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Götzendienst (Teil 1 von 5)

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Beschreibung: Wie sich der Götzendienst ins Christentum eingeschlichen hat.  Teil 1: Die Bedeutung von ´Anbetung´.  

  • von Laurence B.  Brown, MD
  • Veröffentlicht am 28 Nov 2016
  • Zuletzt verändert am 28 Nov 2016
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Es ist seltsame Ironie, dass diejenigen, die Steine verehren, in einer Ideologie aus Glas leben.

—L.  Brown

 

Idolatry1.jpgGötzendienst - jeder Monotheist verabscheut diesen Gedanken, und doch verüben viele selbst dieses Verbrechen.  Nur wenige verstehen die Komplexität dieses Themas, denn die Definition von Götzendienst ist vor fast 1700 Jahren Kirchentradition begraben worden.

Das zweite Gebot lautet: "Du sollst dir kein Bildnis noch irgend ein Gleichnis machen, weder des, das oben im Himmel, noch des, das unten auf Erden, oder des, das im Wasser unter der Erde ist, Bete sie nicht an und diene ihnen nicht" (2 Moses 20:4–5).  Alternative Übersetzungen verwenden andere, bedeutungsvolle Wortlaute, zum Beispiel: "Du sollst dich nicht vor ihnen verneigen oder sie anbeten (worship)" (NRSV, NIV).

Das Gebot, sich keine Gleichnisse zu machen, spricht für sich, denn es gebietet überhaupt keine Gleichnisse anzufertigen.

Diese Anweisungen könnten nicht deutlicher sein.

Es liegt allerdings in der Natur des Menschen, in Gesetzen, Steuern und Schriften nach Schlupflöchern zu suchen.  Dementsprechend gibt es solche, die den anfänglichen Befehl, keine "Bilder" oder kein "Gleichnisse von irgendwas" zu machen, als eine Bedingung der Anordnung sehen, keine Bildnisse anzubeten - das Argument ist, dass wenn niemand tatsächlich das Gleichnis selbst anbetet, dann sei es gestattet, es zu tun.  Aber das ist es nicht, was der Befehl sagt.  Und in jedem Fall gebietet die Vorsicht, zu vermeiden, was Gott verboten hat, denn derjenige, der überschreitet, kann damit rechnen, dass er zur Verantwortung gezogen wird. 

Aber lass uns einen Schritt zurück treten.  Was bedeuten die Worte dienen und Anbetung in Wirklichkeit?

Das Verb dienen bedeutet nach dem Merriam-Webster’s Dictionary, "(einem Höheren) Dienst leisten und Respekt erweisen."[1]  Wenn man also Bilder auf erhobene Positionen stellt (Statuen von Heiligen werden buchstäblich auf Podeste gestellt, religiöse Ikonen gerahmt, usw.) Zeit, Energie und Geld damit verbringt, sie entstaubt, reinigt, verschönert und erhält, wenn das dann keine Handlungen des Dienstes und des Respekts sind, was dann? 

Die typische Antwort der Christen?  Dass diese Handlungen des Dienstes keine Gottesdienste seien. 

Jetzt warte eine Minute.  Das Wort Gottesdienst gab es vor zweitausend Jahren noch nicht.  Die englische Sprache existierte während der Zeit der Offenbarung noch nicht, selbst wenn das Neue Testament auf englisch geschrieben worden wäre, was nicht der Fall gewesen ist.  Welche Begriffe gab in biblischen Zeiten?  Was ist die Bedeutung des Wortes, von dem das Wort Gottesdienst abgeleitet worden war? 

