Umgang mit Kummer im Islam (teil 1 von 5)
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Beschreibung: Warum geschehen schlechte Dinge gemäß dem Qur´an?
von J. Hashmi (© 2012 IslamReligion.com)
Veröffentlicht am 30 Apr 2012 - Zuletzt verändert am 30 Apr 2012
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> Gottesdienst und Leben
> Islamische Sitten und Gebräuche
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Krieg. Hunger. Leid. Kein Tag vergeht,
an dem die Abendnachrichten keine entsetzlichen Geschichten von Menschen in
Verzweiflung und weltweitem Elend zeigen. Auf einer persönlicheren Ebene sind
viele von uns in ihren täglichen Leben von Kummer und Depressionen betroffen. Ein
geliebter Mensch verstirbt. Ein finanzieller Zusammenbruch. Ein betrügender
Ehegatte. Warum also lässt Gott zu, dass guten Menschen schlimme Dinge
widerfahren? Dies ist eine Frage, mit der sich Menschen unterschiedlicher
Religionszugehörigkeiten seit Hunderten von Jahren quälen. Sie ist einer der
größten Stolpersteine des Glaubens, und sie hat zahllose Menschen dazu
gebracht, überhaupt nicht an Gott zu glauben.
Theisten haben versucht, Gott und das Böse
in einer Reihe von Möglichkeiten in Einklang zu bringen. Einige Götzendiener
haben behauptet, dass Gott das Böse hasse, aber Er sei zu machtlos, um es zu
verhindern. Diese Vorstellung wird allerdings vom Qur´an widerlegt, denn sie
stellt Gottes Stellung als den Angesehensten (Al-Aziez), den
Unterwerfenden (Al-Jabbaar), den Starken (Al-Qawiyy) und den
Seine Bestimmung Durchsetzenden (Al-Qadir) in Frage. Andere behaupten,
dass Gott vielleicht in der Lage sei, Böses abzuwenden, aber Er wisse nicht,
wann oder wo Böses geschehen würde. Diese Vorstellung degradiert Gott zu einem
Feuerwehrmann, der erst auf der Bildfläche erscheint, wenn die Hälfte des
Gebäudes heruntergebrannt ist. Also ist dies auch eine unhaltbare Behauptung, denn
Gott wird im Qur'an als der Allwissende (Al-Aalim), der Allsehende (Al-Basier),
der Allhörende (Al-Samie') und der beständige Eigentümer und Überwacher
von allem (Al-Maliek) bezeichnet. Es würde tatsächlich als blasphemisch
angesehen, Gottes Macht in Frage zu stellen: wenn Gott alles Schlechte auf
dieser Erde entfernen wollte, dann könnte Ihn nichts davon abnhalten.
Polytheistische Religionen verfügen
darüber hinaus noch über eine weitere Hypothese: Gott ist Gut, aber es gäbe
noch andere böse Götter, die Seine Güte vereiteln wollten und Korruption auf
Erden verbreiten. Gott sei daher im Kampf mit diesen Gottheiten blockiert.
Vielleich sei Satan ein Gegen-Gott, mit dem Gott ständig kämpfen muss. Doch
diese Idee – von vielen Göttern – wird im Qur´an kategorisch abgelehnt, der
Gott als den Einen (Al-Wahid), den Einen und Einzigen (Al-Ahad), den
Ersten (Al-Awwal) und den Letzten (Al-Akhir) beschreibt. Der
Qur´an betont, dass es keine Götter neben Gott gibt; beispielsweise sagt der
Qur´an:
“Euer
Gott ist ein Einziger Gott, es ist kein Gott außer Ihm!” (Quran
2:163)
Mit über tausend Versen diesbezüglich ist
es unmöglich an mehrere Götter zu glauben; vielmehr gibt es nur Einen Einzigen
Allerhöchsten Gott.
Die antiken Gnostiker hatten so sehr
Schwierigkeiten damit, das Böse in dieser Welt mit Gott zu versöhnen, dass sie
schlussfolgerten, dass Gott Selbst böse sein müsse. Menschen, die von dieser
Behauptung weiter ausgehen, argumentieren, Gott könne nicht gleichzeitig der
Allmächtige und der All-Liebende sein. Wenn Gott in der Lage ist, Böses zu
beseitigen und es nicht tue, dann müsste Er dafür böse sein. Doch wird diese
Vorstellung vom Qur´an bedingungslos abgelehnt, der erklärt, dass Gott der
Quell der Liebe ist (Al-Wadud), der Gütigste (Al-Barr) und der
Großzügigste (Al-Kariem). Der Qur´an bezeichnet Gott auch als den
Barmherzigsten (Al-Rahiem), den Allerbarmer (Al-Rahmaan), den
stets Verzeihenden (Al-Ghaffaar), den Herrn der unendlichen Gnade (Dhul
Fadl al-Adthiem) und der Quell allen Friedens und jeglicher Sicherheit (Al-Salaam).
