|
|
|
|
|
|
Abu Bakr, der Wahrhaftige (teil 1 von 3): Der Erste
|
   
Beschreibung: Ein frommer Mann nimmt den Islam an und geht in die Geschichte ein.
von Aisha Stacey (© 2012 IslamReligion.com)
Veröffentlicht am 02 Apr 2012 - Zuletzt verändert am 02 Apr 2012
Gesehen: 126 (Tagesmittelwerte: 2) - Bewertung: 5 von 5 - Bewertet von: 2 Gedruckt: 10 - Emailed: 0 - Kommentiert am: 0
|
|
‘Wenn ich jemanden als meinen engsten
Freund genommen hätte, hätte ich Abu Bakr genommen, aber er ist mein Bruder und
Gefährte.’
Dies sind die Worte des Propheten Muhammad, möge Gott ihn mit
Lob überschütten, und Abu Bakr war sein engster irdischer Gefährte. Abu Bakr
war als As Siddieq (der Wahrhaftige) bekannt. Das arabische Wort Siddieq
bedeutet mehr als Freisein von Betrug; es bedeutet eine Person, die sich in
einem ständigen Zustand der Wahrhaftigkeit befindet. Jemand, der die Wahrheit
erkennt und daran festhält. Das Wort Siddieq bedeutet Wahrhaftigkeit
gegenüber einem selbst, den Menschen um uns herum und gegenüber Gott. Abu
Bakr war ein solcher Mann.
Der Prophet Muhammad zeigte seine große
Liebe und seinen Respekt für Abu Bakr, indem er ihn als "engsten
Freund" bezeichnete. Das im Arabischen verwendete Wort ist Khaliel,
und es heißt mehr als nur Freundschaft, sondern eine herzerfüllte Nähe mit
unzerstörbarer Bindung. Der Prophet Abraham war als Khaliel von Gott
bekannt, und der Prophet Muhammad selbst behielt sich dieses Wort für seine
Verbindung mit Gott vor, aber seine Bindung zu Abu Bakr involvierte eine
besondere Beziehung.
Hintergrund
Die Aussagen des Propheten Muhammads und
die Geschichte des Islam berichten uns, dass Abu Bakr wenig mehr als zwei Jahre
nach dem Propheten Muhammad geboren wurde, und beide wurden in den Stamm der
Quraisch geboren, wenn auch in unterschiedliche Sippen. Abu Bakr wurde in
einer ziemlich reiche Familie geboren und etablierte sich als erfolgreicher Händler
und Kaufmann. Er war ein sympathischer, zugänglicher Mann, der ein großes
soziales Natzwerk hatte.
Abu Bakr liebte es, mit den anderen zu
reden, und er war ein Experte in arabischer Genealogie. Er kannte die Namen
und Standorte sämtlicher arabischer Stämme und verstand sich auf deren gute und
schlechte Eigenheiten. Diese Kenntnisse waren es, die es ihm gestatteten, sich
leicht unter die vielen Menschen zu mischen und einen großen Einfluss auf die
mekkanische Gesellschaft auszuüben.
Als der Prophet Muhammad seine erste Frau
Khadija heiratete, wurden er und Abu Bakr Nachbarn und sie fanden heraus, dass
sie zahlreiche geimeinsame Eigenschaften hatten. Beide Männer waren Händler
und beide führten ihre Geschäfte mit Ehrlichkeit und Integrität.
Sowohl der Prophet Muhammad als auch Abu
Bakr mieden die Laster und die Korruption, die in dem vor-islamischen Arabien
an der Tagesordnung waren und sie beide mieden die Götzenanbetung. Sie
erkannten einander als verwandte Seelen und bauten eine lebenslange
Freundschaft auf.
Der Erste
Abu Bakr As Siddieq war die erste Person,
die die Botschaft des Propheten Muhammad beherzigte und den Islam annahm. Als
er den Propheten Muhammad sagen hörte, dass es nichts gibt, das der Anbetung
würdig ist, außer Gott und dass er (Muhammad) der Gesandte Gottes ist, nahm Abu
Bakr ohne irgendwelche Vorbehalte den Islam an. Für jeden, der zum Islam kommt
oder den Glauben verloren hat, gibt es ein Hindernis, einen Augenblick des Zögerns,
nicht aber für Abu Bakr. Die Süße des Glaubens hat Einzug in sein Herz
gehalten und er, der als der Wahrhaftige bekannt war, erkannte die Wahrheit.