Es ist keine Überraschung, dass das Wort Gottesdienst (worship im Englischen) auf einen Sinn dafür, Wert zu besitzen, hinweist:

Das englische Wort worship - Gottesdienst begann sein Leben als zusammengesetztes Nomen, das virtuell "Wertigkeit" bedeutet.  Es wurde von dem Adjektiv worth und der Nominalendunf -ship "Zustand, Bedingung" gebildet und wurde zuerst für "Unterscheidung, Kredit, Würde" verwendet.  Dies ging bald schon in "Respekt, Verehrung" über, aber es wurde bis zum 13. Jahrhundert nicht ausschließlich in religiösen Zusammenhängen verwendet.  Das Verb stammt aus dem 12. Jahrhundert.[2]

Und dies ist aus der New Catholic Encyclopedia:

Worship: angelsächsisch, "weorð-scipe" bedeutete "worth-ship," wobei "worth" im Sinne von Wert oder Ehre zu verstehen ist.  Worship bedeutete daher ursprünglich Zustand des Werts, die Eigenschaft, wertvoll oder würdig zu sein.[3]

Also was  sagt das zweite Gebot wirklich?  Nicht nur, dass man sich nicht vor von Menschenhand gemachten Bildnissen verbeugt oder betet (in der Art wie viele Katholiken es tun), sondern man sollte diese Bildnisse nicht mal würdigen.

"Aber wir würdigen sie nicht!" antwortet der durchschnittliche Christ. 

Oh, tatsächlich?  Nun in diesem Fall wird es dir nichts ausmachen, wenn wir sie einfach in den Müll werfen oder die Toilette hinunter spülen.  Ich meine, sie sind wertlos, richtig?  Ohne Wert, richtig?  Und was machen wir mit wertlosen Dingen?  Wir werfen sie weg, oder?

Der springende Punkt ist, die Christen wertschätzen ihre Bildnisse ja und dadurch verstoßen sie gegen das zweite Gebot. 

Manifestiert sich Götzendienst auch auf andere Weise?

Sicher.  Hast du dich jemals gefragt, warum die Leute (und in manchen Fällen tun sie dies noch heute) den Klerus, Mitglieder des Königshauses und der gesellschaftlichen Elite mit "zu Ihren Diensten" begrüßen?  Mit diesem Satz ehren gewöhnliche Menschen, Männer und Frauen mit hoher Position und gesellschaftlichem Status.  Ist das Anbetung?  Gemäß der Definition des Wortes ja.  "Euer Ehren" (´Your worship´) bedeutete "Euer Hochwürden" (´Your worthiness´) und vermittelt den Unterschied des hohen Wertes. 

Bedeutet dies also, dass der Gewöhnliche, der diesen Satz verwendet hat, diejenigen, die er mit diesem Satz angesprochen hat, anbetet?  Uh, ja.  Yup, das ist es.  Nicht nur, dass sie ihnen dienten, sondern sie vergötterten sie, und wir sehen, diese Dynamik trifft in der heutigen Zeit ebenfalls auf Musik-, Sport- und Filmstars zu, wie auf Kleriker, Königliche und gesellschaftliche Elite. 

"Oh, mach schon," könntest du sagen, "du bist lächerlich." Nein, ich bin präzise.  Ich sage nicht, Gott hat uns verboten, solche Personen zu ehren; ich sage lediglich, wenn man diese Personen mit "Euer Ehren" anspricht, dann ist das eine Form der Verehrung.  Wo dies allerdings die Grenze zu der verbotenen Zone überschreitet, ist wenn Menschen andere wie Götter verehren oder ihnen Ehre und Respekt zukommen lassen, die für unseren Schöpfer reserviert sind.  Sollten sie die Rechtleitung dieser Individuen den Gesetzen und der Rechtleitung Gottes bevorzugen, dann maßen sie sich Gottes Autorität an.  In gleicher Weise sollten sie ein solches Individuum verehren mit, sagen wir mal, indem sie behaupten, er sei unfehlbar oder indem sie sich vor ihm verbeugen (selbst wenn sie bloß seinen Ring küssen), gewähren sie ihm Rechte und besondere Ehre, die Gott, dem Allmächtigen, zustehen. 

