Die Namen Gottes (teil 1 von 3): Wer ist Allah?
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Beschreibung: Die islamische Vorstellung von Gott, die Bedeutung des Wortes "Allah" und eine Einleitung zu den verschiedenen Namen Gottes.
von Aisha Stacey (© 2009 IslamReligion.com)
Veröffentlicht am 26 Oct 2009 - Zuletzt verändert am 26 Oct 2009
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> Glaubensinhalte im Islam
> Über Gott
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In jeder Diskussion über die Namen Gottes
ist es wichtig, zu verstehen, dass Muslime an Einen Wahren Gott glauben, den
Einzigen Schöpfer, den Einen, der Herrschaft besitzt über alles, das existiert,
das je existiert hat oder existieren wird. Ein Muslim betet denselben Einen
Gott an, den alle Propheten angebetet haben.
“...Waret ihr etwa Zeugen, als Jakob im Sterben
lag. Als er zu seinen Söhnen sagte: "Wem werdet ihr dienen, wenn ich weg
bin?" sagten sie: "Wir dienen deinem Gott, dem Gott deiner Väter
Abraham, Ismael und Isaak, dem Einzigen Gott, und Ihm sind wir ergeben.” (Quran
2:133)
Zu den Propheten des Islam gehören
dieselben Propheten, die auch in den jüdischen und christlichen Überlieferungen
präsent sind; sie alle kamen zu ihrem Volk mit derselben Botschaft – den Einen
Gott zu erkennen und anzubeten. Judentum und Christentum in ihrer
ursprünglichen Form und auch der Islam, wie wir ihn heute kennen, denn sie alle
kommen von diesem Einen Wahren Gott. Der Islam allerdings, der dem Propheten
Muhammad offenbart worden war, ist die Vervollständigung von Gottes
Offenbarungen für die Menschheit. Wenn uns dies klar geworden ist, wird es
gleichermaßen wichtig, zu verstehen, dass der Islam jegliche Vorstellung, dass
Gott Partner oder Teilhaber besäße, oder dass Er Sich auf irgendeine Weise mit Menschen
oder Tieren verbindet, um eine Gottheit zu bilden, zurückweist. Gott ist Gott,
der Eine und Einzige; “...es gibt nichts Seinesgleichen.” (Quran 42:11)
Muslime glauben an den Einen, Einzigen,
Barmherzigen Gott, den einzigen Schöpfer und Erhalter des Universums, und sie
rufen Ihn bei Seinem offenbarten Namen – Allah. In diesem Zeitalter der
Massenmedien und freien technologischen Entwicklungen gibt es kaum einen
einzigen Menschen, der dieses Wort noch nicht gehört und verstanden hat, dass
es Teil einer Glaubensweise ist, das Islam heißt. Allerdings gibt es
vielleicht auch manche Verwirrung und man könnte sich fragen, wer Allah ist.
Auf arabisch bedeutet Allah der Eine,
Einzige Gott, Der jeglicher Ergebenheit und Demut würdig ist. Jüdische und christliche
Araber sprechen auch von Gott als Allah, und Er ist Derselbe Wahre Gott, auf
Den sich die Passage aus der Bibel bezieht: “Höre, o Israel, der HERR,
unser Gott, ist allein der HERR.” (5 Moses 6:4 & Markus 12:29) Das
Wort Gott wird auf verschiedenen Sprachen unterschiedlich geschrieben und
gesprochen: die Franzosen nennen Ihn Dieu, die Spanier Dios, und die Chinesen
nennen den Einen Gott Shangdi, trotzdem, der Gott der monotheistischen
Religionen (Judentum, Christentum und Islam) ist Derselbe.