In der ersten Zeit als die Botschaft
zuerst offenbart wurde, rief der Prophet Muhammad die Menschen, die ihn
umgaben, Heimlich zum Islam auf. Der Prophet Muhammad wußte, dass die
Botschaft die Mekkaner schockieren und entsetzen würde, die tief in ihrer
Unwissenheit verwurzelt waren. Er wollte eine Gruppe Anhänger bilden, die die
Botschaft langsam verbreiten sollten, die sich in immer weiteren Kreisen
bewegten. Als es 38 Muslime gab, ging Abu Bakr zu seinem geliebten Freund, dem
Propheten Muhammad, und sagte, er wolle die Botschaft in der Öffentlichkeit
verkünden.
Der Prophet Muhammad lehnte das ab, denn
er dachte, die Zahl der Anhänger sei zu klein, um sie dem Risiko auszusetzen. Abu
Bakr bestand darauf und sprach seinen Gefährten immer wieder darauf an. Als
dem Propheten Muhammad von Gott befohlen wurde, seine Botschaft öffentlich zu
verkünden, machten er und Abu Bakr sich auf den Weg zur Kaaba (das Haus Gottes
im Zentrum Mekkas). Abu Bakr stand auf und verkündete mit lauter Stimme:. “Es
gibt keinen Gott, der der Anbetung würdig ist, außer Gott und Muhammad ist Sein
Diener und Gesandter”. Abu Bakr war der erste öffentliche Redner des Islam.
Als der Prophet Muhammad starb, waren die
Muslime am Boden zerstört, manche weigerten sich sogar, die Wahrheit
anzuerkennen. Ihre Herzen waren gebrochen. Obwohl er von
Trauer erfüllt war, wandte sich Abu Bakr an die Menschen, er lobte und pries
Gott und sagte: “Wer auch immer Muhammad angebetet hat, Muhammad ist tot, wer
aber Gott angebetet hat, Gott ist Ewiglebend und wird nie sterben.” Dann rezitierte er Verse aus dem Qur´an.
“(O Muhammad), wahrlich, du wirst sterben und auch sie werden sterben.”
(Quran 39:30)
“Und
Muhammad ist nur ein Gesandter; schon vor ihm gingen die Gesandten dahin. Und ob
er stirbt oder getötet wird, werdet ihr auf euren Fersen umkehren? Und wer auf
seinen Fersen umkehrt nimmer schadet er Gott etwas; aber Gott wird wahrlich die
Dankbaren belohnen." (Quran 3:144)
In dieser schweren Krise wählten die am
Boden zerstörten Muslime Abu Bakr zu ihrem Führer. Er war der erste
Khalif (Führer der Muslime).
Der Neffe des Propheten Muhammad, Ali ibn Abu
Talib, lobte Abu Bakr als den ersten, der den Islam angenommen hat und den
ersten, der irgendwelche guten Taten verrichtet hat. Im Islam ist es nicht nur zulässig, mit guten Taten zu wetteifern,
sondern es wird sogar empfohlen. Der Prophet Muhammad ermahnte seine Anhänger,
sich in den Angelegenheiten dieser Welt einfach zu verhalten, aber um das
ewigdauernde Leben im Paradies zu wetteifern. Der muslimische Historiker
At-Tabarani, zitiert den rechtschaffenen Gefährten Ibn Abbas, der sagte: “Abu
Bakr.....übertraf alle Gefährten des Propheten Muhammads in Frömmigkeit und
Rechtschaffenheit, Entsagung weltlicher Güter und Gottvertrauen.” Den Aussagen
des Propheten Muhammad können wir entnehmen, dass Abu Bakr der erste sein wird,
der nach den Propheten Gottes das Paradies betreten wird. Abu Bakr –
der Erste!
|
Abu Bakr, der Wahrhaftige (teil 2 von 3): Wir sind zwei und Gott ist der Dritte
|
   
Beschreibung: Zwei Freunde blicken der Gefahr ins Auge und setzen ihr Vertrauen in Gott.