Damit bestätigt der Qur´an, dass Gott
sowohl Allmächtig als auch Liebend ist; wie also können diese beiden
Eigenschaften miteinander vereinbart werden, angesichts der Tatsache, dass die
Welt voller Übel ist? Die islamische Perspektive ist, dass Gott
"schlimme" Dinge geschehen lässt, um etwas größeres Gutes zu
erreichen. Gott prüft Seine Diener mit Leid, um sie zu Menschen der Art zu
formen, wie Er sie haben möchte. Durch das Leiden können die Menschen
Eigenschaften entwickeln, die ewig bleiben: Standhaftigkeit und Geduld im
Angesicht der großen Not, ebenso wie große Demut und Milde. Vor allem aber
bewirkt das Leiden, dass sich die Menschen hilfesuchend Gott zuwenden; es
festigt und unterscheidet die wahren Gläubigen von den falschen.
Leid lässt Menschen Gottes gedenken
Menschliche Wesen tendieren dazu, Gott zu
vergessen, wenn es ihnen gut geht, und sie gedenken Seiner nur, wenn sie von
Leid heimgesucht werden. Der Qur´an gibt uns ein Beispiel von einem Schiff:
wenn das Schiff sachte dahinsegelt, dann gedenken seine Insassen nicht Gottes,
aber wenn der Wind droht, das Schiff zu kentern, fangen seine Insassen plötzlich
an, ernsthaft zu Gott zu beten. Der Qur´an sagt:
“Euer
Herr ist es, Der die Schiffe auf dem Meer für euch treibt, auf daß ihr nach
Seiner Gnade trachten möget. Wahrlich, Er ist gegen euch Barmherzig. Und wenn
euch auf dem Meer ein Unheil trifft: verloren sind jene die ihr an Seiner Statt
anruft. Hat Er euch aber ans Land gerettet, dann kehrt ihr euch (von Ihm) ab;
denn der Mensch ist undankbar!” (Quran 17:66-67)
Dieses Beispiel kann auf unsere tag-täglichen
Leben übertragen werden. Eine Person mag Gott vergessen, solange ihre finanzielle
Situation gut ist, wenn sie aber arbeitslos wird, dann bittet sie plötzlich
Gott um Hilfe. Als der Prophet Muhammad die Botschaft Gottes verkündete, waren
es die Armen und die Sklaven, die den Großteil seiner Anhänger ausmachten. Die
reichen und wohlhabenden Führer von Mekka andererseits fuhren damit fort, ein
von Gott entferntes Leben zu führen. Es ist allgemein bekannt, dass reiche
Leute – wie Schauspieler, Sänger und andere Berühmtheiten – die gottlosesten
Leben führen. Währenddessen klammern sich die Sanftmütigen und Bedürftigen
mehr an Gott. Dies bedeutet, dass das Leiden nicht notwendigerweise etwas
Schlechtes sein muss, und Reichtum ist nicht notwendigerweise etwas Gutes.
Gott sagt im Qur´an:
“Doch
es mag sein, daß euch etwas widerwärtig ist, was gut für euch ist, und es mag
sein, daß euch etwas lieb ist, was übel für euch ist. Und Gott weiß es, doch
ihr wisset es nicht!” (Quran 2:216)
Dies ist alles Teil der menschlichen
Psychologie: wir vergessen Gott in guten Zeiten und wir gedenken Seiner in
Zeiten der Not. Daher betrübt Gott uns mit Prüfungen und Leiden, damit wir uns
Ihm wieder zuwenden und Seine Gnade ersuchen. Wie viele unzählige Menschen
haben sich Gott zugewandt und wurden zum Islam geführt, nachdem sie von Leiden
über Leiden heimgesucht worden waren? Ein Beispiel das mir einfällt, ist das
eines gut-meinenden Politikers, der beabsichtigt, Gutes zu tun, aber sobald er
an die Macht kommt, verdirbt ihn das System. Bald fängt er an,
Bestechungsgelder zu nehmen und zu geben, er beginnt, das gottlose Leben eines
reichen Politikers zu führen, verschwenderisch und extravagant. Dann plötzlich
bewirkt Gott seine Verhaftung; der Mann verliert allen Reichtum, seine Frau
verlässt ihn und er verrottet im Knast. Letztendlich nachdem er über seine
Gewinne und Verluste nachgedacht hat, wendet sich der Mann Gott zu. Also
widerfuhren diesem Mann so schlimme Dinge, damit etwas größeres Gutes geschehen
konnte. Als er reich gewesen war, strebte er der Hölle zu, aber als Gott ihn
mit Leiden heimsuchte, änderte er seinen Kurs; das zeitweilige Leiden im
Gefängnis ist in der Tat ein kleiner Preis verglichen mit der Ewigen
Glückseligkeit im Paradies. Schließlich sehen wir, wie Gott es zulässt, dass
guten Menschen schlimme Dinge geschehen, damit etwas größeres Gutes auf lange
Sicht zustande kommt.