In dieser Weise benötigt Götzendienst keine Statue, obwohl Statuen die Straftat noch erhöhen.  Schließlich "bezieht sich Götzendienst darauf, andere Götter als den Einen, wahren Gott anzubeten und die Verwendung von Bildern ist  charakteristisch für das Leben der Heiden."[4]

Es ist interessant, dass eine katholische Enzyklopädie eine solche Definition liefert, oder?  Warum brauchen wir nicht einmal zwischen den Zeilen zu lesen, um zu erkennen, dass sie sich selbst verurteilt!

Unglücklicherweise rechtfertigen zahlreiche moderne christliche Konfessionen ihre Praktiken mehr auf der Grundlage von Tradition als auf den Schriften.  Nur selten wird den Schriften der Vorrang vor den Traditionen gegeben, es existieren aber Beispiele.  Erst im 15. Jahrhundert wurde den Nestorianischen Christen der Malabar Küste in Indien zum ersten Mal ein Gemälde von der Jungfrau Maris präsentiert.  Weitestgehend vom europäischen Einfluss abgeschirmt, waren diese Christen an der Malabar  Küste von den Veränderungen, die von verschiedenen Konzilen und Synoden der europäischen Kirchen vorgenommen worden waren, unwissend geblieben.  Nur durch die Entdeckung der Seerouten im sechzehnten Jahrhundert begannen die beiden, zusammen zu arbeiten.  Wie Edward Gibbon bemerkte:

Ihre Abgetrenntheit von der westlichen Welt hatte sie in einer Unwissenheit von den Verbesserungen oder Verfälschungen von einem tausend Jahren gelassen, und ihre Konformität mit dem Glauben und den Praktiken des fünften Jahrhunderts würden die Vorurteile eines Papisten oder eines Protestanten gleichermaßen enttäuschen.[5]  Wie also reagierten sie, als ihnen das Bild der Jungfrau Mara präsentert wurde? 

Der Titel Mutter Gottes klang in ihren Ohren beleidigend, und sie maßen mit gewissenhafter Habgier die Ehren der Jungfrau Maria, die der Aberglaube der Lateiner fast zu dem Rang einer Göttin erhoben hatte.  Als ihre Bild den Jüngern von St. Thomas zum erstenmal gezeigt wurde, riefen sie aus: "Wir sind Christen, keine Götzendiener!"[6]



Fußnoten:

[1] Merriam-Webster’s Collegiate Dictionary. 1997. Tenth edition. Merriam-Webster, Inc.

[2] Ayto, John. 1991. Bloomsbury Dictionary of Word Origins. London: Bloomsbury Publishing Limited.

[3] New Catholic Encyclopedia. 1967. Washington, D.C.: The Catholic University of America. Vol 14, p. 1030.

[4] Ibid., Vol 7, p. 348.

[5] Gibbon, Edward, Esq. 1854. The History of the Decline and Fall of the Roman Empire. London: Henry G. Bohn. Vol. 5, Chapter XLVII, p. 263

[6] Ibid. vii Ibid., Chapter XLIX, p. 359.

 

 

Götzendienst (Teil 2 von 5)

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Beschreibung: Wie sich der Götzendienst ins Christentum eingeschlichen hat.  Teil 2: Einführung von Bildern und Skulpturen in die Kirche und der Beginn der Anbetung von Bildnissen. 

  • von Laurence B. Brown, MD
  • Veröffentlicht am 28 Nov 2016
  • Zuletzt verändert am 28 Nov 2016
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Idolatry2.jpgEs ist erwähnenswert, dass diese Christen an der Malabarküste mit ihrer Sichtweise weder unkorrekt noch allein waren. 

