwähnen, daß Maria eine normale Schwan-gerschaft hatte, die sich kein bißchen
von der anderer Frauen unterschied, und sie gebar ihr Kind so wie andere Frauen
auch. Im christlichen Glauben litt Maria nicht unter den Schmerzen der Geburt,
denn im Christentum und im Judentum werden die Menstruation und die Wehen als
Fluch auf den Frauen für die Sünde Evas betrachtet. Der Islam hält weder an diesen Ansichten noch an der Erbsünde
fest, sondern er betont nachdrücklich, daß niemand die Sünde eines anderen
ertragen soll:
“…Jede Seele erwirbt (Sünden) nur gegen sich selbst.
Und keine lasttragende (Seele) nimmt die Last einer anderen auf sich...” (Quran
6:164)
Weder der Quran noch der Prophet Muhammad -möge
Gott ihn loben- haben jemals erwähnt, daß es Eva war, die von dem Baum gegessen
hat und Adam dazu verführt hat, das gleiche zu tun. Vielmehr beschuldigt der
Quran Adam allein oder beide:
“Da flüsterte ihnen der Satan ein, um ihnen
offen zu zeigen, was ihnen von ihrer Blöße verborgen war. Und er
sagte: ‘Unser Herr hat euch diesen Baum nur verboten, damit ihr
nicht Engel werdet oder zu den Ewiglebenden gehört.’ Und er schwor ihnen:
‘Ich gehöre wahrlich zu denjenigen, die euch guten Rat geben.’ So
verführte er sie trügerisch. Als sie dann von dem Baum gekostet
hatten, zeigte sich ihnen ihre Blöße offenkundig...” (Quran 7:20-22)
Wegen ihrer Qual und ihrer Schmerzen wünschte Maria, nie
geschaffen worden zu sein und rief aus:
“O wäre ich doch zuvor gestorben und ganz und
gar in Vergessenheit geraten!” (Quran 19:23)
Nachdem das Kind geboren war, und als ihre
Erschöpfung nicht länger so stark war, rief das neugeborene Baby, Jesus -möge
Gott ihn loben- auf wunderbare Weise neben ihr, um sie zu beschwichtigen und ihr
wieder zuzusichern, daß Gott sie schützen wird:
“Da rief er ihr von unten her zu: ‘Sei nicht
traurig; dein Herr hat ja unter dir ein Bächlein geschaffen. Und schüttele zu
dir den Palmenstamm, so läßt er frische, reife Datteln auf dich herabfallen. So
iß und trink und sei frohen Mutes. Und wenn du nun jemanden von
den Menschen sehen solltest, dann sag: Ich habe dem Allerbarmer Fasten gelobt,
so werde ich heute mit keinem Menschenwesen sprechen.” (Quran 19:24-26)
Maria fühlte sich beruhigt. Dies war das
erste Wunder, das Jesus vollbrachte. Er sprach gleich nach seiner Geburt
beruhigend auf seine Mutter ein und wieder als die Menschen sie mit ihrem
neugeborenen Baby auf dem Arm sahen. Als jene sie sahen, beschuldigten sie
sie, indem sie sagten:
“O Maria, du hast ja etwas Unerhörtes begangen!”
(Quran 19:27)
Sie zeigte nur auf Jesus und er begann auf
wundersame Weise zu sprechen, so wie Gott es ihr in der Aukündigung versprochen
hat.
“Und er wird in der Wiege zu den Menschen
sprechen und im Mannesalter und einer der Rechtschaffenen sein.” (Quran 3:46)
Jesus sagte den Menschen:
“Ich bin wahrlich Gottes Diener; Er hat mir die
Schrift gegeben und mich zu einem Propheten gemacht. Und gesegnet hat Er mich
gemacht, wo immer ich bin, und angeordnet hat Er mir, das Gebet (zu verrichten)
und die Abgabe (zu entrichten), solange ich lebe, und gütig zu meiner Mutter zu
sein. Und Er hat mich weder gewalttätig noch unglücklich gemacht. Und der
Friede sei auf mir am Tag, da ich geboren werde, und am Tag, da ich sterbe, und
am Tag da ich wieder zum Leben auferweckt werde.” (Quran 19:30-33)
Hier beginnt die Geschichte von Jesus,
seinem lebenslangen Bestreben, die Menschen zum Gottesdienst aufzurufen, seinem
Meiden der Komplotte und Pläne der Juden, die versuchten, ihn zu töten.
