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Der Islam liefert uns erstaunliche
Einzelheiten von der Erschaffung Adams. Sowohl christliche als auch jüdische Überlieferungen sind
bemerkenswert ähnlich und doch unterscheiden sie sich erheblich vom Qur´an. Das
erste Buch Mose beschreibt Adam als von "Erde vom Acker" geschaffen,
und im Talmud wird Adam als aus Schlamm geknetet beschrieben.
Und Gott sprach zu den Engeln:
“‘Wahrlich, Ich werde auf der Erde einen
Nachfolger einsetzen´, da sagten sie: ´Willst du auf ihr jemanden einsetzen,
der auf ihr Unheil anrichtet und Blut vergießt, wo wir doch Dein Lob preisen
und Deine Herrlichkeit rühmen?´ Er sagte: ´Wahrlich, Ich weiß, was ihr nicht
wisset.´” (Quran 2:30)
So beginnt die Geschichte von Adam, dem
ersten Mann, dem ersten menschlichen Wesen. Gott erschuf Adam aus einer Handvoll
Erde, die Teile von jeder Erdsorte enthielt. Engel wurden auf die Erde
gesandt, um die Erde zu sammeln, aus der Adam werden sollte. Es war rote,
weiße, braune und schwarze Erde; sie war weich und formbar, hart und körnig;
sie kam von den Bergen und aus den Tälern; aus unfruchtbaren Tälern und üppigen
fruchtbaren Ebenen und von allen natürlichen Begebenheiten dazwischen. Den Nachkommen
Adams war bestimmt, so unterschiedlich zu sein, wie diese Handvoll Erde, aus
der ihr Vorfahre erschaffen worden war; alle haben verschiedene Erscheinung,
Eigenschaften und Vorzüge.
Erde oder Lehm?
Im ganzen Qur´an wird die Erde, die für
die Erschaffung Adams verwendet wurde, mit vielen verschiedenen Namen benannt
und durch diese können wir die Art und Weise seiner Erschaffung verstehen. Jede
Bezeichnung für die Erde, die verwendet wird, kennzeichnet ein anderes Stadium
seiner Erschaffung. Erde, die von der Erde genommen wurde, wird als Erde
bezeichnet, Gott bezeichnet sie auch als Lehm. Wenn sie mit Wasser vermischt
wird, wird es Schlamm, wenn sie stehen gelassen wird, reduziert sich der
Wasseranteil und es wird klebriger Lehm (oder Schlamm). Wenn sie wieder für
einige Zeit stehen gelassen wird, beginnt sie, zu riechen und die Farbe wird
dunkler – schwarzer, glatter Lehm. Diese Substanz war es, von der Gott die
Form von Adam gegossen hat. Sein seelenloser Körper wurde zum Trocknen stehen
gelassen, und er wurde zu dem, was im Qur´an als klingender Lehm bezeichnet
wird. Adam wurde von etwas ähnlichem wie der Ton beim Töpfern geschaffen.
Wenn darauf geklopft wird, macht es ein klingendes Geräusch.
Der erste Mensch wird geehrt
Und Gott sprach zu den Engeln:
“Es ist mein Wille, einen Menschen (Adam) aus Ton
zu erschaffen. Und wenn ich ihn gebildet und Meinen Geist in ihn eingehaucht
habe, dann fallt vor ihm nieder.” (Quran 38:71-72)
Gott ehrte den ersten Menschen, Adam, auf
zahllose Weise. Allah blies ihm die Seele ein, Er gestaltete ihn mit Seinen
eigenen Händen und Er befahl den Engeln, sich vor ihm niederzuwerfen. Und Gott
sprach zu den Engeln:
“....werft euch vor Adam nieder", und sie
alle warfen sich nieder , nur Iblies (Satan) nicht....” (Quran
7:11)
Während die Anbetung Gott Allein gebührt,
war diese Niederwerfung der Engel vor Adam ein Zeichen des Respekts und der
Ehre. Es wird gesagt, dass Adam nieste, als sein Körper erzitterte und sich
mit Leben füllte, und er sagte sogleich: ´Aller Preis und Dank gebührt Gott´,
deshalb erwiderte Gott dies mit Seiner Gnade für Adam. Obwohl dies weder im
Qur´an noch in den authentischen Überlieferungen des Propheten Muhammad, Gottes
Segen und Frieden seien auf ihm, erwähnt wird, finden wir es in verschiedenen
Kommentaren des Qur´an. Also wurde der erste Mensch von den ersten Sekunden
seines Lebens an als ein geehrtes Geschöpf anerkannt, mit der unendlichen Gnade
Gottes umhüllt.