Die primitiven Christen hatten einen unüberwindbaren Widerwillen gegen den Gebrauch und den Missbrauch von Bildnissen besessen, und dieser Widerwille war auf ihre Abstammung von den Juden und ihre Feindschaft zu den Griechen zurückzuführen.  Das mosaische Gesetz hatte alle Vorstellungen der Gottheit strengstens verboten, und dieses Gebot war fest in den Prinzipien und Praktiken des auserwählten Volkes verankert.  Der Witz der Apologeten wies auf die törichten Götzendiener hin, die sich vor dem verneigten, was ihre eigenen Hände erbaut haben, die Bilder aus Messing und Marmor, die, wenn sie mit Sinn und Bewegung begabt gewesen wären, eher vom Sockel gesprungen wären, um die schöpferische Kraft des Künstlers anzubeten.[1]

Oder, um es einfacher und in moderner Sprache zu sagen,

Die primitiven Christen hatten das Anbeten von Bildnissen als Werk des Teufels angegriffen, und es hatte eine massenhafte Zerstörung von Götzen jeglicher Art gegeben, als das Christentum letzten Endes triumphiert hatte.  Im Verlauf der Jahrhunderte jedoch schlichen sich die Bildnisse zurück, erschienen unter anderen Namen, aber vor kritischen Augen mit einer identischen Rolle.  Die Christen des Ostens waren es, die zuerst zu fühlen begannen, dass so vieles der heidnischen Religion, die ihre Vorväter auf Kosten des Blutes so vieler Märtyrer zerstört hatten, unmerklich wiederhergestellt wurde.[2]

Religiöse Kunst wurde beim Konzil von Nicäa 325 nChr. gutgeheißen und Götzendienst drang von jener Zeit an in die katholischen Gottesdienste ein.  Gibbon kommentiert:

Zuerst wurde das Experiment mit Vorsicht und Skrupel gemacht; und den zu verehrenden Bildern wurde diskret gestattet, den Unwissenden anzuweisen, den Kalten zu wecken und die Vorurteile der heidnischen Neubekehrten zufriedenzustellen.  Durch ein langsames, doch unvermeidliches Fortschreiten wurde die Verehrung des Originals auf das Bildnis eines Heiligen übertragen; der fromme Christ betete vor dem Bildnis eines Heiligen und die heidnischen Riten des Niederkniens, der Kerzen und des Weihrauchs stahlen sich wieder in die katholische Kirche.[3]

Mit der Zeit (Gibbon führt fort), hat sich die Anbetung von Bildnissen unmerklich in die Kirche eingeschlichen, und jeder einzelne Schritt gefiel dem abergläubischen Geist als Produkt des Trostes und der Unschuld der Sünde.  Doch am Anfang des achten Jahrhunderts im volle Ausmaß  des Missbrauchs erwachten die zurückhaltenderen Griechen durch die Besorgnis, unter der Maskierung des Christentums die Religion ihrer Väter wiederhergestellt zu haben; sie hörten mit Kummer und Ungeduld den Namen von Götzendienern; die unaufhörliche Anklage der Juden und Mohammedaner, die aus dem Gesetz und dem Koran einen unsterblichen Hass auf Gnadenbilder und jeglichen verwandten Götzendienst ableiteten.[4]

Alle, deren Christentum auf den Schriften, dem Beispiel der Apostel und den Lehren der Propheten basierte, widersprachen der Einführung des Götzendienstes.  Als Konstantina,  die passend genannte Schwester des Kaisers Konstantins, 326 nChr. um eine Darstellung von Jesus Christus bat, antwortete Eusebius von Nikomedia stolz: "Was und welcher Art von Ähnlichkeit?  Derartige Bildnisse sind durch das zweite Gebot verboten."[5]

Vor über zwei Jahrhunderten schrieb Joseph Priestley eine Zusammenfassung, die nicht nur die Geschichte erläuterte, sondern auch den Grund für die Korruption der christlichen Orthodoxie:

Er werden zu Ehren besonderer Heiliger und besonders Märtyrer nun Tempel erbaut, es war ganz natürlich, sie mit Malereien und Skulpturen zu schmücken, welche die großen Taten socher Heiliger und Märtyrer darstellten; und dies war ein Umstand, der aus christlichen Kirchen mehr als heidnische Tempel machte, die ebenfalls mit Statuen und Bildern verziert waren; und dies tendierte dazu, unwissende Massen zum neuen Gottesdienst anzuziehen, denn es machte den Übergang leichter.