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Umgang mit Kummer im Islam (teil 2 von 5)
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Beschreibung: Leiden ist ein Mittel der Reinigung.
von J. Hashmi (© 2012 IslamReligion.com)
Veröffentlicht am 07 May 2012 - Zuletzt verändert am 07 May 2012
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Etwas anderes Gutes, das durch das Leiden
kommt, ist dass die Seele dadurch gereinigt wird. Der Prophet Muhammad erklärte:
“Bei Dem Einen, in Dessen Hand meine
Seele ist (d.h. Gott) kein Gläubiger wird von Müdigkeit, Erschöpfung, Angst
oder Trauer befallen, ohne dass Gott ihm dafür einige seiner Sünden vergibt –
auch wenn ihn nur ein Dorn sticht.” (Musnad Ahmad)
Einige Menschen beschreiben ein Gefühl des
Herzbrennens, wenn sie Trauern. Auf der physischen Ebene könnte es nur eine
Magen-Reflux Krankheit sein, die durch Stress und Angst hervorgerufen wurde;
aber auf symbolischer Ebene repräsentiert es das spirituelle Herz, das wie ein
mächtiger Ofen Sünden verbrennt. Wenn ein Gläubiger von Leid getroffen wird,
dann sühnt Gott damit einige Sünden dieser Person aus Gnade. Infolgedessen
wird diese Person nicht für diese Sünden im Jenseits bestraft und rückt dadurch
dem Paradies näher.
Ein Skeptiker könnte vielleicht fragen, warum
Gott Seinen Dienern nicht einfach vergeben kann, ohne sie mit Leiden auf der
Erde oder im Jenseits zu belasten. Die Antwort darauf ist, dass Gott
tatsächlich alle Sünden vergibt, solange Sein Diener sich Ihm bereuend zuwendet
und Seine Gnade und Vergebung erbittet. Einem solchen Menschen, der Gott um
Vergebung ersucht, wird Gott ohne irgendeine Strafe oder Vergeltung vergeben.
Gott wird seine Sünden löschen, als seien sie nie dagewesen. Gemäß dem
Propheten Muhammad wird jedem vergeben, der sich Gott in Reue zuwendet,
"selbst wenn seine Sünden so zahlreich sind wie der Schaum auf dem Meer,
so zahlreich wie die Körner des Sandes, so schwer wie die Berge und so viele
wie die Regentropfen und die Blätter von allen Bäumen".
Gott vergibt denen, die um Seine Vergebung
bitten und zwar, weil Er die Gläubigen liebt, die vor Ihm demütig sind, die vor
Ihm Buße tun und diejenigen, deren Herzen weinen, weil sie Ihm ungehorsam
gewesen sind. Der Qur´an sagt:
“Wahrlich,
Gott liebt diejenigen, die sich (Ihm) reuevoll zuwenden und die sich reinigen.”
(Quran 2:222)
Was wird aber aus demjenigen, der sündigt
und niemals Gott um Vergebung bittet? Was ist mit dem, der immer weiter
sündigt, ohne vorzuhaben, damit aufzuhören? Gott lässt nicht alle Sünden
ungestraft, denn dies würde die Menschen nachlässig und böse werden lassen. Der
Vollzug der Strafe für diese Sünder ist zu ihren Gunsten, genau wie ein Vater
seinen Sohn zu dessen eigenen Gunsten bestraft. Wenn zum Beispiel ein Sechsjähriger
seine Finger in die Steckdose steckt, dann bestraft ihn sein Vater dafür aus
Angst, er könnte einen Stromschlag bekommen. Eltern drohen ihren Kindern zum
Wohle des Kindes mit der Bestrafung, auch wenn das widerspenstige Kind
vielleicht noch zu unreif sein mag, um zu realisieren, dass die Strafe von der
Liebe und Fürsorge des Vaters herrührt. Wenn das Kind seine Finger in die
Steckdose steckt, wird es selbst – und nicht sein Vater – einen Stromschlag
bekommen. Genauso ist es, wenn wir sündigen, wir tun es zu unserem eigenen
Nachteil und die Ehre Gottes bleibt unangetastet. Die weltliche Strafe ist
daher ein Mittel, nicht das Ende; das Ziel der Bestrafung ist nicht zu
bestrafen, sondern sie dient eher als starke Abschreckung.