Die Unterschiede und Verwirrungen, die aus
dem Wort "Gott" entstehen, ist, dass daraus der Plural gebildet
werden kann, wie bei Götter, oder das Geschlecht verändert werden kann, wie bei
Göttin. Das ist im Arabischen nicht der Fall. Das Wort Allah steht allein, es
gibt keinen Plural und kein Geschlecht. Die Verwendung der Worte Er oder Ihn
sind grammatikalisch einzigartig und zeigen keinesfalls an, dass Allah ein
Geschlecht in irgendeiner Form besäße, das uns verständlich wäre. Allah ist
Einzigartig und Er teilt Seinen Namen mit nichts, das Götzen beschreiben
könnte. Sein Name kann nicht verändert werden. Allah beschreibt Sich im
Qur´an:
Sprich: "Er ist
Allah, ein Einziger. Allah, der Absolute (Ewige Unabhängige, von Dem alles
abhängt). Er zeugt nicht und ist nicht gezeugt worden,
und Ihm ebenbürtig ist keiner.” (Quran 112)
Ein Muslim ist der, der sich Gott ergeben
hat und der nicht daran zweifelt, dass Er der Eine und Einzige Schöpfer ist. Ein
Muslim ist dankbar für alle Geschenke und den Segen, den Gott ihm gewährt hat;
er blickt sich um und sieht die Wunder des Universums. Ein Muslim wundert sich
über die Tiefe der Ozeane und die feinen Blütenblätter einer Blume. Allerdings
ist dieser Glaube nicht das einzige, das von einem Muslim erwartet wird, er
muss auch mit Gewissheit glauben, dass Gott Allein die Anbetung zusteht. Er
hat keinen Partner, keinesgleichen und keine Söhne oder Töchter.
Er ist Gott – Allah. Das gesamte
Universum bezeugt Seine Einheit. Wenn man tatsächlich über das Universum
nachdenkt, vom niedrigsten Sandkorn bis hin zu den mächtigen, majestätischen
Bergen, kann man die Pracht Gottes erkennen. Dieses breite Universum
unterliegt einem präzisen System, alles ist an seinem korrekten Platz, in den
richtigen Proportionen erschaffen. Die Sonne geht auf und wirft ihren Glanz
auf uns, die Blumen blühen und das Leben entspringt winzigen unbelebten Samen. Gott
hat jedem Teil der Schöpfung gegeben, was sie benötigt, und Er hat sie zu dem
geleitet, was am passendsten ist. Alles in der Schöpfung braucht Ihn, aber Er
braucht keinen. Jede Schöpfung hat einen Zweck und diesen Zweck zu erfüllen,
ist eine Anerkennung der Rechte des Schöpfers. Gott sagt im Qur´an, dass Er
uns nur erschuf, damit wir Ihm dienen (Quran 51:56) und dass dies Sein
Recht über uns ist.
Das erste Prinzip und der Brennpunkt des
Islam ist der Glaube an Gott, und der gesamte Qur´an ist ihm gewidmet. Er
spricht direkt über Gott und Sein Wesen, Seine Namen, Eigenschaften und Taten.
Gott wird im Qur´an mit dem einen oder anderen Seiner Namen oder Eigenschaften
10 062 mal erwähnt. Der größte Name Gottes ist Allah.
“Allah! Es ist kein Gott außer Ihm. Ihm kommen
die schönsten Namen zu.” (Quran 20:8)
“Und Allahs sind die schönsten Namen; so ruft
Ihn mit ihnen an. Und lasset jene sein, die hinsichtlich Seiner Namen eine
abwegige Haltung einnehmen.” (Quran 7:180)
Ein Muslim wird ermutigt, Gottes zu
gedenken und Ihm jederzeit dankbar zu sein, und eine einfache, aber
nutzbringende Art dies zu tun, ist nachzudenken und Seine wunderschönen Namen
zu verstehen. Anhand dieser Namen sind wir in der Lage, unseren Schöpfer zu
kennen und zu lernen, wie wir Ihn preisen und anbeten sollen und Ihn mit den
Namen zu rufen, die auf unsere Bedürfnisse hinweisen.
Es ist bekannt, dass der Prophet Muhammad,
wenn er Bittgebete sprach, zu sagen pflegte: "O Gott, ich bitte Dich bei
jedem Namen, mit dem du Dich Selbst bezeichnet hast oder den Du in Deinem Buch
offenbart hast oder den Du jemandem von Deiner Schöpfung gelehrt hast oder den
Du mit dem Wissen von der Verborgenheit für Dich behalten hast.” (Ahmad)
Daher sind Seine Namen nicht auf das beschränkt, was Er im Qur´an oder den
Überlieferungen des Propheten Muhammad offenbart hat.
Gott sagt im Qur´an: “Wahrlich, Ich bin
Allah. Es ist kein Gott außer Mir, darum diene Mir...” (Quran
20:14). Um Gott zu dienen, muss man Gott kennen. Wir
gewinnen wirklichen und ewig andauernden Nutzen von diesem Wissen. Es erhöht
den Glauben und gestattet dem Herzen, eine Verbindung mit dem Allermächtigsten,
dem Allerweisesten und dem Allergerechtesten aufzubauen - Allah.