Paulinus, ein vom Heidentum konvertierter, eine Person mit senatorischem Rang, gefeiert für seinen Anteil und sein Lernen, starb später als Bischof von Nola, Italien, zeichnete sich auf diese Weise aus.  Er erbaute in herrlicher Weise seine eigene bischöfliche Kirche, Felix, dem Märtyrer gewidmet, und in die Säulenhallen ließ er die Wunder von Moses und Christus, zusammen mit den Taten von Felix und anderen Märtyrern malen, deren Relikte dort deponiert wurden.  Dies, so sagte er, wurde mit dem Ziel gemacht, um der nicht höflichen Menge, die die profanen Riten des Heidentums gewöhnt waren, Kenntnisse und eine gute Meinung vom Christentum zu vermitteln, indem sie von diesen Bildern etwas über das Leben und die Taten christlicher Heiliger lernten, was sie nicht von Büchern lernen konnten.

Der Brauch, Bilder in Kirchen zu haben, wurde einst (das war ungefähr am Ende des vierten oder am Anfang des fünften Jahrhunderts und im allgemeinen von Konvertierten aus dem Heidentum) begonnen, die wohlhabenderen unter den Christen scheinen miteinander darin gewetteifert zu haben, wer seine Kirchen am teuersten bauen und verzieren kann, und nichts hat vielleicht mehr dazu beigetragen als das Vorbild von diesem Paulinus.

Es erschien Chrysostomus aus, dass Bilder und Bildnisse in den wichtigsten Kirchen seiner Zeit zu sehen waren, aber das war im Osten.  In Italien waren sie am Anfang des fünften Jahrhunderts nur selten, und der Bischof des Landes, der seine Kirche bemalen lassen wollte, hielt es für richtig, sich dafür zu entschuldigen, indem er sagte, dass die Menschen, die sich über die Bilder amüsierten, weniger Zeit damit verbrächten, sich selbst zu betrachten.  Der Ursprung dieses Brauchs lag möglicherweise in Kappadokien, wo Gregor von Nyssa Bischof gewesen war, derselbe, der Gregor den Wundertäter beauftragte, etwas auszuhecken, um die christlichen Feste den heidnischen ähneln zu lassen. 

Obwohl viele Kirchen in jener Zeit mit Bildern von Heiligen und Märtyrern geschmückt gewesen waren, scheinen nicht viele von Christus dabei gewesen zu sein.  Es wird gesagt, dass diese von den Kappodokiern eingeführt worden waren, und die ersten waren nur symbolische gewesen, die die Form eines Lammes hatten.  Eines dieser Art fand Epiphanius im Jahr 389, und er fühlte sich so provoziert, dass er es zerriss.  Erst beim Konzil von Konstantinopel, genannt In Trullo, der erst im Jahr 707 nChr. gehalten wurde, wurde befohlen, dass Bilder von Christus in Form von Männern zu malen sind.[6]



Fußnoten:

[1] Ibid., Chapter XLIX, p.  359.

[2] Chamberlin, E.  R.  1993.  The Bad Popes.  Barnes & Noble, Inc.  p.  11.

[3] Gibbon, Edward, Esq.  Vol.  5, Chapter XLIX, p.  361.

[4] Ibid., p.  365.

[5] Hodgkin, Thomas.  1967.  Italy and Her Invaders.  Vol.  VI, Book VII.  New York: Russell & Russell.  p.  431.

[6] Priestley, Joseph, LL.D.  F.R.S.  1782.  An History of the Corruptions of Christianity.  Birmingham: Piercy and Jones.  Vol.  1; "The History of Opinions relating to Saints and Angels," Section 1, Part 2— "Of Pictures and Images in Churches." pp.  337–339.