von Aisha Stacey (© 2012 IslamReligion.com)
Veröffentlicht am 09 Apr 2012 - Zuletzt verändert am 09 Apr 2012
Gesehen: 176 (Tagesmittelwerte: 4) - Bewertung: 5 von 5 - Bewertet von: 2 Gedruckt: 10 - Emailed: 0 - Kommentiert am: 0
|
|
Der Prophet Muhammad, möge Gott ihn mit Lob
überschütten, und sein enger Freund Abu Bakr besaßen weniger als drei Jahre
Altersunterschied. Beide waren im selben Stamm der Quraisch geboren, aber von
unterschiedlichen Klans. Der Prophet Muhammad hat den größten Teil seines
frühen Lebens in ziemlicher Armut verbracht, während Abu Bakr von einer recht
wohlhabenden Familie kam. Beide Männer lebten und verhielten sich auf eine
ruhige und würdevolle Weise und beide Männer hatten die Götzendienerei aus
ihren Leben verbannt. Als der Prophet Muhammad aufgefordert wurde, die
Botschaft des Islam zu verbreiten, war sein Freund Abu Bakr der erste Mann, dem
er sich zuwandt. Ohne einen Augenblick zu zögern nahm Abu Bakr den Islam an
und begann eine Reise der Hingabe und Liebe, die den Rest seines Lebens
andauern sollte.
Abu Bakr liebte seinen Freund zutiefst und
war bereit, die Wahrheit des Islam leicht anzunehmen. Als er die Botschaft
hörte, dass Gott Einer ist, war er bereit, zu akzeptieren, was er schon zuvor
für die Wahrheit gehalten hatte. Seine Tochter Aischa berichtete, dass er sich
in seinem ganzen Leben niemals vor irgendeinem Götzen niedergeworfen hatte. Abu
Bakr selbst berichtete, dass als er ein Kind war, sein Vater ihn zu dem Ort
mitgenommen hatte, wo die Götzen stehen und ihn da zwischen den Statuen gelassen
hatte. Der kleine Junge betrachtete die seelenlosen Objekte um sich herum und
fragte sie, welchen Nutzen sie für ihn haben könnten. Als die Götzen nicht
fähig waren zu antworten, enschloss sich Abu Bakr, dass er nichts anbeten würde,
das weder hören noch sehen konnte. Er verstand, dass Statuen und Götzen es
nicht wert waren, angebetet zu werden.
Abu Bakrs Liebe zu dem Einen Wahren Gott
und seine Unterstützung für seinen Freund Muhammad waren der Grund dafür, dass
er in den frühen Tagen des Islam häufig verfolgt und gnadenlos geschlagen
wurde. Die Mehrheit der Mekkaner hassten es, Muhammads Botschaft der
Neuordnung und Abrechnung zu hören. Sie waren die Hüter des Götzendienstes und
eine große Menge Umsatz wurde mit den Pilgern gemacht, die kamen, um einen oder
mehrere der Götzen zu besuchen, die in Mekka und Umgebung angebetet wurden. Wenn
Muhammad die Menschen erfolgreich in der Anbetung des Einen Gottes vereint
hätte und wenn ihre Arten der Korruption ausradiert worden wären, hätten sich
ihre Leben irreversibel geändert.
Die Auswanderung
Die furchtbare Behandlung, Tortur und
Brutalität gegen die Muslime ließ den Propheten viele von ihnen zu ihrem
eigenen Schutz wegschicken. Die zweite der beiden Auswanderungen führte in die
Nähe der Stadt Yathrib, die später Medina genannnt wurde. Obwohl sie später oft
als Flucht bezeichnet wurde, war es in Wirklichkeit eine sorgfältig geplante
Auswanderung. Zwei Stämme aus Yathrib hatten einen Bund mit dem Propheten
Muhammad geschlossen und ihm ihre Treue und ihren Schutz angeboten, aber in
diesem Stadium war dem Propheten Muhammad die Erlaubnis, Mekka zu verlassen,
von Gott noch nicht erteilt worden. Er entsandte allerdings seine Anhänger
nach in kleinen Gruppen nach Yathrib, damit sie nicht die Aufmerksamkeit der
Mekkaner auf sich zogen.
Eines Tages in der Hitze der Mittagssonne
besuchte der Prophet Muhammad das Haus seines Freundes Abu Bakr. Die Straßen
von Mekka waren wie ausgestorben und Abu Bakr wusste, dass dieser Besuch sehr
wichtig war, denn diese Tageszeit war für die Ruhe reserviert. Der Prophet
Muhammad bat Abu Bakr, "sein Haus zu leeren", was bedeutete, dass er
etwas Wichtiges und Privates zu besprechen hatte. Abu Bakr antwortete:
"Dies ist deine Familie". Der Prophet Muhammad ging hinein und
enthüllte seinem Freund, dass Gott ihm die Erlaubnis erteilt hatte, Mekka zu
verlassen. Aischa berichtete, dass ihr Vater weinte, als er hörte, dass er der
Gefährte des Propheten auf dieser Reise sein sollte.