Wenn der Vater zu nachlässig mit seinem
Sohn ist und nichts dazu sagt, wenn das Kind die Finger in die Steckdose
steckt, dann wird dem Jungen nicht deutlich werden, wie gefährlich das ist, was
er tut. Dann wird er weiterhin seine Finger in die Steckdose stecken, bis er eines
Tages einen Stromschlag bekommt und stirbt. Genauso wäre es, wenn Gott keine
Heimsuchung auf Seine Diener herabsenden würde, dann könnten sie den Irrtum,
den sie auf ihren gottlosen Wegen begehen, nicht bemerken, bis sie ihren
spirituellen Tod erreichen. Der schürzenjagende Ehemann beispielsweise würde
nie bemerken, dass seine Fehltritte eines Tages zum Zerbrechen seiner Familie
führen werden; der zwanghafte Spieler würde nicht bemerken, dass ihn seine Sucht
zum Bankrott führen wird; und der Alkoholiker würde nicht bemerken, dass sein
Trunksucht zu einem Leben des Elends und der Leere führen wird. Also schickt
Gott auf diese Menschen Bestrafungen herab, nicht nur um ihre Sünden zu sühnen,
sondern auch um sie zu sensibilisieren und von ihren schädlichen Wegen zu
wecken.
Stell dir einmal ein Kind vor, das weiss,
dass seine Eltern nichts tun würden, wenn es mit Drogen erwischt würde. Dies wäre
eine grobe Fahrlässigkeit der Eltern, und es würde das Kind dazu verleiten,
sich ohne Angst vor Konsequenzen zu schädigen. Daher werden
verantwortungsbewusste Eltern bestimmte Richtlinien aufstellen, damit das Kind
weiss, dass wenn es Drogen nimmt, dann ist es am Boden zerstört. Dies lässt
das Kind von Drogen fernbleiben, aus Angst davor bestraft zu werden. Ähnlich
ist es mit der Erschaffung des Höllenfeuers – obwohl es eine Bestrafung ist -
ist es auch eine Gnade für die Menschheit; durch die Drohung damit, schafft
Gott eine Menge Gutes. Das Höllenfeuer ist eine Bestrafung, die Gott Seinen
Dienern androht, damit sie Gott fürchten und Ihm gehorchen, solche Menschen
werden dann spiritueller, religiöser und rechtgeleiteter werden. Dies hat
keinen Nutzen für Gott, sondern nutzt nur ihnen selbst. Gott hat keinen Bedarf
an ihnen, aber sie brauchen Ihn in ihren Leben.
Aber Gott gibt Seinen Dienern viele
Gelegenheiten und Warnungen, bevor Er sie ins Höllenfeuer verdammt. Ähnlich
verhält es sich bei einem Polizisten, der eine Raserin angehalten hat. Das
erste Mal, als sie beim Rasen erwischt wird, verwarnt sie der Polizist. Beim
zweiten Mal bekommt sie eine Geldstrafe von $50. Beim dritten Mal bekommt sie
eine saftige Geldstrafe von $300. Beim vierten Mal muss sie zur Strafe einige
Stunden gemeinnützige Arbeit leisten und beim nächsten Mal wird ihr die
Fahrerlaubnis entzogen usw. Der Polizist hält die Fahrerin nicht zu seinem
eigenen Nutzen an; es ist zu ihrem eigenen Nutzen, damit sie in keinen
Verkehrsunfall gerät und sich selbst schädigt. Dies ist wie die Methodik
Gottes: Er prüft die Menschen mit kleineren Strafen in diesem weltlichen Leben,
damit sie die Fehler in ihren Wegen erkennen. Mit anderen Worten, Gott erlaubt
es, dass guten Menschen schlimme Dinge passieren, um sie für ihre Sünden zu
bestrafen; diese Strafe dient als eine Warnung, damit sie sich in diesem Leben
bessern und damit die Bestrafung im Jenseits vermeiden. Sicherlich würde ein
Autofahrer lieber lieber $50 Strafe zahlen als im Gefängnis eingesperrt zu
werden. Ebenso wird ein Gläubiger bevorzugen, in diesem Leben bestraft zu
werden, als im nächsten Leben ins Höllenfeuer geworfen zu werden.
Was dies bedeutet, ist, dass wenn ein
Gläubiger von irgendeinem Schicksalsschlag getroffen wird, dann sollte er sich
mit der Tatsache trösten, dass seine Sünden von Gott vergeben werden. Er
sollte wissen, dass Gott jedes Weh und Leid begleicht, und Gott ist der
Allergerechteste! Der Prophet Muhammad berichtete uns, dass Gott Seinen
Dienern sogar die geringen Schmerzen, wenn ein Dorn ihre Haut durchsticht,
kompensiert. Ein Gläubiger, der eine schwierige Zeit durchlebt, sollte nie
Gott gegenüber undankbar sein oder die Gerechtigkeit Gottes in Frage stellen,
denn Gott wird alles im nächsten Leben ausgleichen. Dies ist das Versprechen
Gottes an die Menschheit. Ein Gläubiger, der von Prüfungen und Leiden
heimgesucht wird, sollte sich der Tatsache erfreuen, dass er zu den
Auserwählten Gottes gehört, den Gott so sehr liebt, dass Er ihn nicht in der
Hölle bestrafen möchte, sondern lieber in diesem Leben reinigen will.