 

 

Götzendienst (Teil 3 von 5)

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Beschreibung: Wie sich der Götzendienst ins Christentum eingeschlichen hat.  Teil 3: Wie ein Versuch des Kaisers von Konstantinopels, Leo III, Bildnisse zu zerstören, unterdrückt wurde.  Auffällige Parallelen zwischen den Lehren des Christentums und einigen antiken Religionen.

  • von Laurence B. Brown, MD
  • Veröffentlicht am 05 Dec 2016
  • Zuletzt verändert am 05 Dec 2016
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Idolatry3.jpg726 nChr., knappe neunzehn Jahre nach dem Konzil von Konstantinopel, begann der Kaiser von Konstantinopel, Leo III (auch als Leo der Isaurier bekannt, aber am besten als Leo der Bilderstürmer) Bildnisse innerhalb seines sich ausbreitenden Einflussbereichs zu zerstören.  Thomas Hodgkin bemerkte:

Der Kontakt mit dem Mohammedanismus war es, der Leo und den Männern, sowohl Geistlichen als auch Laien, die seinen Thron umgaben, die Augen für den erniedrigenden und götzendienerischen Aberglauben geöffnet hatte, die sich in die Kirche eingeschlichen hatten, und die das Leben einer Religion überlagerten, die bei ihrer Verkündung eine der reinsten und spirituellsten gewesen war, nun aber rasch zu einer der abergläubischsten und materialistischsten wurde, die die Welt je gesehen hat.  Von einem Verbot jeglicher Repräsentation sichtbarer Objekte schrumpfend, genehmigte sie die Verwendung schöner und pathetischer Embleme (wie den guten Hirten), versuchte die christliche Kirche im vierten Jahrhundert die Konvertierten, von denen ihr Sieg unter Konstantin unzählige brachte, durch Darstellungen an den Kirchenwänden von der Hauptereignissen der Geschichte der Schriften zu belehren.  Von hier war der Übergang zu besonders verehrten Bildern Christi, der Jungfrau und den Heiligen natürlich und leicht.  Die Krönung der Absurdität und der Gotteslästerung, die Darstellung des Allmächtigen Schöpfers des Universums als bärtigen alten Mann, der am Himmel schwebt, war noch nicht begangen worden, oder wurde noch nicht zu begehen gewagt, bis die menschliche Rasse einige Schritte ins Mittelalter hinab gestiegen war, doch es war schon genug getan worden, um zu zeigen, wohin die Kirche trieb und um auf den Sarkasmus der Anhänger des Propheten zu verweisen, als sie den Beinamen "Polytheisten" auf die feigen und unterwürfigen Bevölkerungen Ägyptens und Syriens warfen.[1]

Die Ironie vom Übergang des Kaisers Leo als Sieger über die Sarazenen zu Kaiser Leo dem Bilderstürmer war unausweichlich.  Nachdem er die Muslime geschlagen hatte, übernahm er ihren Antrieb, den Götzendienst abzuschaffen.  Jedenfalls versuchte Papst Gregor II, Leos Begeistrung mit folgendem Rat zu dämpfen:

Weißt du nicht, dass die Päpste die Verbindung der Vereinigung, Vermittler des Friedens zwischen Osten und Westen gewesen sind?  Die Augen der Völker sind auf unsere Demut gerichtet; und sie verehren den Apostel Petrus, den du zu zerstören drohst...  Gib dein brennendes und tödliches Unterfangen auf; denk nach, zittere und bereue.  Wenn du darauf bestehst, sind wir unschuldig an dem Blut, das ist dem Wettkampf vergossen wird; möge es auf deinen eigenen Kopf fallen.[2]

Wie George Bernard Shaw im Vorwort seines Stücks Saint Joan feststellte: "Die Kirchen müssen Demut sowohl lernen als auch lehren."[3]  Kein Zweifel, die Person, die ruft: "Schau, wie demütig ich bin!  Kannst du nicht sagen, dass ich die demütigste Person bin, die du kennst?" wird sofort ausgeschlossen.  Weiter auf den Punkt gebracht, der Papst, der Bilder sanktionierte, aber zur gleichen Zeit feststellte: "Aber für die Statue von Petrus selbst, den alle Königreiche des Westens als gut auf der Erde einschätzen, wird der gesamte Westen eine schreckliche Rache nehmen"[4], sollte eine theologische Inkonsistenz in Asteroidengröße wahrnehmen.  Genauer gesagt, wer "nachdenken, zittern und bereuen" sollte, sollte deutlich sichtbar sein. 

