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Die Nachtreise und die Himmelfahrt (teil 1 von 6): Die Nachtreise
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Beschreibung: Der Anfang der Nachtreise und ein paar Einzelheiten über das frühe Leben des Propheten Muhammad, Gottes Segen und Frieden seien auf ihm.
von Aisha Stacey (© 2011 IslamReligion.com)
Veröffentlicht am 28 Mar 2011 - Zuletzt verändert am 26 Feb 2012
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> Der Prophet Muhammad
> Beweise für sein Prophetentum
Kategorie: Artikel
> Beweis für die Wahrhaft-igkeit des Islam
> Beweise für Muhammads Prophetentum
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Einleitung
Die Reise des Propheten und Gesandten
Muhammad, Gottes Segen und Frieden seien auf ihm, bei Nacht von der heiligen
Moschee in Mekka zu der entferntesten Moschee in Jerusalem war ein Wunder, das
Gott ihm gewährt hat. Es ist der erste Teil einer Nacht der Wunder und des
Erstaunens, die in dem Auffahren des Propheten durch die Himmel und in die
Gegenwart Gottes ihren Höhepunkt besaß.
“Gepriesen
sei Der, Der bei Nacht Seinen Diener von Al-Masjid-al-Haram zu der Masjid-al-Aqsa deren Umgebung Wir gesegnet haben,
hinführte, auf daß Wir ihm einige Unserer Zeichen zeigten. Wahrlich, Er ist der Allhörende, der Allsehende.”
(Quran 17:1)
Dies war eine physikalische Reise und alle
Ereignisse die in diesem Zusammenhang berichtet wurden, haben in einer Nacht
stattgefunden.
In dieser Reihe von Artikeln wird das Wort
Masjid anstelle der deutschen Übersetzung ´Moschee´ verwendet. Der
Grund dafür ist, dass das Wort Masjid viel mehr bedeutet, als das erkennbare Gebäude,
in dem Muslime beten. Das Wort Masjid kommt von der Wurzel “sa-ja-da”,
das bedeutet sich niederwerfen, daher ist eine Masjid ein Ort, wo man
sich niederwirft. Der Prophet Muhammad berichtete uns: „diese Erde wurde für
mich zu einer Masjid gemacht.“
Dieses Geschenk Gottes wurde nur der Gemeinschaft von Muhammad
zuteil.
Ein Muslim kann an jedem Ort beten (mit
wenigen Ausnahmen), der nicht unrein ist. Es gibt besondere Gebäude für das
Gebet, aber jeder Ort ist eine Masjid, im wahrsten Sinne des Wortes – ein Ort
der Niederwerfung. Die Niederwerfung ist der ehrenvollste Teil des Gebets. Wenn
die Stirn eines Muslim den Boden berührt, ist er oder sie Gott sehr nahe. Das
Gebet stellt eine Verbindung zwischen dem Gläubigen und seinem Herrn her und
auf dieser wunderbaren Reise geschah es, dass die fünf täglichen Gebete
eingeführt wurden.
In der Geschichte, die jetzt folgt, wirst
du etwas mehr über den Mann erfahren, der Muhammad genannt wurde, und ein wenig
besser verstehen, warum ihn die Muslime lieben. Du wirst ebenfalls entdecken,
warum Masjid al-Aqsa in Jerusalem eine der drei heiligen Masjids des
Islam ist. Gott sagt über Jerusalem im Qur´an: “deren Umgebung Wir gesegnet haben”. Der
Felsendom, Teil des Bezirks der Masjid al-Aqsa, ist das erkennbare Symbol
Jerusalems, und er hat einen besonderen Platz im Herzen eines jeden Muslim
inne. Auf dieser Reise, die wir unternehmen wollen, werden wir lernen warum. Lass
uns also zurückreisen in das Arabien des siebten Jahrhunderts, in die Stadt
Mekka und den Propheten Muhammad auf seiner Nachtreise und seiner Himmelfahrt
begleiten.
Die Reise beginnt
Ungefähr zehn Jahre nachdem der Prophet
Muhammad die ersten Offenbarungen vom Qur´an erhalten hatte, erlitt er zwei
schlimme Verluste. Einer davon war der Tod seines Onkels Abu Talib, des
Mannes, der ihn seit der Zeit als er ein kleines Waisenkind gewesen war,
unterstützt und geliebt hatte, und dann nur zwei Monate später starb seine
geliebte Frau Khadija. Dieses Jahr wurde als Jahr des Kummers bekannt.
In den Jahren, die zu diesen traurigen
Ereignissen führten, waren die jungen Muslime, insbesondere der Prophet
Muhammad, verfolgt, lächerlich gemacht und misshandelt worden. Die Stärke und
Treue seines Onkels in Verbindung mit der Liebe und dem Mitgefühl, die ihm
Khadija entgegen brachte, halfen ihm, stark zu bleiben und mit der Verbreitung
seiner Botschaft angesichts der starken Widersacher fortzufahren. Nun fühlte
er sich allein und von seiner Trauer überwältigt.
Wenn sich jemand wahrhaftig Gott übergeben
hat, stellen die Schmerzen und der Kummer des Lebens einen Teil seiner Prüfung
im Glauben dar und diese Prüfungen werden immer von Erleichterung gefolgt. In
Kapitel 94 des Qur´an, der Trost genannt, versichert Gott dem Propheten
Muhammad, dass mit jeder Schwierigkeit die Erleichterung kommt und Er betont es
ein zweites Mal mit Nachdruck - mit jeder Schwierigkeit kommt die Erleichterung.
Nach diesem außerordentlich schweren Jahr erfuhr Muhammad seine Erleichterung
in Form eines großen Segens: der Nachtreise und der Himmelfahrt.
“Also,
wahrlich, mit der Drangsal geht Erleichterung einher wahrlich, mit der Drangsal
geht Erleichterung (einher).” (Quran 94:4-6)
Obwohl es gefährlich war und er den
Angriff durch die Götzendiener von Mekka riskierte, verbrachte der Prophet
Muhammad häufig die Nacht im Gebet an der heiligen Masjid in Mekka. In dieser
besonderen Nacht lag er nahe bei der Ka’ba (dem schwarzen Würfel in der
Mitte der Masjid) in einem Zustand zwischen Wachsein und Schlaf. Da kam ein
Engel und schnitt seine Brust von der Kehle bis unterhalb des Magens auf. Der
Engel entfernte das Herz des Propheten Muhammad und legte es in ein goldenes
Gefäß mit Glauben, das Herz wurde gereinigt, gefüllt und an seinen Platz
zurückgebracht.