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Die Namen Gottes (teil 2 von 3): Der Barmherzigste
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Beschreibung: Eine Erklärung der Schönsten Namen Allahs: Ar-Rahman und Ar-Rahiem.
von Aisha Stacey (© 2009 IslamReligion.com)
Veröffentlicht am 02 Nov 2009 - Zuletzt verändert am 21 Oct 2010
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Im Namen Gottes (Allahs), des
Allerbarmers, des Barmherzigsten.
Dieser Artikel beginnt auf dieselbe Weise
wie der Muslim viele seiner Unternehmungen einleitet. Bevor er mit den
weltlichsten Dingen des Lebens beginntn, wie essen, trinken, anziehen oder
baden, macht der Muslim aus seiner Anstrengung eine gottesdienstliche Handlung,
indem er den Namen Gottes erwähnt. Er (Gott) ist der Gnädigste und
Barmherzigste. Seine Gnade umfasst alle Dinge und ist die Quelle jeglichen Mitleids
und Gnade, die existieren. Gott sagt uns im Qur´an: “Meine Barmherzigkeit
umfasst alle Dinge... ” (Quran 7:156)
Aus den
Aussagen des Propheten Muhammad wissen wir, dass Gott, als Er die Schöpfung
beschlossen hatte, gesagt hat: “…und Meine Gnade
überwiegt Meinen Zorn.” ( Sahieh Bukhari und Muslim) Was genau ist Gnade? Das Wörterbuch
definiert sie als Veranlagung, freundlich und verzeihend zu sein und dass sie
das Gefühl des Mitleids motiviert. Der arabische Begriff für Gnade ist rahmah
und zwei der wichtigsten Namen Gottes werden von dieser Wurzel abgeleitet. Ar
Rahman – der Allerbarmer und Ar Rahiem – der Barmherzigste. Die
Gnade Gottes ist jene himmlische Eigenschaft, die Sanftheit, Achtung, Sorge,
Überlegung, Liebe und Vergebung umfasst. Wenn diese Eigenschaften in dieser
Welt zu beobachten sind, dann handelt es sich um eine einfache Widerspiegelung
der Gnade Gottes gegenüber seiner Schöpfung.
Prophet Muhammad klärte uns darüber auf,
dass Gott zu Seinen Geschöpfen barmherziger ist als eine Mutter zu ihrem Kind (Sahieh
Bukhari and Muslim) und tatsächlich wird das arabische Wort für
Gebärmutter, rahiem, von derselben Wurzel abgeleitet, wie das Wort Gnade
- rahmah. Es ist bedeutungsvoll, dass eine einzigartige Verknüpfung
zwischen der Gnade Gottes und der Gebärmutter besteht. Gott ernährt uns und
gewährt uns Schutz, genau wie die Gebärmutter das Ungeborene ernährt und
beschützt.
Der Prophet Muhammad erläuterte die
Eigenschaft der Gnade seinen Gefährten, indem er ihnen sagte, die Gnade Gottes
bestehe aus hundert Teilen und einen Teil davon hat Er auf die Erde
niedergesandt, die von Seiner Schöpfung geteilt wird. Aus diesem Grund
empfinden die Menschen Mitleid und Freundlichkeit für einander und wilde Tiere
behandeln ihren Nachwuchs mit Sanftmut. Die anderen 99 Teile behielt Gott
allerdings für sich, um sie am Tag des Gerichts für die Gläubigen zu verwenden.
(Sahieh Muslim)
Die gesamte Schöpfung zeigt Liebe und
Mitleid für einander nur aus dieser einen Portion an Gnade. Menschen geben
bereitwillig den Armen und Bedürftigen, Familien unterstützen und lieben
einander und Tiere beschützen ihre Jungen. Gnade und Mitleid berücksichtigt
allgemein den Bedarf, das Leiden zu vermindern und Freundlichkeit und Freude zu
verbreiten. Obwohl diese Welt manchmal ein dunkler und düsterer Ort zu sein
scheint, kann man die Gnade Gottes sehen und fühlen, sofern man nachdenkt und
überlegt. Der Regen fällt, die Sonne scheint, ein Kind ergreift die Hand seines
Vaters und das Kätzchen kuschelt sich in die schützende Wärme seiner Mutter.