Dass Papst Gregor II und seine Anhänger bereit waren, um ihre Bildnisse zu verteidigen, Krieg zu führen, bezeugt den überaus hohen Wert (Wert, Würde, - d.h. die Anbetungswürdigkeit), den sie diesen Bildern beimaßen.  Und Blut vergossen sie, in einem solchen Ausmaß, dass die Niederlage von Leos Heer bei Ravenna das Wasser des Po Flusses rot anfärbte.    Der Fluß war so verschmutzt, dass "während eines Zeitraumes von sechs Jahren die öffentliche Voreingenommenheit der Fische des Flusses enthielt..."[5]

Als 754 nChr. die Synode von Konstantinopel einberufen wurde, inszenierte die Römisch katholische Kirche einen Boykott aufgrund der fehlenden Konformität der griechischen Kirche mit den katholischen Lehren.  Zumindest war das die Entschuldigung, die sie vorbrachten.  Ein wahrscheinlicheres Szenario war vielleicht, dass die Katholiken ihre Unfähigkeit erkannt haben, eine Praktik zu verteidigen, die in den Schriften vom Allmächtigen Gott verdammt wurde, die sie als Gottesdienst bezeichneten. 

Nichtsdestotrotz fand die Synode von Konstantinopel ohne sie statt und nach einer ernsthaften Überlegungszeit von sechs Monaten erklärten und unterzeichneten die dreihundert und achtunddreißig Bischöfe einen einstimmigen Erlass, dass alle sichtbaren Symbole von Christus außer in der Eucharistie, entweder blasphemisch oder ketzerisch waren; dass die Anbetung von Bildnissen eine Korruption des Christentums und eine Wiederbelebung des Heidentums darstellte; dass derartige Monumente des Polytheismus zerbrochen oder vernichtet werden sollten; und dass diejenigen, die sich weigern, derartige Objekte ihres privaten Aberglaubens herauszugeben, sich des Ungehorsams gegenüber der Autorität der Kirche und des Kaisers schuldig machten.[6]

Die Tatsache, dass die Synode Eucharist von der Assoziation mit dem Heidentum befreite, ist besonders merkwürdig für diejenigen, die Kenntnisse von den alten persischen und ägyptischen Riten und Ritualen besitzen.  Die Perser verwendeten geweihtes Wasser und Brot, in dem antiken Kult von Mithras.[7]  Wie T.  W.  Doane in seiner Studie von 1971 Bible Myths and Their Parallels in Other Religions bemerkte:

In der antiken Religion der Perser - der Religion von Mithra, dem Mittler, dem Erlöser und Retter - finden wir die nächste Ähnlichkeit mit dem Sakrament der Christen und von denen es offensichtlich entliehen wurde.  Diejenigen, die in die Mysterien des Mithra eingeführt oder die Mitglieder wurden, nahmen die Sakramente Brot und Wein...

Dieses Essen nannten sie Eucharist, an dem es niemandem gestattet war teilzunehmen, als die Personen, die glaubten, dass die Dinge, die sie lehrten, wahr sind, und die mit der Waschung für die Vergebung von Sünden gewaschen worden waren.  Tertullian, der von 193 bis 220 nChr. regierte, spricht auch von den Anhängern Mithras, die den Eucharist zelebrieren.