Dies war nicht das erste Mal, dass ein
Engel herabgekommen war und Muhammads Herz herausgenommen hatte. Als kleines
Kind lebte Muhammad in der Wüste Arabiens bei der Familie seiner Amme, so war
es der Brauch, denn die Umwelt in der Wüste war viel gesünder und geeigneter
für eine gutes Heranwachsen als die Städte. Als er vier oder fünf Jahre alt
war und mit seinen Freunden in der Wildnis spielte, erschien der Engel Gabriel,
nahm Muhammads Herz und entfernte davon einen Teil, den “Anteil Satans”. Der
Engel Gabriel wusch das Herz mit Wasser von Zamzam (der Quelle von
Mekka, die entsprungen war, um den Durst Ismaels zu stillen) und legte es an
seinen Platz zurück. Die anderen Kinder rannten schreiend davon, sie dachten,
Muhammad würde ermordet, aber nach einer Zeit kehrten sie mit Hilfe zurück; er
war allein, verängstigt und weiß, aber nur mit einem kleinen Zeichen von dieser
Qual.
Die Aufgabe des Propheten Muhammad bestand
darin, die gesamte Menschheit zum Dienst an dem Einen, Wahren Gott zu leiten,
denn jeder Aspekt seines Lebens bildete einen Teil von Gottes Plan, ihn für
seine große Verantwortung vorzubereiten. Als Kind wurde der Anteil Satans von
seinem Herzen entfernt, und als Erwachsener, der dabei war, die muslimischen
Gemeinschaft aufzubauen, wurde sein Herz gereinigt und mit reinem Glauben
gefüllt. Da begann der nächste Teil dieser wunderbaren Nacht.
Dem Propheten Muhammad wurde ein weißes
Tier präsentiert, das er als kleiner als ein Pferd aber größer als einen Esel
beschrieb, es war als al-Buraq bekannt. Dieses Tier, sagte er, konnte
einen Schritt machen, der so weit war, wie es sehen konnte. Mit einem Sprung konnte
al Buraq unglaubliche Entfernungen zurücklegen. Der Engel Gabriel wies den Propheten Muhammad an, das Tier zu
besteigen und gemeinsam reisten sie über 1200 km zur entferntesten Masjid –
Masjid al-Aqsa.
Prophet Muhammad befand sich auf dem
Rücken des al-Buraq, als seine Schritte den Horizont erreichten, und die Sterne
leuchteten am Nachthimmel über den Wüsten Arabiens und darüber hinaus. Er muss
den Wind im Gesicht gespürt haben und sich seines neu befüllten Herzens, das in
seiner Brust pochte, bewusst gewesen sein. Stell dir mal vor, welche Zeichen
und Wunder Gottes der Prophet Muhammad auf jener wunderbaren Reise in der Nacht
gesehen haben muss!
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Die Nachtreise und die Himmelfahrt (teil 2 von 6): Masjid Al-Aqsa
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Beschreibung: Der Prophet Muhammad erreicht die Masjid al-Aqsa und trifft einige der früheren Propheten Gottes.
von Aisha Stacey (© 2011 IslamReligion.com)
Veröffentlicht am 04 Apr 2011 - Zuletzt verändert am 04 Apr 2011
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> Der Prophet Muhammad
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> Beweise für Muhammads Prophetentum
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Es war eine schwierige Zeit im Leben des
Propheten Muhammad und diese Reise war eine große Ehre für ihn. Die
Verkündung der Botschaft trat in eine neue Phase ein und die Gründung der
muslimischen Nation sollte beginnen. Der Prophet Muhammad fühlte sich
überwältigt und allein. Die große Mehrheit der Mekkaner hatten abgelehnt,
seinem Ruf zu folgen oder seine Botschaft zu akzeptieren. Sowohl sein
geliebter Onkel als auch seine gehegte Frau waren gestorben und dieses Geschenk
Gottes bot ihm Unterstützung und öffnete seine Augen für die Zeichen und Wunder
des Universums. Nachdem er die enorme Distanz nach Jerusalem auf dem Rücken
des al-Buraq zurückgelegt hatte, erreichte der Prophet Muhammad die Gegend, die
als Masjid al-Aqsa bekannt ist. Er stieg ab und band al-Buraq an einem Ring am
Tor fest.
Ein weiteres Wunder geschieht
Der Prophet Muhammad ging in die Masjid – den
Ort der Niederwerfung – um eine Gruppe früherer Propheten zu treffen; da kam
ihm die große Ehre zu, sie im Gebet zu führen. Gott belohnte Seinen Gesandten
und gab ihm zu verstehen, dass auch die Propheten vor ihm durch schwere Zeiten
gegangen waren, als sie ihren Völkern predigten. Sie standen hinter dem
Propheten Muhammad und erkannten ihn als ihren Führer an. Dies war ein
weiteres Zeichen seiner Wichtigkeit und Außergewöhnlichkeit, ebenso wie der Art
seiner Botschaft.
Vor der Ankunft des Propheten Muhammad
haben alle Propheten ihre Botschaft der Hingabe zu dem Einen Gott ihrem eigenen
Volk überbracht; Muhammad aber war für die gesamte Menschheit gesandt worden. Gott
bezeichnet ihn als eine Gnade. Gott sagt im Qur´an:
“´Er
hört für euch nur auf das Gute: Er glaubt an Allah und vertraut den Gläubigen
und erweist denen unter euch Barmherzigkeit, die gläubig sind.´” (Quran
9:61)
Die Botschaft war international und diese
Mitteilung , die weltweit verbreitet wurde, war der Islam. Die Propheten
Gottes standen hinter dem neuesten und letzten Gesandten Gottes und
unterstützten ihn, als sein Bedarf am größten war. Der Prophet Muhammad
erwähnt in seinen Aussagen, dass alle Propheten Brüder sind. Diese Gemeinschaft, die hinter dem Propheten Muhammad stand, war ein
Zeichen dieser tatsächlichen und immerwährenden Bruderschaft.