Gottes Gnade ist stark und um uns herum sichtbar und am Tag des Gerichts wird
Er diese Gnade vervollständigen, indem Er die letzten 99 Teile hinzufügt und
Gnade, Liebe und Mitleid denen gewährt, die glaubten, rechtschaffene Taten
verrichteten und versucht haben, Gott in allen Angelegenheiten zufrieden zu
stellen. Diese Vorstellung ist Ehrfurcht einflößend; die Gnade Gottes kennt
keine Grenzen.
Als ein Zeichen für die unendliche Gnade
Gottes gegenüber der Menschheit, sandte Er ihnen Propheten und Gesandte, um uns
rechtzuleiten und zu helfen, auf Seinem Geraden Weg zu bleiben, der zum Ewigen
Paradies führt. Gott sagte, Er hat den Propheten Muhammad zu den Menschen nur
aus Gnade gesandt.
“Und Wir entsandten dich nur aus Barmherzigkeit
für alle Welten.” (Quran 21:107)
Der Prophet Muhammad war die Verkörperung
der Gnade; er zeigte Mitleid zu denen, die ihn umgaben, seiner Familie, den Waisen,
Freunden und Fremden. Gott sprach zu ihm, indem er sagte:
“Und in Anbetracht der Barmherzigkeit Gottes
warst du (o Muhammad) mild zu ihnen; wärst du aber rauh und harten Herzens
gewesen, so wären sie dir davongelaufen. Darum vergib ihnen und bitte für sie
um Verzeihung und ziehe sie in der Sache zu Rate...” (Quran
3:159)
Der Prophet Muhammad konnte oft gehört
werden, wie er die Gnade Gottes für die Gläubigen erbat und die Muslime grüßen einander,
indem sie sagen: Assalamu alaikum wa Rahmatullah (Gottes Friede und
Gnade seien mit dir.) Gnade und alles, was sie beinhaltet, ist ein sehr
wichtiges Konzept im Islam, denn von ihr gehen Großzügigkeit, Respekt, Toleranz
und Vergebung, alle guten Eigenschaften aus, von denen erwartet wird, dass ein
Muslim sie in seinem Leben pflegt.
Als schwache Menschen fühlen wir uns oft
verloren und allein in dieser Welt, die uns der Gnade beraubt erscheint und
gerade in solchen Zeiten sollten wir uns zu Gott wenden und Seine Gnade und
Vergebung erflehen. Wenn wir uns Ihm in wahrer Ergebenheit zuwenden, kommt
Seine Ruhe über uns und wir sind in der Lage, die Eigenschaft Seiner Gnade zu
spüren und sie in der Welt um uns herum zu erkennen.
Die Hand, die deine in der Dunkelheit ergreift,
ist eine Widerspiegelung der Gnade Gottes, das gleiche gilt für das freundliche
Wort zu einem Fremden, der Regen, der auf die ausgedörrte Erde fällt und die
lachenden Augen eines Kindes. Die Gnade Gottes ist die Quelle alles Gutem,
Wohlmeinendem oder Frommem. Gott hat uns befähigt, das Maß Seiner Pracht zu
verstehen, indem Er uns Seine Schönsten Namen offenbart hat, manche davon
weisen auf Seine Gnade hin und wir werden aufgefordert, Ihn mit diesen Namen
anzurufen.
Ar-Rahman (der
Allerbarmer), ar-Rahiem (Barmherzigste), al-Barr (der Wohltäter),
al-Kariem (der Großzügigste), al-Jawaad (der Großzügig Gebende), al-Ra’uuf
(der Mitleidvolle), al-Wahhaab (der Gewährer).
“Und Allahs sind die
schönsten Namen; so ruft Ihn mit ihnen an...” (Quran
7:180)
Wir gedenken Ihm mit diesen Namen wenn wir
den Bedarf fühlen, uns für die zahllosen Segnungen, die Gott uns gewährt hat,
zu bedanken, oder in Zeiten des Leids. Wir flehen am dringlichsten nach der
Gnade Gottes, wenn wir Trost und Sicherheit brauchen. Wenn die Vergänglichkeit
dieser Welt uns scheinbar kraftlos werden läßt, wird uns der Besitzer aller
Kraft (Gott) für immer und ewig mit Seiner Gnade einhüllen und Er verlangt
dafür nur von uns, dass wir an Ihn glauben und Ihn allein anbeten.