Abu Bakr weinte nicht vor Furcht, obwohl
es eine Reise voller Gefahren werden würde, sondern aus reiner Freude. Dies
war eine Gelegenheit, über zehn Tage alleine auf der Reise mit seinem liebsten
Gefährten zu sein. Es war eine Gelegenheit, viele Tage und Nächte vom Brunnen
des Prophetentums zu trinken. Abu Bakr kündigte an, dass er die Kamele vorbereitet
habe und bereit zur Abreise sei, denn auch er hatte nur darauf gewartet, dass
seinem Gefährten die Erlaubnis zur Abreise erteilt würde. In jener Nacht
brachen die beiden Freunde durch die Hintertür auf und zogen in die schwarze
Wüstenlandschaft.
Die Suche
Als die Mekkaber bemerkten, dass der
Prophet Muhammad aus Mekka geflohen und damit ihren Plänen, ihn zu ermorden
entkommen war, wurden sie wütend. Suchtrupps begannen sogleich, die Umgebung zu
durchkämmen. Obwohl sie vermuteten, dass der Prophet Richtung Yathrib zog,
schickten sie Kundschafter in alle Himmelsrichtungen. Abu Bakr und der Prophet
Muhammad verbrachten drei Tage versteckt in einer Höhle südlich von Mekka.
Einmal kam ein Suchtrupp so nahe an den
Eingang ihrer Höhle, dass Abu Bakr ihre Schuhe über sich sehen konnte. Furcht
und Beklommenheit erfüllten ihn, nicht seinetwegen, denn er war ein mutiger
Mann, sondern um seinen geliebten Freund. Abu Bakr flüsterte: "O
Gesandter Gottes, wenn sie zu ihren Füßen herabblicken, werden sie uns
sehen!" Der Prophet Muhammad antwortete: "Abu Bakr, was denkst du
von zweien, wenn Gott der Dritte ist?" Gott offenbarte folgende Verse des
Qur´an als Reaktion auf diesen ergreifenden Moment:
“Wenn
ihr ihm nicht helft, so (wisset, daß) Gott ihm damals half, als die Ungläubigen
ihn vertrieben haben -, wie sie da beide in der Höhle waren und er zu seinem
Begleiter sagte: "Sei nicht traurig; denn Gott ist mit uns." Da ließ
Gott Seinen Frieden auf ihn herab und stärkte ihn mit Heerscharen, die ihr
nicht saht, und erniedrigte das Wort der Ungläubigen; und Gottes Wort allein
ist das höchste. Und Gott ist Erhaben, Allweise.” (Quran 9:40)
Die wütenden und verzweifelten Mekkaner
standen vor der Höhle, aber gingen nicht hinein. Eine Spinne hatte ein feines
Netz vor dem Eingang gesponnen, so dass es schien, als wäre die Höhle seit sehr
langer Zeit nicht betreten worden. Abu Bakr verstand durch die Worte seines
geliebten Freundes, dass die Kraft Gottes oft da zu finden ist, wo man es am
wenigsten vermutet. Eine winzige, zierliche Spinne, die ein verdeckendes Netz
spann, war mächtiger als ein ganzes Heer. Abu Bakr, der erste Mann, der den
Islam angenommen hatte, war einer von zweien. Zwei Freunde, die eine Botschaft
vereinte, verbunden durch ihre Liebe zu einander und zu der jungen muslimischen
Nation, gestärkt durch ihre Liebe für den Einen Wahren Gott.
|
Abu Bakr, der Wahrhaftige (teil 3 von 3): Der Beschützer
|
   
Beschreibung: Abu Bakr benutzte sein gutes Urteilsvermögen, seinen Reichtum und seine Stärke, um seine Gefährten zu schützen.