Die Bedeutung von Al-Aqsa
Die Tatsache, dass dieses außergewöhnliche
Ereignis in Jerusalem stattfand, ist auch bedeutungsvoll. Dies ist das Land
der Propheten Gottes; das Land von Abraham, Isaak, Moses und Jesus. Gott
flocht eine Verbindung zwischen dem heiligen Haus in Mekka und Masjid Al-Aqsa
in Jerusalem. Gott verband auch die sogenannte Wiege der Religion, das
heilige Land rund um Jerusalem, mit dem Land Arabien, dem Geburtsort der
Religion, die Gott für die gesamte Menschheit geschaffen hat – Islam.
Gott hat Al-Aqsa zu einer der drei
heiligen Masjids des Islam bestimmt. Die heilige Masjid in Mekka, die Masjid des
Propheten Muhammad, die in Medina erbaut werden würde und diese Masjid in
dieser gesegneten Nachbarschaft von Jerusalem. Nur zu einer dieser drei
Masjids können die Muslime zum Gottesdienst reisen. Ein Gebet in der Masjid Al-Aqsa ist soviel wert wie 250 Gebete
anderswo, außer in der Masjid des Propheten, wo ein Gebet soviel wert ist wie
1.000 Gebete anderswo und der heiligen Masjid in Mekka, wo ein Gebet soviel
belohnt wird wie 100.000 Gebete.
Gott betont die Bedeutsamkeit und Heiligkeit der Masjid Al-Aqsa
und aus diesem Grund spielt sie im Leben eines Muslim eine besondere Rolle. Deshalb
wird sie so eifrig bewahrt und geschützt.
Al-Aqsa war die erste Qiblah (die
Richtung, in die sich Muslime zum Gebet wenden) des Islam, aber diese Richtung
wurde später geändert zur heiligen Masjid in Mekka. Das exakte Datum dieser
Änderung festzulegen ist schwierig, aber aus den Beweisen können wir entdecken,
wann es schätzungsweise gewesen ist, denn die Mission des Propheten Muhammad
war in zwei Perioden unterteilt. Die mekkanische Zeit zeichnete sich dadurch
aus, dass er die Menschen zur Religion des Islam rief, und die Zeit in Medina
durch die Errichtung des muslimischen Staates. Der Prophet und die Mehrzahl
seiner Anhänger wanderten im 14.Jahr seines Prophetentums in die Stadt Medina
aus.
Die Nachtreise und Himmelfahrt fanden in
der späten Zeit in Mekka statt, während die Qiblah etwa 15 Monate nach
der Auswanderung des Propheten nach Medina geändert wurde. Daran erkennen wir,
dass die Muslime annährend drei Jahre lang nach Al-Aqsa beteten, bevor Gott die
Richtung nach Mekka änderte. Dies verminderte aber keinesfalls die Wichtigkeit
Jerusalems oder der Masjid Al-Aqsa, es repräsentierte lediglich einen weiteren
Schritt in der Errichtung der Botschaft für die gesamte Menschheit. Die
heilige Masjid in Mekka wurde als zentraler Punkt im Islam verankert.
Die Reise und das Wunder geht weiter
Noch in dem heiligen Bereich der Masjid
Al-Aqsa bracht der Engel Gabriel dem Propheten Muhammad zwei Becher. Einer war
mit Milch gefüllt, der andere mit Wein, und er bot beide dem Propheten an. Der
Prophet wählte aus und trank die Milch. Der Engel Gabriel sagte da zu ihm:
“Gott sei dank, Der dich zur Fitrah geleitet hat; wenn du den Wein
genommen hättest, wären deine Anhänger irregegangen”. Es ist schwierig, das arabische Wort Fitrah auf deutsch zu
übersetzen; es bezeichnet den natürlichen und reinen Zustand, in dem jemand
geboren wird, ein angeborenes Gefühl, das einen dazu anleitet, das „Richtige“
zu tun. Der Prophet Muhammad wählte instinktiv das Richtige vor dem Falschen
aus, das Gute vor dem Bösen und den Geraden Weg vor dem krummen Weg zur Hölle.
Es war von der heiligen Stadt Jerusalem
aus, aus dem heiligen Bezirk der Masjid Al-Aqsa, dass der Prophet Muhammad das nächste Stadium seiner wunderbaren
Nachtreise antrat. Der Prophet Muhammad stieg von einem Felsen zum untersten
Himmel auf. Dieser Felsen befindet sich im Felsendom, dem bekanntesten Symbol
Jerusalems. Er sollte nicht mit dem eigentlichen Masjid – Bauwerk verwechselt
werden, das sich auf der anderen Seite des Al-Aqsa Bezirks befindet. Der
gesamte Bezirk ist die Masjid, aber dort existieren viele verschiedene Gebäude.
Es ist wichtig, daran zu denken, dass der Felsendom obwohl er sich innerhalb
des Bezirks der Masjid befindet, nicht die Masjid Al-Aqsa ist und nicht der
Platz der Niederwerfung, wo der Prophet Muhammad die früheren Propheten im
Gebet angeführt hat. Vom Felsen aus, der nun mit der bekannten goldenen Kuppel
überdacht ist, stieg der Prophet Muhammad in der Gesellschaft von Engel Gabriel
in den untersten Himmel auf.
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Die Nachtreise und die Himmelfahrt (teil 3 von 6): Die Himmelfahrt
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Beschreibung: Die Reise des Propheten Muhammad durch die Himmel.
von Aisha Stacey (© 2011 IslamReligion.com)
Veröffentlicht am 11 Apr 2011 - Zuletzt verändert am 11 Apr 2011
Gesehen: 1162 (Tagesmittelwerte: 3) - Bewertung: noch keiner - Bewertet von: 0 Gedruckt: 60 - Emailed: 0 - Kommentiert am: 0
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Die Nachtreise und die Himmelfahrt war ein
großer Segen, der Muhammad, dem Propheten Gottes, gewährt worden ist. Es war
eine Reise, die bei der heiligen Masjid in Mekka begann, dann über Land zur Masjid
al-Aqsa in Jerusalem ging und schließlich führte sie weiter durch die sieben
Himmel in die Gegenwart Gottes, des Allmächtigen. Wenn wir mit dem Propheten
Muhammad durch die sieben Himmel reisen, ist es wichtig, zu bedenken, dass die
Orte, die er besuchte, nicht Teile des Paradieses waren.