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Die Namen Gottes (teil 3 von 3): Und fleht Ihn mit ihnen an!
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Beschreibung: Wie wir die Namen Allahs nutzen sollten.
von Aisha Stacey (© 2008 IslamReligion.com)
Veröffentlicht am 09 Nov 2009 - Zuletzt verändert am 09 Nov 2009
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Gott (Allah) besitzt viele Namen und alle
weisen auf Seine Großartigkeit, Seine Vollkommenheit und Seine Majestät hin. Der
Prophet Muhammad sagte: “Gott hat neunundneunzig Namen, einhundert weniger
einen; wer sie lernt, wird das Paradies betreten.” Lernen beinhaltet nicht nur auswendiglernen, sondern auch ihre
Bedeutungen sie zu würdigen und Gott mit ihnen anzuflehen.
Lernen und dann Gottes Namen zu kennen
führt die Menschheit dazu, zu verstehen, dass sie geschaffen worden ist, um
Gott Allein zu dienen und um Seinen Anweisungen entsprechend zu leben. Dieses
Wissen gestattet der Menschheit, ihr Verständnis von Gott in die Tat umzusetzen
und inspiriert sie dazu, ein Leben der Rechtschaffenheit zu leben. Die
Bedeutungen der Namen Gottes zu verstehen, befreit die Menschheit davon,
irgendeinen Teil der Schöpfung anzubeten.
Wenn jemand lernt, dass Gott al-Ahad
(der Eine und Einzige) ist, wird er Ihm nichts gleichsetzen; wenn er lernt,
dass Er ar-Razzaaq (der Versorger) ist, wird er keinen anderen im
Versorgung bitten; wenn er lernt, dass Er al-Ghafar (der Allvergebende)
ist, wird es Gott Allein sein, dem er sich um Vergebung bittend zuwendet.
Prophet Muhammad betonte die Wichtigkeit,
Gott mit Seinen Schönsten Namen anzurufen. Wir wissen, dass er in seinen
eigenen Bittgebeten zu Gott sagte: “Oh Gott, ich bitte Dich bei jedem
Namen, mit dem du Dich Selbst bezeichnet hast oder den Du in Deinem Buch
offenbart hast oder den Du jemandem von Deiner Schöpfung gelehrt hast oder den
Du mit dem Wissen von der Verborgenheit für Dich behalten hast.” Wir
werden aufgefordert, Gott mit dem Namen anzurufen, der speziell zu der Art der
Sorge und Hilfe, um die wir bitten wollen, passt.
Der Name Rabb (Herr) wird in
zahlreichen Versen im Qur´an wiederholt. Der Herr leitet und sorgt sich um
alle Gläubigen; Er regelt ihre Angelegenheiten und gewährt Segen, wie Er will.
Im Deutschen gibt es kein wirkliches Äquivalent für das Wort Rabb. Es
wird häufig als Herr übersetzt, aber dieses Wort gibt nicht die volle Tiefe und
Breite der Bedeutung des arabischen Wortes für Rabb wieder. Es
bedeutet, der Eine und Einzige Herr im gesamten Universum, sein Schöpfer,
Erhalter, Fürsorger und Verleiher von Sicherheit.
Die Namen Al-Hakiem (Der Weise) und
Al-Hakam (der Richter) weisen darauf hin, dass Gott der Quell jeglicher
Weisheit ist, in Seiner Schöpfung und in Seinen Befehlen, und Er ist der Richter
über alle Dinge. Er ist der Eine, Der alles erschaffen hat und daher kennt Er
die wahre Weisheit Seiner Schöpfung. Er richtet zwischen der Menschheit mit
Seinem Gesetz, Seinem Erlass und Seiner Belohnung oder Bestrafung. Er richtet
gerecht und unterdrückt niemanden im geringsten. Keiner wird gezwungen, die
Sünde eines anderen zu tragen. Gott ist in allen Seinen Entscheidungen
gerecht.