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Umgang mit Kummer im Islam (teil 3 von 5)
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Beschreibung: Die Prüfung der Gläubigen durch Unglück.
von J. Hashmi (© 2012 IslamReligion.com)
Veröffentlicht am 14 May 2012 - Zuletzt verändert am 14 May 2012
Gesehen: 148 (Tagesmittelwerte: 16) - Bewertung: 4.7 von 5 - Bewertet von: 3 Gedruckt: 4 - Emailed: 0 - Kommentiert am: 0
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Ein anderer Grund aus dem Gott den
Menschen Unglück und Bedrängnis schickt, ist um sie zu prüfen. Der Qur´an
erklärt:
“Meinen
die Menschen, sie würden in Ruhe gelassen werden, wenn sie bloß sagten:
"Wir glauben", und meinen sie, sie würden nicht auf die Probe
gestellt?” (Quran 29:2)
Dieses Konzept kann deutlich verstanden werden,
wenn wir es mit einer Ehe vergleichen. Ein Mann kann in guten Zeiten seine Frau
lieben und ihr treu sein, aber wenn Schwierigkeiten auftreten, könnte er sie im
Stich lassen. Wenn sie beispielsweise jung und hübsch ist, wird er sie
verehren; aber wenn sie an Krebs erkrankt und ihre äußerliche Schönheit
verliert, könnte derselbe Mann sie im Stich lassen. Dies zeigt, dass er sie
nicht wirklich geliebt hat. Ähnlich sollte ein Mensch Gott nicht nur in guten
Zeiten lieben und Ihm gehorchen, sondern auch in anstrengenden Zeiten. Heuchler
könnten zum Wege Gottes aufrufen, wenn das Wetter gut ist, aber sobald der
Sturm bläst, geben sie ihren Glauben an Gott auf.
Zum Beispiel gab es während der Zeit des
Propheten Muhammad, Gottes Segen und Frieden seien mit ihm, zahlreiche Heuchler,
die den Islam angenommen hatten, weil sie einen Nutzen darin hatten. Indem sie
dies taten, waren sie in der Lage gewesen, sich mächtige Positionen in der
Islamischen Regierung zu sichern. Aber sobald es mal rau zuging, fingen sie
an, ihren Unglauben zu zeigen, auch nachdem sie behauptet hatten, zu glauben;
wenn ein mächtiger Feind drohte, den jungen islamischen Stadtstaat zu
zerstören, gaben die Heuchler ihren Glauben auf. Die Feinde des Islam haben
die frühen Muslime verfolgt, sie gequält, boycottiert und sogar getötet. Dies
hat die wahren Gläubigen von den falschen abgetrennt; die wahren Gläubigen
blieben Gott treu, auch in Zeiten großer Widrigkeiten. Dies ist der Grund, aud
dem Gott die Menschen prüft: um die wahren Gläubigen von den Heuchlern zu
trennen. Gott sagt:
“Meinen
die Menschen, sie würden in Ruhe gelassen werden, wenn sie bloß sagten:
"Wir glauben", und meinen sie, sie würden nicht auf die Probe
gestellt? Und Wir
stellten doch die auf die Probe, die vor ihnen waren. Also wird Gott gewiß die
erkennen, die wahrhaftig sind, und gewiß wird Er die Lügner er kennen.”
(Quran 29:2-3)
Diese Vorstellung wird in zahlreichen
Versen des Qur'an wiederholt, wie:
“Gott gedenkt die Gläubigen nur so lange in der Lage zu belassen, in welcher
ihr seid, bis daß Er die Schlechten von den Guten gesondert hat.”
(Quran 3:179)
Der Gesandte Gottes versprach seinen Anhängern,
dass sie dadurch, dass sie Muslime werden, Erfolg haben werden. Als der
mächtige Feind die muslimischen Verteidiger fast überwältigt hätte, fingen die
Heuchler an, das Versprechen des Gesandten Gottes in Frage zu stellen; sie
begannen sogar, die Eigenschaft der Allmächtigkeit Gottes in Frage zu stellen.
Der Qur´an sagt:
“Als
sie von oben und von unten her über euch kamen, und als die Augen rollten und
die Herzen in die Kehle stiegen und ihr verschiedene Gedanken über Gott hegtet, damals wurden die Gläubigen geprüft,
und sie wurden in heftigem Maße erschüttert. Und da sagten die Heuchler und
die, in deren Herzen Krankheit war: "Gott und Sein Gesandter haben uns nur
Trug verheißen.’” (Quran 33:10-12)
Der Schicksalsschlag ließ die Heuchler
ihren Unglauben zeigen, während er nur die wahren Gläubigen in ihrem Glauben
bestärkte. Der Qur´an sagte von ihnen:
“Und
als die Gläubigen die Verbündeten sahen, da sagten sie: "Das ist es, was Gott
und Sein Gesandter uns verheißen haben; und Gott und Sein Gesandter sprachen
die Wahrheit." Und es verstärkte nur ihren Glauben und ihre Ergebung.”