In englischer (oder deutscher) Sprache
verwenden wir das Wort Himmel, als die spirituelle Ebene ewiger Freude,
die Belohnung für ein rechtschaffenes Leben und das Gegenteil von Hölle, dem
Ort ewiger Strafe. Allerdings war das nicht immer so; das Wort heaven kommt
vom altenglischen Wort heofon, das verwendet wurde, um den Himmel zu bezeichnen, das, was über der
Erde ist, wo sich die Himmelskörper befinden. Dann hat es seine ursprüngliche
Bedeutung verloren und meinte eher das Paradies. Im Arabischen wurden seit
jeher zwei unterschiedliche Worte verwendet: Sama und Ğannah.
Das Wort Sama wird für den Himmel über uns verwendet und er ist Teil der
diesseitigen Welt, die am Tag des Gerichts zerstört werden wird. Das Wort Ğannah
bezeichnet das Paradies, das Land ewiger Wonne, die dauerhafte Wohnstatt der
rechtschaffenen Gläubigen und das Gegenteil zur Hölle.
“So
vollendete Er sie als sieben Himmel in zwei Tagen, und jedem Himmel wies Er
seine Aufgabe zu. Und Wir schmückten den untersten Himmel mit Leuchten (,
welche auch) zum Schutz (dienen) Das ist die Schöpfung des Erhabenen, des
Allwissenden.” (Quran 41:12)
“Ihr
Herr verheißt ihnen Seine Barmherzigkeit und Sein Wohlgefallen und Gärten (Ğannah), in deren ewiger Wonne sie sein
werden. Dort
werden sie auf ewig und immerdar verweilen. Wahrlich, bei Allah ist ein
riesiger Lohn.” (Quran 9:21-22)
Die Wunder Gottes
Der Prophet Muhammad stieg in die Himmel
hinauf, vom Felsen aus, der nun in dem berühmten goldenen Dom beheimatet ist,
der zu einem Symbol Jerusalems geworden ist. Dies ist eine Reise, die nie ein
anderer Mensch je gemacht hat oder machen wird. Sie zeigt die Fähigkeit
Gottes, das scheinbar Unmögliche geschehen zu lassen. Die Konzepte von Zeit
und Raum, wie wir sie kennen, kommen hier nicht zur Geltung und es liegt
außerhalb unseres menschlichen Fassungsvermögens, die wahre Allmächtigkeit
Gottes zu verstehen. In seinen Aussagen und Überlieferungen beschrieb der
Prophet Muhammad die Größe der Himmel; der erste Himmel ist im Vergleich mit
dem Zweiten so klein wie ein Ring in der Wüste, und er fuhr fort bis er den
sechsten Himmel so klein wie einen Ring in der Wüste verglichen mit dem Siebten
beschrieb. Die Großartigkeit hiervon ist unvorstellbar. Unsere Erde und das,
was wir als Universum bezeichnen, ist im ersten Himmel enthalten. Selbst mit
den wissenschaftlichen Kenntnissen des 21sten Jahrhunderts haben wir keine
Vorstellung davon, wie groß es ist, wie weit sich das Universum ausdehnt oder
welche Wunder es enthält.
Der Prophet Muhammad reiste mit dem Engel
Gabriel zu den Höhen des Himmels. Gemeinsam gelangten sie zum Tor des ersten
Himmels, wo Gabriel um Einlass bat. Die Torwächter fragten: „Wer ist da?”
worauf Gabriel antwortete: “Ich bin es, Gabriel.” Dann fragten die Torwächter,
wer ihn begleitete; als sie ihnen sagten, es sei Muhammad, fragten sie, ob ihm
die Mission erteilt worden sei, die Menschheit zur Anbetung des Einen Gottes
anzuleiten. Der Engel Gabriel bestätigte das, da hießen die Engel den
Propheten Muhammad willkommen, nannten seine Ankunft eine Freude und öffneten
das Tor.
Begrüßung der Propheten
Der Prophet Muhammad berichtete uns, dass
er seinen Vater Adam gesehen hat, den Vater der gesamten Menschheit. Er
begrüßte ihn mit dem Gruß aller Muslime: Assalamu alaikum (Friede sei
mit dir). Adam erwiederte den Gruß und verlieh seinem Glauben an Muhammads
Prophetentum Ausdruck. Er bezeichnete ihn als seinen reinen Sohn, den reinen
Propheten. Stell dir die Freude einmal vor, welche dieses Treffen in den
beiden Männern hervorgerufen haben muss. Nach tausenden von Jahren war Adam in
der Lage, seinen Sohn Muhammad zu sehen, den großartigsten seiner Nachkommen. Muhammad
war ebenfalls in der Lage, dem Vater der Menschheit in die Augen zu sehen.
Aber das war nur der Anfang der Wunder. Der Engel Gabriel und der Prophet
Muhammad stiegen zum zweiten Himmel hinauf.
Am Tor bat der Engel Gabriel wieder um
Erlaubnis eintreten zu dürfen. Als die Torwächter erfuhren, dass dem Propheten
Muhammad seine Mission übertragen worden war und dass er versuchte, hineinzukommen,
hießen sie ihn willkommen und öffneten das Tor. Dort sah der Prophet Muhammad
die beiden Kousins, den Propheten Johannes (in den christlichen Überlieferungen
als der Täufer bekannt) und den Gesandten Gottes, den Propheten Jesus;
der Prophet Muhammad tauschte Begrüßungen mit ihnen aus.
Der Prophet Muhammad und der Engel Gabriel
stiegen weiter bis zu den Toren des dritten Himmel. An jedem Tor fand derselbe
Austausch statt. Wenn die Torwächter feststellten, dass es sich um den Engel
Gabriel in Begleitung des Propheten Muhammad handelte, dem tatsächlich die
Verkündung aufgetagen worden war, gaben sie ihnen die Erlaubnis einzutreten.
Hier, im dritten Himmel, traf der Prophet Muhammad Josef und beschrieb ihn als
Verkörperung der Hälfte aller Schönheit.
Als der Prophet Muhammad die Propheten in
jedem Himmel traf, tauschte er die Worte der Begrüßung mit ihnen aus, und diese
waren immer: Assalamu alaikum, der Friedensgruß, den alle jene verwendet
haben, die sich dem Einen Wahren Gott ergeben hatten. Im vierten Himmel traf
der Prophet Muhammad den Propheten Idris, den Gott im Qur´an (19:57) als
auf einen sehr hohen Rang erhoben beschreibt. Im fünften Himmel traf er den
Propheten Aaron, den Bruder von Moses. Bei jedem Zusammentreffen verliehen die
Propheten ihrem Glauben an Muhammads Prophetentum Ausdruck. Im sechsten Himmel
traf der Prophet Muhammad auf Moses.