von Aisha Stacey (© 2012 IslamReligion.com)
Veröffentlicht am 16 Apr 2012 - Zuletzt verändert am 16 Apr 2012
Gesehen: 128 (Tagesmittelwerte: 3) - Bewertung: 5 von 5 - Bewertet von: 2 Gedruckt: 8 - Emailed: 0 - Kommentiert am: 0
|
|
Abu Bakr war ein Mann des klugen Urteils. Er
war in der Lage, die Wahrheit zu erkennen, während andere noch von der
Komplexität einer Situation verwirrt waren. Daher fand er es sehr leicht, die
Wahrheit des Islam zu erkennen, aber ihm war klar, dass die Worte Muhammads
eine Kluft in der mekkanischen Gesellschaft reißen würden. Die Anführer Mekkas
würden nichts tolerieren, das ihre wirtschaftliche Situation odein Gefahr
bringen würde. Abu Bakr wusste, dass schwere Zeiten bevorstanden und er fühlte,
dass es sein Pflicht war, seinen Gefährten, den Propheten Muhammad, zu
beschützen. Die beiden Freunde sahen einander jeden Tag und ihre Freundschaft
wurde immer stärker, als ihr Verständnis des Islam wuchs und in ihren Herzen
Wurzeln schlug. Drei Jahre lang entfaltete sich der Islam im Verborgenen. Die
neuen Muslime verbreiteten die Botschaft des Islam durch ein Netzwerk
vertrauenswürdiger Freunde, aber die Zeit kam, wo Gott dem Propheten Muhammad befahl,
die Botschaft in der Öffentlichkeit zu verbreiten.
Abu Bakr verstand, dass das Leben schwer werden
würde, wenn die Führer Mekkas zu der Erkenntnis kommen würden, wie viele
Menschen den Islam angenommen haben. Er wusste, dass der Prophet Muhammad
seinen Schutz benötigen würde aber die Monate vergingen und Abu Bakr übernahm
die Rolle des Beschützers für viele neue Muslime. Als immer mehr Menschen den
Islam annahmen, begannen die nicht-muslimischen Anführer Mekkas eine
Verfolgungs- und Verschmähungskampagne, um den neuen Glauben zu zerstören. Die
meisten Männer, Frauen und Kinder von den mekkanischen Stämmen hatten ihre
Familien, die sie schützten, aber die Sklaven und die Armen waren besonders
verwundbar.
Die Sklaven und Mittellosen waren es, die sich
besonders von den Lehren des Islam angezogen fühlten. Sie hörten die Worte von
Gleichheit, Freiheit und von der Barmherzigkeit des Einen Wahren Gottes und
sahen darin einen Weg, um aus der Brutalität ihrer Existenz zu entfliehen und
Trost in der Vergebung und Liebe Gottes zu finden. Sie lernten, dass alle
Männer Diener Gottes waren und dass Er allen Rechtleitung und Schutz bot, nicht
nur für die Eliteklasse. Abu Bakr war ein reicher Kaufmann und er war in der
Lage, das Leiden vieler Sklaven zu erleichtern, indem er sie von ihren Herren
loszukaufen und ihnen ihre Freiheit zu schenken.
Einer von den Sklaven, die Abu Bakr
befreit hat, war Bilal, der erste Mann, der dazu bestimmt war, die Gläubigen zum Gebet zu
rufen. Bilals Herr ließ ihn auf dem brennenden Sand liegen und ließ große
Felsenplatten auf seine Brust legen, aber er weigerte sich, seinen neuen
Glauben aufzugeben. Als Abu Bakr von Bilals Zustand hörte, beeilte er sich, um
ihn zu befreien. Insgesamt befreite Abu Bakr acht Sklaven, vier Männer und
vier Frauen. Obwohl das Kaufen und Befreien von Sklaven in der mekkanischen
Gesellschaft nichts Unbekanntes war, wurde es normalerweise aus viel weniger
uneigennützigen Gründen gemacht. Sobald ein Sklave befreit war, war er in
seiner Ehre dazu verplichtet, seinen Schutz demjenigen, der ihn befreit hat,
anzubieten und aus diesem Grund befreiten die reichen Mekkaner Sklaven, die
körperlich gesund und stark waren. Abu Bakr befreite Sklaven, um damit Gott zu
gefallen und nicht für sich selbst.
“Geschont
von ihm wird derjenige sein, der gottesfürchtig ist, der sein Vermögen hergibt,
um sich zu reinigen und der keinem eine Gunst schuldet, die zurückgezahlt
werden müßte, außer
im Trachten nach dem Wohlgefallen seines Herrn, des Allerhöchsten. Und er wird wohlzufrieden sein” (Quran 92:18-21)
Seinen Gefährten schützen
Eines Tages, als der Prophet Muhammad in
der Kaaba (dem Haus Gottes) war, versammelten sich die Mekkaner um ihn herum
und begannen, ihn zu verspotten und ihn verbal zu belästigen, und sehr bald eskalierte
es zu körperlichem Missbrauch. Irgend jemand informierte Abu Bakr darüber, dass
sein Gefährte seinen Hilfe benötigte, da eilte er zur Kaaba, stürzte sich in
die Mitte des Kampfes und stellte sich zwischen den Propheten Muhammad und die
Angreifer. Er rief: “Würdet ihr einen Mann dafür töten, dass er sagt, dass
Allah sein Herr ist.”