(Quran 33:22)
Deshalb prüft Gott die Menschen, um die Aufrichtigen
von den Falschen unterscheiden zu können. Wie kann man denn den Wert eines
Objekts bestimmen, außer wenn man es einer Prüfung unterzieht? Ein
Automobil-Hersteller wird seine Autos prüfen, um zu sehen, wie schnell sie
fahren können und um zu sehen, welcher Art von Unfällen sie standhalten. Genauso
prüft Gott Seine Geschöpfe, um zu sehen, wie gläubig sie sein werden, und um zu
sehen, ob sie es auch bleiben, wenn es zum Zusammenbruch kommt. Werden sie
zusammengefaltet wie eine ausgedrückte Zitrone? Oder werden sie wie ein
High-Tech Auto reagieren, das so vielem standhält? Gott sagt:
“Und
Wir wollen euch sicherlich prüfen, bis Wir diejenigen von euch ausscheiden, die
kämpfen und standhaft sind. Und Wir wollen eure Verhaltensweise bekannt geben.”
(Quran 47:31)
Missgeschicke und Bedrängnisse sind
tatsächlich eine himmlische Gnade, denn sie geben den Gläubigen die Gelegenheit,
gute Taten zu verdienen, indem die geduldig und Gott treu sind. Indem sie die
Prüfung bestehen, die Gott ihnen auferlegt, öffnet sich für die Gläubigen der
Eingang zum Paradies (d.h. zum Himmel). Gott sagt:
“Oder
meint ihr etwa, ihr würdet ins Paradies eingehen, ohne (daß etwas) Ähnliches
über euch gekommen sei wie über diejenigen, die vor euch dahingegangen sind?”
(Quran 2:214)
Und so werden die Menschen durch
verschiedene Probleme und Sorgen geprüft: Armut, Hunger, Furcht, usw. Alles
sind unterschiedliche Arten der Prüfung. Sogar der Verlust eines Lieben ist
eine solche Prüfung. Wenn der Undankbare einen Lieben verliert, wird er
verbittert Gott gegenüber, fragt Ihn, warum Er seinen Lieben hat sterben
lassen. Der dankbare Gläubige aber wird standhaft bleiben und seinen Willen
dem Willen Gottes vollständig unterwerfen und daran wird Gott ihn als
Wahrhaftigen erkennen. Gott sagt:
“Und
gewiß werden Wir euch prüfen durch etwas Angst, Hunger und Minderung an Besitz,
Menschenleben und Früchten. Doch verkünde den Geduldigen eine frohe Botschaft
die, wenn sie ein Unglück trifft, sagen: "Wir gehören Gott und zu Ihm
kehren wir zurück." Auf diese läßt ihr Herr Segnungen und Barmherzigkeit herab und
diese werden rechtgeleitet sein.” (Quran 2:155-157)
Es ist nicht erforderlich, dass Unglück
die einzige Art ist, wie Gott uns prüft. Gottes Prüfung kann auch aus Segen,
Reichtum, Gesundheit, Kindern, Familie und ähnlichem bestehen. Was die
Menschen mit solchen Gnaden anfangen, ist tatsächlich auch eine große Prüfung.
Viele Berühmtheiten und reiche Menschen sind mit viel Reichtum, Erfolg und
materiellen Gütern begabt worden, aber sie sind Gott dafür nicht dankbar und
leben anstatt dessen ein Leben in Sünde und Gottlosigkeit. Gott sagt:
“Und
wisset, daß euer Gut und eure Kinder nur eine Versuchung sind und daß bei Gott
großer Lohn ist.” (Quran 8:28)
Daran sehen wir, dass Gott die Menschen
sowohl durch Unglück als auch durch Glück prüft, aber ohne Rücksicht auf die
Art der Prüfung sind die Gläubigen diejenigen, die Gott dankbar sind. Der
Qur´an erläutert:
“Wahrlich,
ihr sollt geprüft werden in eurem Gut und an euch selber, und wahrlich, ihr
sollt viele verletzende Äußerungen von denen hören, welchen die Schrift vor
euch gegeben wurde und von denen, die Gott Gefährten (zur Seite) setzten. Wenn
ihr jedoch geduldig und gottesfürchtig seid dies gehört wahrlich zu den Dingen
der Entschlossenheit.” (Quran 3:186)
Wenn einem Gläubigen ein Unglück widerfährt,
dann sollte er sich bewusst sein, dass darin viel Gutes verborgen ist, auch
wenn es auf den ersten Blick nicht erkennbar ist. Durch Bedrängnisse werden
Sünden gesühnt und die Seele gereinigt; durch Belastungen werden die
Standhaften von Gott auf die Probe gestellt und nur der Entschlossene wird
erfolgreich sein. Daraufhin wird Gott zu gegebener Zeit Gutes gewähren,
entweder in diesem Leben oder im Leben nach dem Tod. Gott sagt:
“Aber
dies wird nur denen gewährt, die geduldig sind; und dies wird nur denen
gewährt, die ein großes Glück haben.” (Quran 41:35)
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Umgang mit Kummer im Islam (teil 4 von 5)
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Beschreibung: Der Geprüfte ist in der Gesellschaft der Rechtschaffenen.