Immer wenn der Prophet Moses im Qur´an
oder den Überlieferungen des Propheten erwähnt wird, wissen wir, dass etwas
Wichtiges beschrieben werden wird. Nachdem die beiden Propheten ihre
Begrüßungen ausgetauscht hatten und der Prophet Moses seinen Glauben an
Muhammads Prophetentum bekannt hatte, begann Moses zu weinen. Als er gefragt
wurde warum, antwortete er: „Ein junger Mann kam nach mir und von seinen
Anhängern werden mehr das Paradies betreten als von meinen Anhängern.”
Bis zum Islam hatte der Prophet Moses die
größte Anhängerschaft aller Propheten gehabt. Moses weinte und daran können
wir erkennen, dass es zwischen den Propheten eine Art Rivalität gegeben hat;
aber es war kein Wettstreit, der mit Eifersucht oder Neid erfüllt war,
gewesen. Er war eher mit Zuneigung erfüllt. Wenn wir mit unserer Reise
fortfahren, werden wir die Liebe und das Mitgefühl sehen, die der Prophet Moses
für Muhammad und seine Anhänger empfand. Der Prophet Muhammad und der Engel
Gabriel stiegen weiter zum siebten Himmel.
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Die Nachtreise und die Himmelfahrt (teil 4 von 6): Der Siebte Himmel
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Beschreibung: Der Prophet Muhammad trifft den Propheten Abraham und wird Zeuge des Reiches, wo die Engel sich am dichtesten im Gottesdienst drängen.
von Aisha Stacey (© 2011 IslamReligion.com)
Veröffentlicht am 11 Apr 2011 - Zuletzt verändert am 11 Apr 2011
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> Beweise für Muhammads Prophetentum
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Der Engel Gabriel und der Prophet Muhammad
setzten ihren wunderbaren Aufstieg durch die Himmel fort. Diese Reise übertraf
die Vorstellungskraft eines jeden menschlichen Wesens. Sie hatte in den Wüsten
Arabiens begonnen und ging bis in das bekannte Universum und darüber hinaus. Am
Tor des siebten Himmels wurden dieselben Fragen und Antworten ausgetauscht wie
in den vorigen Himmeln und die Engel erklärten ihr Vergnügen darüber, den
Propheten Muhammad zu treffen. Die Erlaubnis zum Eintreten wurde erteilt, und
der Prophet Gottes reiste, begleitet vom Engel Gabriel, dem Engel, dem die
Offenbarungen Gottes anvertraut worden waren, weiter durch den letzten Himmel.
Der siebte Himmel ist ein Ausdruck, der
von den Christen verwendet wird, um außerordentliche Freude oder Glück zu
umschreiben, wie: „Ich bin im siebten Himmel“. Im Islam ist der siebte Himmel
dort, wo der Prophet Muhammad den Propheten Abraham getroffen hat; und er (Muhammad)
muß überaus glücklich und in einem Zustand der Freude gewesen sein, mit dieser Reise
der Wunder gesegnet worden zu sein. Beide Propheten tauschten ihre Begrüßungen
aus, indem sie Assalamu alaikum (Friede sei mit dir) sagten und wie es
jeder andere Prophet auch getan hatte, bekannte der Prophet Abraham seinen
Glauben an die Mission des Propheten Muhammad.
Durch seinen Sohn Ismael ist Abraham der
Vater der Araber und der Vorfahre des Propheten Muhammad; er ist ein Vorfahre
des Volkes, welches durch seinen Sohn Isaak die Kinder Israels (die Anhänger
des Propheten Moses) wurden. In den jüdischen Traditionen wird Abraham der
Vater der Juden genannt. Diese Vorstellung lehnt der Islam allerdings ab, denn
der Qur´an sagt deutlich, dass er weder Jude noch Christ gewesen ist, sondern
einer, der an reinen Monotheismus (den Glauben an den Einen Gott) geglaubt hat.
“O
Volk der Schrift, warum streitet ihr über Abraham, wo die Thora und das
Evangelium doch erst (später) nach ihm herabgesandt worden sind? Habt ihr denn
keinen Verstand? Abraham
war weder Jude noch Christ; vielmehr war er lauteren Glaubens, ein Muslim
Hanifa (keiner von denen, die
(Allah) Gefährten beigesellen).” (Quran
3:65 & 67)
Muslime müssen an alle Propheten Gottes
glauben; Abraham hat allerdings einen besonderen Platz als einer der wichtigen
Gesandten Gottes und hat die einzigartige Ehre, sowohl in der islamischen als
auch in der christlichen Tradition der geliebte Diener Gottes genannt zu werden. Abraham und
sein Sohn Ismael haben zusammen die Kaaba (das schwarze, würfelförmige Bauwerk
in der Mitte der heiligen Masjid in Mekka) erbaut.
“Und
als Abraham mit Ismael die Grundmauern des Hauses errichtete (, sagte er):
"Unser Herr, nimm von uns an; denn wahrlich, Du bist der Allhörende, der
Allwissende.” (Quran 2:127)
Muslime wenden sich viele Male am Tag in
Richtung Kaaba, wenn sie ihre Gebete verrichten und in jedem Gebet bitten sie
Gott, Abraham und seine Familie zu segnen.
Die Welt der Engel
Im siebten Himmel wurde dem Propheten
Muhammad das Gebäude gezeigt, das als das vielbesuchte Haus oder al Bayt al-Mamuur
auf arabisch bekannt ist. Es ist passend, dass der Prophet Abraham hier bei
diesem Haus war, denn es ist das himmlische Äquivalent der Kaaba in Mekka. Jedes
Jahr in der Zeit der Pilgerfahrt (Haǧǧ), strömen über zwei Millionen
Muslime aus der ganzen Welt nach Mekka, um den Fußspuren Abrahams zu folgen und
bestimmte Riten einschließlich der Umrundung der Kaaba zu vollziehen. Jeden
Tag besuchen 70.000 Engel dieses vielbesuchte Haus im siebten Himmel, um Gott
anzubeten. Der Prophet Muhammad berichtete uns, dass die Engel, wenn sie Bayt
al-Mamuur einmal besucht haben, niemals wiederkehren. Gott schwört bei
diesem Haus im Qur´an.