Es wurde ebenfalls vom Propheten Muhammad
gesagt, dass Gott Adam nach Seinem Bild erschuf. Dies
bedeutet nicht, dass Adam erschaffen wurde, um Gott ähnlich zu sehen, denn Gott
ist in allen Seinen Eigenschaften Einzigartig, wir sind nicht in der Lage, uns
ein Bild oder eine Vorstellung von Ihm zu machen. Es bedeutet vielmehr, dass
Adam einige der Eigenschaften gegeben wurden, die Gott auch besitzt, allerdings
unvergleichbar. Ihm wurden die Eigenschaften der Gnade, Liebe, des freien
Willens und noch andere gegeben.
Die erste Begrüßung
Adam wurde befohlen, sich einer Gruppe
Engel zu nähern, die in seiner Nähe saßen und sie mit den Worten As-Salamu
alaikum (Friede sei mit dir) zu begrüßen, worauf sie antworteten: ´und auch
mit dir sei der Friede Gottes, Seine Gnade und Sein Segen´. Von diesem Tag an
wurden diese Worte zu der Begrüßung derer, die sich Gott ergeben haben. Seit
der Erschaffung Adams wurden wir, seine Nachkommen, angewiesen, Frieden zu
verbreiten.
Adam, der Statthalter
Gott teilte der Menschheit mit, dass Er sie
nur dazu erschaffen hat, damit sie Ihm dienen. Alles in dieser Welt wurde für
Adam und seine Nachkommen erschaffen, damit uns dies bei unserer Fähigkeit
hilft, Gott anzubeten und zu erkennen. Aus Gottes unendlicher Weisheit heraus
wurden Adam und seine Nachkommen die Statthalter auf der Erde, deshalb brachte
Gott Adam bei, was er wissen musste, um dieser Aufgabe gerecht werden zu
können. Gott erwähnt:
“Und Er brachte Adam
alle Namen bei.” (Quran 2:31)
Gott gab Adam die Fähigkeit, alle Dinge zu
erkennen und mit Namen zu benennen. Er lehrte ihn die Sprache, das Sprechen
und die Fähigkeit zu kommunizieren. Gott erfüllte Adam mit einem unersättlichen
Bedürfnis nach und einer großen Liebe zum Wissen. Nachdem Adam die Namen und
den Gebrauch aller Dinge gelernt hatte, sagte Gott zu den Engeln:
“‘Nennt mir die Namen dieser Dinge, wenn ihr
wahrhaftig seid! Sie sprachen: "Gepriesen seist Du. Wir haben kein
Wissen außer dem, was Du uns gelehrt hast. Wahrlich, Du bist der Allwissende,
der Allweise.’” (Quran 2:31-32)
Gott wandte sich zu Adam und sagte:
“‘O Adam! Nenne ihnen ihre Namen! Und als er
ihnen ihre Namen nannte, sprach Er: "Habe Ich nicht gesagt, dass Ich das
Verborgene der Himmel und der Erde kenne, und dass Ich kenne, was ihr offenbart
und was ihr verborgen gehalten habt?” (Quran 2:33)
Adam versuchte, mit den Engeln zu
sprechen, aber sie waren damit beschäftigt, Gott anzubeten. Den Engeln war
kein besonderes Wissen oder Willensfreiheit gegeben worden, denn ihr einziger
Lebenszweck besteht darin, Gott zu dienen und Ihn zu lobpreisen. Adam
andererseits besaß die Fähigkeit, nachzudenken, eine Wahl zu treffen und Dinge
und deren Zweck zu bestimmen. Dies half Adam dabei, sich auf seine zukünftige
Rolle auf der Erde vorzubereiten. Also kannte Adam die Namen von allem, aber
er war allein im Himmel. Eines Morgens erwachte Adam und fand eine Frau vor,
die ihn anblickte.
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