Maria im Islam
Wir haben bereits über die
außerordentliche Stellung gesprochen, die der Islam Maria einräumt. Der Islam
gibt ihr die Stellung der vollkommensten erschaffenen Frau. Im Quran wird
keiner Frau mehr Beachtung geschenkt als Maria, obwohl alle Propheten mit
Ausnahme von Adam Mütter hatten. Sie ist eine von den acht Personen, nach
denen eines der 114 Kapitel des Quran benannt ist; das neunzehnte Kapitel heißt
‘Maryam’, Maria auf arabisch. Das dritte Kapitel des Quran ist nach ihrem
Vater benannt: Imran. Die Kapitel Maryam und Imran gehören zu den schönsten im
ganzen Quran. Noch dazu ist Maria die einzige Frau, die im Quran mit ihrem
Namen genannt wird. Der Prophet Muhammad sagte:
“Die besten Frauen der Welt sind
vier: Maria, die Tochter Imrans, Aasija, die Frau Pharaos, Khadieğah bint
Khuwaylid (die Frau des Propheten Muhammads) und Fatimah, die Tochter
Muhammads, des Gesandten Gottes.” (Al-Tirmidhi)
Von diesen ganzen Vorzügen abgesehen, die
wir erwähnt haben, waren Maria und ihr Sohn Jesus nur Menschen, und sie besaßen
keine Eigenschaften, die übermenschlich gewesen wären. Sie waren beide
geschaffene Wesen und sie wurden beide in diese Welt “geboren”. Obgleich sie
unter der besonderen Obhut Gottes standen, Der sie davor bewahrte, große Sünden
zu begehen, (im Falle Jesu´ absoluter Schutz, wie von allen Propheten, im Fall
von Maria teilweiser Schutz, wie ihn auch andere rechtschaffene Menschen
genossen, wenn wir davon ausgehen, daß sie keine Prophetin war) waren sie doch
noch empfänglich für Fehler. Nicht wie im Christentum, wo Maria für fehlerlos
gehalten wird. Niemand ist vollkommen, außer Gott allein.
Der Islam befiehlt den Glauben und die
Ausübung des strikten Monotheismus; niemand außer Gott besitzt übernatürliche
Kräfte, und Ihm allein gebührt der Gottesdienst, die Anbetung und die
Unterwerfung. Auch durch die Wunder, die manche Propheten und Rechtschaffenen
in ihren Leben vollbringen durften, hatten diese keine Macht, sich selbst zu
helfen, geschweige denn anderen nach ihrem Tod. Alle Menschen sind Diener
Gottes und brauchen Seine Hilfe und Seine Gnade.
Dasselbe gilt für Maria. Obwohl in ihrer
Anwesenheit viele Wunder passier-ten, hörte mit ihrem Tod alles auf. Die
Menschen, die behaupten, ihnen sei die Jungfrau Maria erschienen oder daß die
Menschen vor Schaden bewahrt wurden, nachdem sie sie angerufen hatten, wie
jene, die in der apokalyptischen Literatur wie “Transitus Mariae” erwähnt
werden, sind reine Erscheinungen, die der Satan hervorgerufen hat, um die
Menschen vom Gottesdienst und der Unterwerfung unter den Einen Wahren Gott
abzuhalten. Anrufungen wie “Heilige Maria” auf dem Rosenkranz und andere
Handlungen der Verherrlichung, wie die Widmung von Kirchen und das Abhalten
besonderer Feste für Maria, das alles führt die Menschen dazu, daß sie andere
außer Gott verherrlichen und loben. Aus diesen Gründen hat der Islam Erneuerungen
jeglicher Art verboten, ebenso auch Orte der Anbetung auf Gräbern einzurichten
– all das, um die Essenz aller Religionen, die Gott geschickt hat, zu bewahren:
die ursprüngliche Botschaft, Ihn Allein anzube-ten und die falsche Anbetung
alles anderen neben Ihm zu unterlassen.
Maria war eine Dienerin Gottes und sie war
die reinste aller Frauen, speziell für die wunderbare Geburt von Jesus
auserwählt, einer der größten aller Prophe-ten. Sie war für ihre Frömmigkeit
und ihre Schamhaftigkeit bekannt, und das wird sie all die Jahre hindurch bleiben,
die noch kommen werden. Ihre Geschichte wird seit dem Erscheinen des Propheten
Muhammad –Ehre und Heil auf ihm- im Heiligen Quran erzählt, und das wird in
seiner ursprünglichen, unveränderten Form so bleiben bis zum Tag des Gerichts.
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