“Und bei (dem vielbesuchten Haus) Bayt al-Mamuur.”
(Quran 52:4)
Siebzigtausend Engel jeden Tag! Was sind
die Auswirkungen davon? Denk´ darüber nach und überlege, wie viele Tausend
oder Millionen Jahre das schon so passiert? Wie viele dieser Wesen, die von
Gott aus Licht geschaffen wurden, sind dort? Dies ist ein weiteres Wunder und der
Prophet Muhammad hatte das Privileg, es sehen zu dürfen und uns zu
beschreiben. In seinen Überlieferungen informiert er uns darüber, dass die
Himmel über uns seufzen, jedes Stückchen Platz in der Breite von vier Fingern
wird von einem Engel eingenommen, der Gott anbetet.
Das äußerste Ende
Der Prophet Muhammad reiste dann durch den
siebten Himmel bis zum äußersten Ende, zum Sidrat al-Muntaha, einem
Lotusbaum.
“Beim Sidrat al-Muntaha (Lotusbaum) am
äußersten Ende. An dem das Paradies der Geborgenheit liegt.” (Quran
53:14-15)
Er beschreibt seine Früchte wie Krüge und
seine Blätter so groß wie die Ohren eines Elefanten. Vier Flüsse entspringen
an den Wurzeln des Lotusbaumes. Als der Prophet Muhammad danach fragte, wurde
ihm gesagt, dass zwei der Flüsse aus dem Paradies stammten. Nichts erreichte
uns über die Namen oder Bedeutung dieser beiden Flüsse aus der Erzählung von
der Himmelfahrt. Allerdings wurde ihm gesagt, die anderen beiden seien
Repliken des Nil und des Euphrat, zwei Flüsse, die in dieser Welt der Menschen
besonders gesegnet sind.
Sidrat al-Muntaha wird das äußerste Ende genannt, weil alles, was von der Erde oder von
den Himmeln kommt, hier endet und weil das Wissen der Engel an jenem Punkt endet. Keiner hat diese
Grenze überschritten, außer dem Propheten Muhammad. Nach diesem Punkt verlassen wir die Himmel und bewegen uns in das
Reich des Jenseits; das Reich, das das Paradies und den Thron Gottes enthält. Als
der Prophet Muhammad seine wunderbaren Reise fortsetzt, bewegt er sich in
dieses Reich und in die Gegenwart Gottes, des Allmächtigen.
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Die Nachtreise und die Himmelfahrt (teil 5 von 6): In der Gegenwart Gottes
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Beschreibung: In der Gegenwart des Herrn erhält Muhammad den Befehl, fünf Gebete täglich zu verrichten.
von Aisha Stacey (© 2011 IslamReligion.com)
Veröffentlicht am 18 Apr 2011 - Zuletzt verändert am 18 Apr 2011
Gesehen: 1199 (Tagesmittelwerte: 3) - Bewertung: 5 von 5 - Bewertet von: 1 Gedruckt: 64 - Emailed: 0 - Kommentiert am: 0
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> Der Prophet Muhammad
> Beweise für sein Prophetentum
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Weiter als bis zum Lotusbaum, dem äußersten
Ende, ist bis auf eine Ausnahme kein Mensch jemals gewesen. Die Nachtreise und
die Himmelfahrt gipfelten darin, dass der Prophet Muhammad das äußerste Ende
überschritt und sich in der Gegenwart des Allmächtigen Gottes befand. Hinter
dem Lotusbaum ist das Reich des Jenseits, das Paradies und der Thron Gottes und
Gott Selbst.
Das Wort wundervoll reicht einfach nicht
aus, um das Wunder zu beschreiben, das dies für den Propheten Muhammad gewesen
sein muss. Es ist nicht zu beschreiben und unvorstellbar. Aber der Prophet
Muhammad hat Gott nicht mit seinen Augen gesehen, wie Gott uns im Qur´an
mitteilt.
“Es holen Ihn die Blicke nicht ein.” (Quran
6:103)
Einer der Gefährten hat den Propheten
Muhammad direkt befragt, ob er Gott gesehen hat, worauf er antwortete:
“Er ist von Licht umhüllt, wie hätte
ich Ihn sehen können.” (Sahieh Muslim)
Tatsache bleibt jedoch, dass Muhammad, der
Prophet Gottes, in der Gegenwart Gottes war.
Die Wichtigkeit des Gebets
Gott sprach mit Muhammad, und wir haben
keine Einzelheiten von diesem Gespräch, außer, dass Gott dem Propheten Muhammad
und seinen Anhängern das Gebet auferlegt hat. Hieran können wir ermessen, wie
wichtig das Gebet ist. Es ist der einzige Befehl, den Gott im Himmel gegeben
hat; alle anderen Anweisungen wurden auf der Erde erteilt. Das Gebet ist ein
Geschenk Gottes für diejenigen, die wahrhaftig an Seine Einheit glauben. Gott
gewährte dieses Geschenk dem Propheten Muhammad, der es wiederum an die
Anhänger des Islam weitergab. Es ist ein Geschenk voller Segen und Nutzen. Es
baut unsere Verbindung zu Gott auf und hält sie aufrecht. Gott benötigt unsere
Gebete nicht, aber wir, als hilflose menschliche Wesen, brauchen das Gefühl,
mit Ihm verbunden zu sein. Das arabische Wort für die fünf täglichen Gebete
ist Salah, was von einer Wurzel mit der Bedeutung “Verbindung” kommt.
“Achtet auf die Gebete und das mittlere Gebet,
und steht vor Gott als Gehorsame.” (Quran 2:238)
Gott hat dem Propheten Muhammad und seinen
Anhängern 50 Gebete auferlegt. Als der Prophet Muhammad herabkam, kam er beim
Propheten Moses vorbei, der von ihm wissen wollte, was ihm aufgetragen wurde. Als
der Prophet Muhammad erklärte, dass ihm befohlen worden war, 50 Gebete pro Tag
zu machen, war Moses erstaunt und sagte sofort: „Geh´ zu deinem Herrn zurück
und bitte um weniger.“ Als Gott die 50 Gebete angeordnet hatte, hat der
Prophet Muhammad dies akzeptiert; Moses aber, der selber ein großer Prophet
gewesen war, wusste von seinen Anhängern, was Menschen schaffen können und was
nicht, wenn es um religöse Pflichten geht. Er war sich sicher, dass Muhammads
Gemeinde nicht in der Lage sein würde, so viele Gebete zu verrichten. Der
Prophet Muhammad besaß Wissen, aber Moses hatte dieses Mal mehr Erfahrung.