von J. Hashmi (© 2012 IslamReligion.com)
Veröffentlicht am 21 May 2012 - Zuletzt verändert am 21 May 2012
Gesehen: 59 (Tagesmittelwerte: 30) - Bewertung: 5 von 5 - Bewertet von: 1 Gedruckt: 3 - Emailed: 0 - Kommentiert am: 0
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Wenn uns ein Unglück trifft, sollten wir
auf die Tatsache stolz sein, dass wir den rechtschaffenen Dienern Gottes
ähneln, zu denen die Propheten gehörten; sie alle wurden Prüfungen und
Untersuchungen unterzogen. Der Prophet Abraham und sein Sohn, möge Gott mit
ihnen beiden zufrieden sein, wurden beide hart geprüft. Gott befahl dem
Propheten Abraham, seinen Sohn zu opfern. Dieser Befehl war ohne Zweifel sehr
hart für den Propheten Abraham, und er wäre zweifellos sehr traurig gewesen,
wenn er seinen geliebten Sohn verloren hätte. Aber der Prophet Abraham harrte
geduldig aus und war Gott gehorsam. Nicht nur das, sogar Ismael blieb
standhaft und gehorsam und war einverstanden damit, geopfert zu werden.
Diese Prüfung, die Gott dem Propheten Abraham
auferlegt hat, diente zur Feststellung seiner Entschlossenheit. Wenn der
Prophet Abraham oder sein Sohn schwach im Glauben gewesen wären, dann hätten
sie beide die harte Prüfung verfehlt, für die Gott sie für ihren starken
Glauben und ihre Gehorsamkeit Ihm gegenüber großen Lohn belohnt hat; gerade bevor
der Prophet Abraham seinem Sohn das Messer an die Kehle setzte, erschien ein
Widder und Gott befahl ihm, diesen an der Stelle seines Sohnes zu opfern. Zur
Belohnung versprach Gott, sie auf der Erde zu Führern zu machen. Gott sagt
über den Propheten Abraham und seinen Sohn:
“Als
sie sich beide (dem Willen Gottes) ergeben hatten und er ihn mit der Stirn auf
den Boden hingelegt hatte da riefen Wir ihm zu: "O Abraham du hast bereits das
Traumgesicht erfüllt." So belohnen Wir die, die Gutes tun. Wahrlich, das ist offenkundig
eine schwere Prüfung.” (Quran 37:103-106)
Der Quran sagt:
“Und
als Abraham von seinem Herrn durch Worte geprüft wurde und er diese
vollbrachte, (da) sprach Er: "Ich werde dich zu einem Imam für die
Menschen machen." Da bat Abraham: "Auch von meiner
Nachkommenschaft." Er sprach: "Mein Versprechen erstreckt sich nicht
auf die, die Unrecht tun.” (Quran 2:124)
Als dem Propheten Abraham befohlen wurde,
seinen Sohn zu opfern, hätte er unwillig reagieren können, aber er tat es nicht
und gehorchte Gott, dem Allmächtigen. Man kann sagen, dass selbst wenn man etwas
verabscheut, kann darin etwas Gutes liegen. Gott sagt:
“Doch
es mag sein, daß euch etwas widerwärtig ist, was gut für euch ist, und es mag
sein, daß euch etwas lieb ist, was übel für euch ist. Und Gott weiß es, doch
ihr wisset es nicht.” (Quran 2:216)
Ein weiteres Beispiel, das einem einfällt,
ist das des Propheten Joseph, Gottes Segen und Frieden seien mit ihm. Der
Qur´an erwähnt viele Einzelheiten von den Püfungen und Leiden, die er in seinem
Leben verkraften musste. Sein Vater hatte ihn sehr geliebt, was seine Brüder
auf ihn eifersüchtig werden ließ. Sie taten sich zusammen und schließlich haben
sie ihn in einen Brunnen geworfen. Eine Handelskarawane kam an dem Brunnen
vorbei und einer von ihnen ließ seinen Kübel hinunter. Er sagte:
"Gute Nachrichten! Hier ist ein Junge!" Und sie
nahmen ihn als Ware mit. Dadurch kam der Prophet Joseph als Sklave ins weit
entfernte Ägypten. Ein ägyptischer Statthalter kaufte ihn und Joseph schuftete
pflichtbewusst. Als er im Dienst des Statthalters stand, verschärfte sich die
Prüfung, denn die Frau des Statthalters, die sehr hübsch war, versuchte, Joseph
zu verführen. Dies war eine große Versuchung für den Propheten Joseph, und er
widerstand ihren Annäherungsversuchen mit standhaftem Durchhaltevermögen. Eines
Tages lief die Frau des Statthalters hinter Joseph her, um ihn mit Gewalt zu
verführen, und sie zerriss sein Hemd, da trat ihr Ehemann in den Raum ein. Sie
beschuldigte ihn der Vergewaltigung, aber Joseph leugnete und als der
Statthalter sah, das sein Hemd von hinten zerrissen war, wies er seine Frau an,
vor Gott zu bereuen. Sie heckte einen neuen Plan aus und näherte sich Joseph
wieder; sie stellte ihn vor die Wahl: entweder sich ihr zu nähern oder ins Gefängnis
zu kommen. Er wählte das zweite und wurde eine Zeit lang ins Gefängnis
gesteckt.
