Eine logische Analyse seines Anspruchs
Wie schon zuvor erwähnt, erhob
Muhammad den Anspruch, Gottes Gesandter zu sein. Entweder hat er mit seinem
Anspruch Recht oder nicht. Wir werden mit dem Letzteren beginnen und alle
Möglichkeiten überprüfen, die in der Vergangenheit und in der Gegenwart von
Skeptikern angeführt worden sind und ein paar ihrer Missverständnisse aufklären.
Erst wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind, kann man wirklich
behaupten, dass die einzige übrig gebliebene Möglichkeit, die noch bleibt, der
Wahrheit entspricht. Wir werden auch im Qur´an nachlesesen, was dieser hierzu
sagt.
War er ein Lügner?
Besteht für einen Lügner die
Möglichkeit, über eine Zeitspanne von 23 Jahren mit unerschütterlicher
Sicherheit zu behaupten, dass er ein Prophet wie Abraham, Moses und Jesus sei,
dass nach ihm keine Propheten mehr entsandt werden und dass die Schrift, mit
der er gesandt wurde, sein bis ans Ende der Zeit andauerndes Wunder sein würde?
Ein Lügner wird manchmal unsicher,
vielleicht wenn er mit einem Freund oder Familienangehörigen spricht; ihm würde
irgendwo ein Fehler unterlaufen. Seine Botschaft, die er über zwanzig Jahre
verkündet hat, würde sich irgendwo selbst widersprechen. Was wir aber wirklich
sehen, ist, dass die Schrift, die er gebracht hat, von inneren
Unbeständigkeiten völlig frei ist; seine Botschaft blieb während seiner ganzen
Mission konstant, und sogar mitten im Krieg erklärte er noch sein Prophetentum!
Seine überlieferte
Lebensgeschichte ist ein offenes Buch, das jeder nachlesen kann. Vor dem Islam
war er unter seinem Volk als wahrheitsliebender und vertrauenswürdiger,
ehrlicher Mann wohlbekannt; eine aufrichtige Persönlichkeit, die niemals
gelogen hat. Aus diesem Grund wurde er "Al-Amien" oder der "Vertrauenswürdige"
genannt. Er war streng gegen das Lügen und warnte davor. Sollte es ihm
möglich gewesen sein, 23 Jahre lang konstant eine Lüge zu erzählen; eine Lüge,
die so gigantisch ist, dass sie ihn zu einem von der Gesellschaft Ausgestoßenen
machte, noch dazu wenn er nie zuvor gelogen hat. Das widerspricht einfach der
Psychologie der Lügner.
Wenn jemand gefragt würde, warum eine
Person den Anspruch auf Prophetentum stellen und lügen würde, dann könnte die
Antwort eine dieser beiden sein:.
1) Berühmtheit, Ansehen, Reichtum und Stellung.
2) Moralischer Fortschritt.
Wenn wir sagen würden, dass
Muhammad behauptete, ein Prophet zu sein, um dadurch berühmt und angesehen zu
werden und einen höheren gesellschaftlichen Status einzunehmen, dann sehen wir,
dass tatsächlich das Gegenteil passiert ist. Muhammad genoß bereits vor seinem
Ansprich auf das Prophetentum einen hohen Rang in allen Dingen: er war von
einem der edelsten Stämme, von einer der nobelsten Familien und er war für
seine Wahrheitsliebe bekannt. Nach seiner Behauptung wurde er zu einem von der
Gesellschaft Verstoßenen. 13 Jahre lang sahen er und seine Anhänger sich
quälender Torturen ausgesetzt, die für manche seiner Gefährten zum Tode
führten, es wurde sich über sie lächerlich gemacht, Sanktionen verhängt, und
sie wurden von der Gesellschaft verbannt.
Es gab noch viele andere Wege,
durch die jemand in der Gesellschaft zu jener Zeit Berühmtheit erlangen konnte,
hauptsächlich durch Tapferkeit und Dichtung. Wenn Muhammad behauptet hätte, er
selbst hätte den Qur´an verfasst, so wie es später erklärt wurde, hätte er sich
damit schon einen Namen gemacht, ausreichend um in Gold eingraviert und für
alle Ewigkeit in der Kaabah aufgehängt zu werden, dann hätten ihm Leute aus der
ganzen Welt gehuldigt. Allerdings betonte er, dass er nicht der Verfasser
seiner Offenbarung gewesen sei, sondern der Herr im Himmel, was zur Folge
hatte, dass sich die Menschen vonseiner Zeit bis in unsere über ihn lächerlich
machten.
Der Prophet war der Ehemann einer
wohlhabenden Händlerin und er genoss das Wohlleben seiner Zeit. Nachdem er
sein Prophetentum proklamierte, wurde er jedoch zu einem der ärmsten Menschen.
Es vergingen Tage, ohne dass in seinem Haus Feuer gemacht wurde, und einmal
trieb ihn der Hunger in die Moschee hinaus, in der Hoffnung auf Versorgung.
Die Führer von Mekka zu seiner Zeit boten ihm die Reichtümer der Welt, wenn er
von seiner Botschaft ablassen würde. Als Antwort auf ihr Angebot rezitierte er
ihnen die Verse des Qur´an 41:1-38. Es folgen einige dieser Verse:
“Wahrlich, diejenigen, die sagen: ‘Unser
Herr ist Gott’, und die sich dann aufrichtig verhalten – zu ihnen steigen die
Engel nieder (und sprechen): ‘Fürchtet euch nicht undseid nicht traurig, und
erfreut euch des Paradieses, das euch verheißen wurde. Wir sind eure Beschützer
im irdischen Leben und im Jenseits. In ihm werdet ihr alles haben, was ihr
euch wünscht, und in ihm werdet ihr alles haben, wonach ihr verlangt; (dies
ist) eine Bewirtung von einem Vergebenden, Barmherzigen. ’ Und wer ist besser
in der Rede als einer, der zu Gott ruft und Gutes tut und sagt: ‘Ich bin einer
der Gottergebenden.?’ Und nimmer sind das Gute und das Böse gleich. Wehre (das Böse) in bester Art ab, und siehe da, der, zwischen dem und
dir Feindschaft herrschte, wird wie ein treuer Freund sein. Aber dies wird nur
denen gewährt, die geduldig sind; und dies wird nur denen gewährt, die großes
Glück haben.” (Quran 41:30-35)
Wenn jemand sagen würde, dass
Muhammad gelogen und behauptet habe, er sei ein Prophet, um eine moralische und
religiöse Reform in einer kranken Gesellschaft herbeizuführen, so ist dieses
Argument selbst schon nutzlos, denn wie kann man eine moralische Reform mit
Hilfe einer Lüge durchführen. Wenn Muhammad so daran gelegen war, die
Sittlichkeit aufrechtzuerhalten und zu predigen und dem Einen Gott zu dienen,
hätte er dann lügen können? Wenn wir jetzt sagen, das ist nicht möglich, dann
hat er die Wahrheit gesprochen. Die einzige andere Möglichkeit wäre, dass er
geistig verwirrt gewesen wäre.
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