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Ali war der vierte rechtgeleitete Khalif. Er folgte den Fußstapfen Muhammads, Abu Bakrs, Umars und Uthmans und
herrschte gemäß dem Gesetz Gottes von 656 bis 661 nChr über das muslimische
Reich. Ali war der junge Kousin und Schwiegersohn des Propheten Muhammad. Er
verbrachte seine Kindheit damit, dem edlen Charakter seines geliebten Kousins
nachzuahmen und seine Jugend damit, die Einzelheiten des Islam zu lernen. Ali
wuchs zu einem edlen Kämpfer heran, physisch stark und selbstsicher, aber mit einem
demütigen Herzen, von Liebe zu Gott und Seinem Gesandten Muhammad erfüllt. Muslime
gedenken Alis für seine Tapferkeit, seine Ehrlichkeit, seine großzügiges und
freundliches Verhalten anderen gegenüber und für seine unerschütterliche
Hingabe zum Islam.
Nach der Auswanderung nach Medina
heiratete Ali Fatima, die Tochter des Propheten Muhammad. Das junge Paar führte
ein einfaches und asketisches Leben, denn Ali kümmerte sich nicht um materiellen
Reichtum, er bemühte sich lieber darum, Gott zu gefallen und ewige
Glückseligkeit im nächsten Leben zu erreichen. Sie hatten keine Diener und
keine Sklaven. Ali schöpfte und trug Wasser und Fatima mahlte das Korn, bis
ihre Hände rauh wurden und schmerzten. Einmal kam das junge Paar zum Propheten
Muhammad und baten um einen Diener, da wies er sie zurück, indem er sagte, er
könne ihnen solchen Luxus nicht geben, wenn hungrige arme Leute die Moschee
füllten.
Am gleichen Abend besuchte der Prophet
Muhammad Ali und Fatima zuhause. Er saß auf der Bettkante und lehrte sie Worte
des Gedenken Gottes. Er sicherte ihnen zu, dass das Gedenken Gottes besser für
sie sei als ein Diener oder ein Sklave, um ihnen die Arbeit zu erleichtern. Ali
hat diesen Ratschlag nie vergessen, den er in jener Nacht erhalten hatte, später
berichtete er, dass keine Nacht vergangen ist, in der er diese Worte nicht vor
dem Schlafengehen rezitiert habe. Ali und seine Familie taten alles
Erdenkliche, um Gott zufrieden zu stellen, oft waren sie selbst hungrig und
gaben all ihre Nahrung Leuten, die ärner als sie waren. Alis Großzügigkeit
kannte keine Grenzen, er behandelte jeden mit Respekt und Freundlichkeit.
Der Gelehrte Imam Ahmad beschrieb Ali als
einen der tugendhaftesten Gefährten des Propheten Muhammad und Ali war als sein
überzeugtester Anhänger bekannt. Ali wurde verdientermaßen ein starker Kämpfer,
und er zeichnete sich in der entscheidenden ersten Schlacht gegen die
ungläubigen Männer von Mekka, als Schlacht von Badr bekannt, aus. Der junge
"Löwe" nahm an allen Kämpfen teil, die in den frühen Tagen des Islam
gefochten wurden mit Ausnahme von einem. Es wird in authentischen Überlieferungen
berichtet, dass der Prophet Muhammad seinem jungen Kousin in der Schlacht von
Khaybar eine große Ehre zuteil werden ließ.
Der Prophet Muhammad teilte seinen
Gefährten mit: “Morgen werde ich die Standarte (Flagge) einem Mann
geben, der Gott und Seinen Gesandten wirklich liebt und auch von Gott und
Seinem Gesandten geliebt wird, er flieht nicht vom Schlachtfeld und Gott wird
durch ihn den Sieg herbei führen.” Die Gefährten des Propheten dachten die
Nacht darüber nach, wem die Flagge wohl gegeben würde. Von Umar ibn al-Khattab
wird angenommen, dass er gesagt habe, dies sei das einzige Mal gewesen, wo er sich
nach der Führung gesehnt habe, aber diese Ehre gebührte Ali.
Nachdem Uthman Ibn Affan im Dienste der
muslimischen Gemeinschaft ermordet worden war, wurde Ali als vierter der
rechtgeleiteten Khalifen ausgewählt. Viele Muslime brannten darauf, dass Ali
die Führerschaft übernehmen sollte, aber Ali war besorgt, dass bereits die Saat
der Rebellion unter den Gläubigen gesät wurde. Er zögerte, bis einige der engsten
Gefährten des Propheten Muhammad ihn drängten und ihm ihre Unterstützung
zusagten. Die Ereignisse um Uthmans Mord herum haben für die muslimische
Gemeinde eine Zeit eingeleitet, die als die "Zeit des Trübsals"
bekannt ist. Ali begann und beendete sein Khalifat in den Zeiten der Prüfung
und des Trübsals, aber er blieb seinen Überzeugungen treu und herrschte auf die
Art und Weise eines Kindes, das seine Normen und Werte zu Füßen des Propheten
Muhammads gelernt hatte.
Ali war ein tief religiöser Mann; er war
dem Islam ergeben und in seinem täglichen Leben und seiner Position als Führer
bestrebt, den Qur´an und die authentischen Überlieferungen des Propheten
Muhammads einzuhalten. Unter den Muslimen brach Krieg aus und Ali fand sich in
einer Lage wieder, in der er versuchte, eine Gemeinschaft zu führen, die von
Rebellion und Kämpfen heimgesucht wurde. Während dieser Zeit des Bürgerkriegs
und Kampfes war sich Ali immer der großen Aufgabe bewusst, die vor ihm lag. Er
hatte die Verantwortung für das Volk der muslimischen Gemeinschaft.
An dieser Stelle muss deutlich bemerkt
warden, dass Ali und Uthman Brüder im Islam gewesen waren, beide haben sich
Gott, Seinem Gesandten Muhammad und der Religion des Islam unterworfen. Beide
herrschten mit demütigen Herzen, Strenge und Frömmigkeit über die muslimische
Nation.
Ali wurde mit einem vergifteten Schwert
ermordet. Der Attentäter, der Ali schlug, als er in der Moschee betete,
bereitete seinem Leben ein Ende. Abu Bakr, Umar Ibn al-Khattab, Uthman Ibn Affan
und Ali Ibn Abu Talib waren Männer von edler Statur und hoher Moral gewesen,
sie regierten mit dem Qur' an und den Lektionen, die sie der Prophet Muhammad
gelehrt hatte.
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