Wenn wir von Schicksalsschlägen
heimgesucht werden, sollten wir an all die Prüfungen denken, die dem Propheten
Josef widerfahren sind: Jahre der Sklaverei und der Gefangenschaft. Doch trotz
allem blieb Joseph standhaft. Er hatte sich nie über die Schicksalsschläge geärgert,
die ihn befallen haben, sondern er pflegte, seinen Herrn zu bitten. Dann, nach
vielen Jahren, hat Gott den Propheten Joseph für seine Standhaftigkeit
belohnt. In derselben Gefängniszelle traf er einen Mann, der einen Traum hatte;
Gott gab dem Propheten Joseph die Gabe, Träume deuten zu können. Der Prophet
Joseph deutete den Traum seines Zellengenossen und sagte ihm voraus, dass er
(der Zellengenosse) frei kommen und für den König arbeiten werde. Und
tatsächlich bewahrheitete sich die Prophezeiung und der Mann arbeitete für den
König.
Eines Tages hatte der König einen Traum. Die
Geschichte wird im Qur´an erzählt:
“Und
der König sprach: "Ich sehe sieben fette Kühe, und sie werden von sieben
mageren gefressen; und ich sehe sieben grüne Ähren und(sieben) andere dürre. O
ihr Vornehmen, erklärt mir die Bedeutung meines Traums, wenn ihr einen Traum
auszulegen versteht.” (Quran 12:43)
Der ehemalige Zellengenosse des Propheten
Josephs, der sich nun im Dienste des ägyptischen Königs befand, erinnerte sich
an Joseph. Er erzählte dem König von Joseph und so wurde Joseph gebeten, den
Traum des Königs zu deuten. Der Prophet Joseph sagte dem König, dass es sieben
Jahre lang gute Ernte geben werde, auf die sieben Jahre der Trockenheit und des
Hungers folgen werden. Er riet dem König, in den sieben Jahren des Wohlstands
Nahrungsmittel zu lagern, die während der Jahre der Trockenheit und der
Hungersnot gebraucht werden könnten.
Der König war mit dem Propheten Joseph so
zufrieden, dass er ihn nicht nur frei ließ, sondern ihm eine hohe Position in
seiner Regierung gab. Und so hat Gott viel Gutes nach den Widrigkeiten; wäre
der Prophet Joseph von seinen Brüdern nie in den Brunnen geworfen worden, oder
in die Sklaverei verkauft worden, oder ungerechterweise eingesperrt worden, wäre
er nicht vom König entdeckt worden und hätte keine Stellung dieses Ranges
bekommen. Der Prophet Joseph hatte alle diese Prüfungen zu ertragen, um diesen
Rang zu erreichen. Wenn wir also schwierige Zeiten im Leben durchmachen, sollten
wir positiv denken. Es könnte sein, dass Gott uns zu etwas größerem Guten
vorantreibt, das uns im Moment nicht bekannt ist.
Auch der Prophet Salomo wurde geprüft,
wenn auch auf eine andere Art und Weise. Ihm wurde gewaltiger Reichtum und
Macht gegeben; die Geschichte bezeugt, dass Reichtum und Macht den Charakter verdirbt.
Aber der Prophet Salomo war einer der wenigen Könige, die fromm und
gottesfürchtig blieben. Der Qur´an sagt:
“Und
wahrlich, Wir stellten Salomo auf die Probe, und Wir setzten einen Leib auf
seinen Thron. Dann bekehrte er sich (zu Gott).” (Quran
38:34)
In der Tat wurden alle Propheten
Gottes geprüft; dies zeigt, dass Gott Seinen rechtschaffenen Dienern Prüfungen
auferlegt, und wir sollten stolz darauf sein, in ihrer Gesellschaft zu sein. Wir
sollten auch ihr Verhalten annehmen, das darin bestand, im Zeiten der Prüfungen
standhaft zu bleiben.
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