Der Prophet Muhammad nahm den Rat seines
älteren Bruders / Propheten an, ging zurück in die Gegenwart Gottes und bat um
Reduzierung. Gott reduzierte sie um zehn auf vierzig Gebete. Der Prophet
Muhammad ging wieder hinab. Da fragte ihn der Prophet Moses, was geschehen
sei. Als er hörte, dass sie nur um zehn reduziert worden waren, schickte Moses
ihn wieder zurück, damit er um eine weitere Reduzierung bitten sollte.
So ging es weiter, bis die Zahl der
Pflichtgebete fünf geworden war. Der Prophet Moses schlug vor, weiter um
Reduzierung zu bitten, indem er sagte: „O Muhammad, ich kenne die Menschen,
deine Gemeinde wird nicht in der Lage sein, das durchzuhalten, gehe zurück und
bitte darum, dass die Last für dein Volk erleichtert wird.” Der Prophet
Muhammad antwortete: „Nein.“ Er schämte sich, um eine weitere Reduzierung zu
bitten und sagte, er sei zufrieden mit den fünf täglichen Gebeten. Eine Stimme
war zu hören, die sagte: „Die Gebete wurden auf fünf reduziert, aber sie werden
belohnt werden, als wären es fünfzig.“ Gott verdeutlicht uns, dass selbst wenn
diese fünf Gebete zu beten für manche Menschen schwierig sein kann, ist es für
diejenigen, die die Verbindung mit ihrem Herrn aufrechterhalten und darauf
vertrauen, dass sie Ihn eines Tages treffen werden, es leicht finden werden.
“Und sucht Beistand im geduldigen Ausharren und
dem Gebet, und das ist bestimmt eine große Sache außer für die Demütigen, die
meinen, dass sie ihrem Herrn begegnen, und dass sie zu Ihm zurückkehren.” (Quran
2:45–46)
Gnade, Liebe und Mitgefühl
Diese wunderbaren Nacht wurde mit diesem
Zeichen der Gnade Gottes beendet. Stell dir vor, wie schwer es wäre, 50 mal am
Tag zu beten. Obwohl wir während dieser Reise erfahren haben, dass Moses
geweint hat, als ihm bewusst wurde, dass der Prophet Muhammad am Tag des
Gerichts mehr Anhänger als er haben würde, lernen wir auch, wie bemüht der
Prophet Moses war, dem Propheten Muhammad Ratschläge zu geben und wie viel ihm
daran lag, dass die Praktiken des Islam für die Gläubigen erleichtert werden. Der
Wettstreit zwischen den Propheten war einer der Liebe und des Mitgefühls und
von ihnen sollten wir lernen, wie wir einander behandeln sollten. Obwohl Gott
uns sagt, dass wir mit rechtschaffenen Taten wetteifern sollen, sollen wir
einander ermutigen und uns unterstützen, damit uns diese leicht fallen.
“...also wetteifert in den guten Taten, zu Gott
ist eure Rückkehr, allesamt, und Er teilt euch mit, worin ihr uneinig wart.”
(Quran 5:48)
Der Prophet Muhammad kam daraufhin wieder
zur heiligen Moschee in Mekka zurück. Den Gefährten des Propheten bestand nun
die bislang schwerste Prüfung ihres Glaubens bevor. Muhammad, der Prophet Gottes,
würde ihnen verkünden, dass er in einer Nacht zu der entferntesten Masjid in
Jerusalem gereist war, eine Reise, die normalerweise mehr als einen Monat
dauerte. Er würde ihnen auch berichten, dass er dorthin gereist war, wo noch
nie zuvor ein Mensch gewesen war, durch die Himmel in die Gegenwart Gottes. Dies
war eine wunderbare Reise durch die Nacht, aber würden seine Gefährten ihm
glauben und wie würden seine Feinde darauf reagieren?
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Die Nachtreise und die Himmelfahrt (teil 6 von 6): Die Rückkehr
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Beschreibung: Dieses großartige Wunder und diese Ehre wurde zu einer Gelegenheit für die Ungläubigen, den Islam anzugreifen und auch zu einer Prüfung für die Muslime.
von Aisha Stacey (© 2011 IslamReligion.com)
Veröffentlicht am 18 Apr 2011 - Zuletzt verändert am 18 Apr 2011
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Kategorie: Artikel
> Der Prophet Muhammad
> Beweise für sein Prophetentum
Kategorie: Artikel
> Beweis für die Wahrhaft-igkeit des Islam
> Beweise für Muhammads Prophetentum
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Der Prophet Muhammad war den ganzen Weg
von der entferntesten Moschee in Jerusalem auf dem Al-Buraq gereist. Er war
durch die sieben Himmel hinauf gestiegen und wurde Zeuge unvorstellbarer
Wunder. Er blickte vielen anderen Propheten ins Angesicht und tauschte
Begrüßungen mit ihnen aus, und der letzte Diener und Gesandte Gottes, Muhammad,
hat in der Gegenwart Gottes Selbst gestanden. In derselben Nacht, nur wenige
Stunden nach dem Beginn der Reise, kehrte der Prophet Muhammad wieder nach
Mekka zurück.
Diese wunderbare Reise sollte zu einer
Waffe gegen den Propheten Muhammad und seine Anhänger durch seine Feinde
werden, und gleichermaßen sollte sie eine außerordentliche Prüfung für den
Glauben der Muslime werden. Nach seiner Rückkehr machte sich der Prophet auf
den Weg zu Umm Ayman und erzählte ihr von seiner wunderbaren Reise. Sie
antwortete: „O Gesandter Gottes, erzähle niemandem davon.“ Umm Ayman besaß
vollkommenen Glauben in den Propheten Muhammad und glaubte ihm seinen Bericht
von der Reise, aber sie fürchtete, wie andere darauf reagieren würden.