Die Mekkaner waren kurz betäubt, aber innerhalb von Sekunden
fielen sie über Abu Bakr her und schlugen ihn gnadenlos. Sie schlugen ihn so
hart, dass das Blut von seinem Kopf floss und in seinem Haar gerann.
Bei einer anderen Gelegenheit als der Prophet
betete, warf einer der Mekkaner ein Stück Stoff um seinen Hals und begann, ihn zu
strangulieren. Obwohl die Leute sahen, was da vor sich ging, war keiner mutig
genug, um dem Propheten zu Hilfe zu kommen. Als Abu Bakr zur Kaaba kam und
seinen Freund in dieser Zwangslage sah, eilte er herbei und schlug den
Angreifer in die Flucht.
Eine Geschichte, die von Ali ibn Abu Talib
kommt, verkörpert Abu Bakrs Ruf als ruhigen Mann der Tat, der nie seine eigenen
Bedürfnisse an die erste Stelle setzte, und dem Islam und seinem Propheten
Muhammad ergeben war. Als Ali der Führer der Muslime war, viele Jahre nach dem
Tod Muhammads und Abu Bakrs, hielt er eine Ansprache, in der er seine Zuhörer
befragte: "Wer ist der mutigste Mann im Islam?" Die Zuhörer
antworteten: "Du! Amir Al Muminien (Führer der Gläubigen)” Ali hatte einen
Furcht erregenden Ruf als Kämpfer und mutiger Krieger. Er blickte auf die
Männer, die vor ihm saßen: "Es ist wahr, ich habe nie einen Gegner ins
Auge geblickt und verloren, aber ich bin nicht der Mutigste. Diese Ehre
gebührt Abu Bakr."
Ali fuhr fort, über die Schlacht von Badr
zu berichten, den ersten Kampf den die junge muslimische Nation zu bestehen
hatte. Die Muslime lehnten es ab, den Propheten Muhammad in den Frontlinien
kämpfen zu lassen und bildeten anstatt dessen hinten ein Schutzschild. Die
Männer wurden gefragt, wer freiwillig den Propheten schützen wollte, aber
keiner trat hervor, bis auf Abu Bakr. Der Prophet Muhammad blieb eine Zeit
lang im Schutz, betete für den Erfolg der kleinen Nation, und Abu Bakr konnte
vor und zurückgehen gesehen werden, sein Schwert aus der Scheide gezogen,
bereit, jegliche Bedrohung von seinem geliebten Gefährten abzuwenden.
Später im Kampf führte der Prophet
Muhammad das zentrale Battalion und Abu Bakr die rechte Flanke. Sie waren
Freunde, unter allen Umständen vereint, in Zeiten der Leichtigkeit oder des
Mühsals. Abu Bakr ist ein Vorbild für einen mutigen Mann, der seinen Reichtum,
seine Fähigkeiten und seine Stärke im Dienste des Islam einsetzte und der
bereit war, sein Leben für Gott zu geben oder um den Gesandten Gottes zu
schützen.
Worte des Lobes
Ali ibn Abu Talib hielt auch Abu Bakr
Beerdigungsrede. Die folgenden Passagen sind nur ein kurzes Beispiel seiner
Lodesworte für den engsten Gefährten des Propheten Muhammad.
“Du hast ihn unterstützt, wenn andere ihn
verlassen hatten, und du bist fest dabei geblieben, ihm in Unglück zu helfen,
wenn andere ihm ihre Unterstützung entzogen haben.
“Du hattest die tiefste Stimme, aber die höchste
Auszeichnung. Dein Gespräch war das vorbildlichste und deine Überlegungen die
gerechtesten; deine Stille war die längste in der Dauer und deine Sprache war
sehr beredt. Der Tapferste von den Männern und über die Angelegenheiten gut
informiert. Deine Tat war gewürdigt.” So war Abu Bakr der Beschützer.
|
|
|
|
|
|
Täglich online:
von zu
(gemäß Ihrer computer Zeit)
|
| |
Ihre Favoriten |
 |
|
Die Liste ihrer Favoriten ist leer. Sie können Artikel zu der Liste hinzufügen, indem Sie die Artikelbearbeitung benutzen. |
| |
Ihre Geschichte |
 |
|
|