“…Und wer ist ein besserer Richter als Gott für
ein Volk, das fest im Glauben ist?” (Quran 5:50)
“Gott wird zwischen euch am Tage der
Auferstehung über das richten, worüber ihr uneinig waret.” (Quran 22:69)
Gottes Name Al-Qudduus (der
Heilige) weist darauf hin, dass Er der Eine ist, Der Gesegnet und Rein ist. Die
Engel loben Ihn und gepriesen ist Er für Seine Tugend und Güte. Gott ist der
Heilige, denn Er ist weit davon entfernt, Gegner, Rivalen, Partner oder Söhne
zu haben. Er ist vollkommen, hat keine Fehler oder Unzulänglichkeiten. Er
steht hoch über allem, das Ihm nahe sein könnte oder in irgendeiner Hinsicht
wie Er sein könnte.
“…Es gibt nichts Seinesgleichen…” (Quran 42:11)
und,
“...und ebenbürtig ist Ihm keiner.” (Quran
112:4)
Zwei von Gottes Namen sind Al-Mu’ti
(der Gebende) und Al-Maani’ (der Zurückhaltende). Niemand kann
zurückhalten, was Er gibt und keiner kann geben, was Er zurückhält. Er ist der
Eine, Der gibt, wem Er will, und Der zurückhält von wem er will.
Prophet Muhammad sagte zu einem seiner
jungen Gefährten:
“Wisse, wenn sich die ganze Welt
zusammentäte, um dir in einer Sache zu nutzen, dann würden sie dir nur in etwas
nutzen, das Gott bereits für dich vorgeschrieben hat. Und wenn sie sich
zusammentäten, um dir in einer Sache zu schaden, können sie dir nur in etwas
schaden, das Gott bereits für dich vorgeschrieben hat.” (At Tirmidi)
Gott ist Asch-Schaakir (der
Dankbare) und Asch-Schakuur (der Schätzende). Er ist der Eine, Der sogar
die kleinste Tat anerkennt und sogar die größten Fehler vergibt. Er
vervielfacht gute Taten und schätzt diejenigen, die Ihm danken. Gott gedenkt
derer, die Ihm gedenken.
“Und sie werden sagen: "Alles Lob gebührt
Allah, Der die Traurigkeit von uns genommen hat. Unser Herr ist wahrlich
Allverzeihend, Dankbar.’” (Quran 35:34)
Aus der Aussage des Propheten Muhammad
lernen wir:
“Gott hat die guten und die
schlechten Taten niedergeschrieben. Derjenige, der eine gute Tat beabsichtigte
und sie nicht ausgeführt hat, dem schreibt Gott sie als eine volle gute Tat
auf, aber wenn er sie beabsichtigte und auch ausgeführt hat, dem schreibt Er
zehn bis siebenhundert gute Taten dafür auf, oder noch viel mehr. Aber wenn
jemand eine schlechte Tat beabsichtigte und sie nicht ausgeführt hat, dem
schreibt Gott eine volle gute Tat auf, aber wenn er sie beabsichtigt und auch
ausgeführt hat, dem schreibt Gott eine einzige schlechte Tat auf.” (Sahieh Al-Bukhari,
Sahieh Muslim)
Gott ist der Eine, Der die Menschheit auf
den Weg führt, der ihr nutzt und Er beschützt sie. Gott ist Al-Haadi (der
Führer). Er ist die einzige Quelle der Rechtleitung und der Eine, von Dem
jeglicher Schutz ausgeht. Gottes Rechtleitung läßt die Herzen sich mit
Frömmigkeit und Rechtschaffenheit füllen. Er ist das weisende Licht in der
Dunkelheit.
“…doch dein Herr genügt als Führer und als
Helfer.” (Quran 25:31)
Dies sind nur ein paar von den Namen
Gottes, die wir im Qur´an und den authentischen Aussagen des Propheten Muhammad
finden können. Du kannst am Ende vieler Verse noch viel mehr von diesen Namen
und Eigenschaften finden. Wenn wir uns nach Gott ausstrecken, streckt Er sich
nach uns aus. Wenn wir Ihn rufen, hört Er und antwortet uns. Als er über Gott
sprach – Allah, den Gnädigen, den Barmherzigsten, sagte der Prophet Muhammad,
dass Allah Seine Schöpfung im letzten Drittel der Nacht ruft, indem Er sagt:
“Wer spricht ein Gebet für Mich, damit
Ich ihm antworte? Wer bittet Mich um etwas, damit Ich ihm gebe? Wer bittet
Mich um Vergebung, damit Ich ihm vergeben kann?”
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