Der Prophet Muhammad beschrieb Umm Ayman als
“meine Mutter nach meiner eigenen Mutter”. Sie war die gläubige Dienerin
seiner Mutter Amina gewesen und war auch nach dem Tod seiner Mutter und seines
Großvaters beim Propheten geblieben. Der Prophet Muhammad und Umm Ayman waren
immer sehr vertraut gewesen und nach der Beendigung dieser seltsamen Reise ging
er vielleicht zu Umm Aymans Haus, um es sich bequem zu machen und um entspannt
über sein weiteres Vorgehen nachzudenken.
Der Prophet Muhammad antwortete, indem er
sagte, dass er vorhabe, den Leuten von dieser wundervollen Nacht zu erzählen.
Er betrachtete es als seine Verantwortung Gott gegenüber, die Botschaft zu
verkünden, ohne Rücksicht auf die Folgen oder Konsequenzen; bei Gott liegt der
Ausgang aller Dinge. Er verließ ruhig das Haus, mit besonnener Überlegung ging
er zur heiligen Moschee. Auf dem Weg traf er Menschen und langsam verbreiteten
sich die Neuigkeiten von der Nachtreise unter den Leuten.
Die Reaktion
Als der Prophet
Mohammad ruhig in der Moschee saß, näherte sich ihm Abu Jahl und fragte
zufällig: “O Muhammad, gibt es irgendetwas Neues?” Bekannt als einer der
größten Feinde des Islam war Abu Jahl verantwortlich für die Folterungen, Bestrafungen,
Morde und Verfolgung der neuen Muslime während der Anfangszeit des Islam. Obwohl
er sich der Feindlichkeit und des Hasses bewusst war, den Abu Jahl gegen ihn
verspürte, antwortete der Prophet Muhammad wahrheitsgetreu und sagte: „In der
vergangenen Nacht bin ich nach Jerusalem und zurück gereist.“
Abu Jahl war
nicht in der Lage zu verbergen, dass er amüsiert war, und er reagierte darauf,
indem er Muhammad bat, seine Worte vor der mekkanischen Bevölkerung zu
wiederholen. Der Prophet Muhammad stimmte zu, und Abu Jahl verließ rasch die
Moschee und rief durch die Straßen eilend die Leute zusammen. Als sich
ausreichend viele Menschen in der Moschee versammelt hatten, sagte der Prophet
Muhammad auf Wunsch von Abu Jahl, so dass es alle hören könnte: „Ich war nach
Jerusalem und zurück.“
Die
Menschenmenge fing an, zu lachen, flüstern und zu klatschen. Sie hielten es
für einen großartigen Witz und einer fiel vor Lachen gegen den anderen. Dies
war die Reaktion, die Abu Jahl erwartet hatte, und er war zufrieden. Die
Ungläubigen in der Menge sahen eine Chance, dem Islam ein Ende zu bereiten.
Sie machten sich über die Behauptung des Propheten Muhammad lustig. In der
Menge waren Leute, die schon nach Jerusalem gereist waren, und sie baten den
Propheten Muhammad, zu beschreiben, was er gesehen hatte.
Der Prophet
Gottes begann, seine Reise zu beschreiben, aber er war irritiert. Er hatte nur
eine ganz kurze Zeit in Jerusalem verweilt, und die wundersame Art der Reise
hatte verursacht, dass er sich an kleine Einzelheiten und Beschreibungen nicht
erinnern konnte. Aber der Prophet Muhammad berichtete uns, dass Gott ihm die
Einzelheiten „richtig vor seine Augen” geführt hatte, und er beschrieb, was er
gesehen hatte, „Stein für Stein, Ziegel für Ziegel“. Da bestätigten die
Reisenden seine Beschreibungen (Sahieh Bukhari).
Es gibt eine andere Überlieferung, die berichtet, dass der Prophet Muhammad auf seiner Rückreise nach
Mekka an einer Karavane vorbeigekommen war. Er war in der Lage, sie deutlich
zu beschreiben. Die Karavane hatte ein Kamel verloren und der Prophet Muhammad
hat ihnen vom Himmel aus zugerufen, wo das Kamel sei. Er hatte auch von ihrem
Wasservorrat getrunken.
Die Leute von Mekka haben sodann jemanden
ausgeschickt, der die Karavane treffen sollte, bevor sie die Stadt erreicht, um
Fragen über die vergangene Nacht zu stellen. Sie bestätigten, dass eine fremde
Stimme ihnen den Aufenthaltsort des Kamels zugerufen habe und dass ein Teil
ihres Wasservorrats verschwunden sei. Diese Bestätigungen waren noch immer
nicht genug. Die Leute lachten und machten sich lächerlich und glaubten den
Worten des Propheten Gottes nicht. Dieses wundervolle Ereignis war so eine
Prüfung für den Glauben, dass sogar einige von den neuen Muslimen ungläubig
wurden und sich vom Islam abwandten.
Die Süße des Glaubens
Für diejenigen, deren Glaube stark und
wahrhaftig war, war die Kraft Gottes offensichtlich. Einige von denenjenigen,
die fanden, die Geschichte sei schwer zu glauben, gingen zu Abu Bakr, dem
besten Freund und Unterstützer des Propheten Muhammad. Sie befragten ihn, ob
er glaube, dass Muhammad in einer Nacht nach Jerusalem gereist sei und wieder
zurück nach Mekka. Ohne zu zögern antwortete Abu Bakr: „Wenn der Gesandte
Gottes es sagt, dann ist es wahr.“ Aufgrund dieses Vorfalls verdiente sich Abu
Bakr den Beinamen As-Siddieq (der allererste Gläubige). Dies stellte einen
Wendepunkt für viele Muslime dar; nachdem sie bereits die Qual und Misshandlung
durch die Ungläubigen erlitten hatten, hatten sie nun mit einer Vorstellung zu
kämpfen, die ihre wildesten Vorstellungen übertraf. Einige schafften es nicht,
aber viele erreichten neue Höhen und konnten die Süße der wahren Hingabe an den
Einen Gott schmecken.
Diese Reise in der Nacht von der heiligen
Moschee in Mekka zur entferntesten Moschee in Jerusalem und der Aufstieg durch
die Himmel und in die Gegenwart Gottes, des Allmächtigen, war ein Wunder, das
Gott Seinem letzten Diener und Propheten Muhammad gewährte und eine der größten
Ehren für jeden Menschen.
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