Das Abendmahl des Herrn und Erlösers, wir die Magier Mithra, die zweite Person ihrer Trinität nannten, oder ihr eucharistisches Opfer, wurde bei den orthodoxen Christen  ganz genau gleich begangen, denn beide verwendeten manchmal Wasser anstelle von Wein oder eine Mischung aus beiden.[8]

Der Kult von Osiris (dem altägyptischen Gott des Lebens, des Todes und der Fruchtbarkeit) bot dieselbe Anspielung aus die leichte Erlösung wie es das Konzept von der Erlösung von Paulus durch das Sühneopfer von Jesus tat.  "Das Geheimnis jener Popularität war, dass er [Osiris] auf der Erde als Wohltäter gelebt hatte, für das Wohl der Menschen gestorben war und als Freund und Richter wieder gelebt hatte."[9]  Die antiken Ägypter erinnerten sich Osiris’ Geburt mit einer Wiege und Lichtern und feierten jährlich seine angebliche Wiedererweckung.  Sie erinnerten sich ebenfalls seines Todes indem sie heiliges Brot aßen, das von ihren Priestern geweiht worden war.  Sie glaubten, dieses Weihen wandle das Brot in das wahrhaftige Fleisch des Osiris um.[10]  Wenn dies alles so vertraut klingt, sollte es, wie James Bonwick kommentiert: "Ebenso wie es anerkannt wird, daß das Brot nach sacerdotalen Riten mystisch zum Leib Christi geworden ist, erklärten die Männer des Nils ihr Brot, nachdem die sacerdotischen Riten mystisch zum Körper der Isis oder des Osiris wurden: auf diese Weise aßen sie ihren Gott"[11]

Desweiteren schreibt Bonwick:

Die Kuchen der Isis waren rund.  Sie wurden auf dem Altar gelegt.  Gliddon schreibt, dass sie "in der Form identisch mit den Hostien der römischen und östlichen Kirchen waren."  Melville versichert uns: "Die Ägypter versahen das heilige Brot mit dem Sankt Andreas Kreuz."  Die Brot wurde gebrochen, bevor es durch die Priester an die Leute verteilt wurde, und es wurde angenommen, dass es zu Fleisch und Blut der Gottheit wurde.  Das Wunder geschah durch die Hand des amtierenden Priesters, der es gesegnet hatte.[12]

In ähnlicher Art opferten antike Buddhisten ein Sakrament aus Brot und Wein, Hindus ein Eucharist aus Somasaft (ein berauschender Pflanzentrunk) und die antiken Griechen ein Sakrament aus Brot und Wein im Gedenken an Demeter (aka Ceres, ihre Gottheit des Getreides) und Dionysos (aka Bacchus, ihrem Gott des Weines).  Auf diese Weise aßen sie das Fleisch und tranken das Blut ihrer Götter.[13]



Fußnoten:

[1] Hodgkin, Thomas.  Vol.  VI, Book VII, p.  431

[2] Gibbon, Edward, Esq.  Vol.  5, Chapter XLIX, pp.  376–7.

[3] Shaw, George Bernard.  1924.  Saint Joan.  Preface.

[4] Labbe, P.  Venice, 1728–1733.  Sacrosancta Concilia.  Vol.  VII, p.  7.

[5] Gibbon, Edward, Esq.  Vol.  5, Chapter XLIX, p.  379.

[6] Ibid., p.  369.

[7] Bonwick, James, F.R.G.S.  1956.  Egyptian Belief and Modern Thought.  Colorado: Falcon’s Wing Press.  p.  417.

[8] Doane, Thomas W.  1971.  Bible Myths and Their Parallels in Other Religions.  New York: University Books.  pp.  307–308.

[9] Bonwick, James.  p.  162.

[10] Ibid., p.  163.

[11] Ibid., p.  417.

[12] Ibid., pp.  417–418.

[13] Doane, Thomas W. pp. 305–309.

 

 

Götzendienst (Teil 4 von 5)

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Beschreibung: Wie sich der Götzendienst ins Christentum eingeschlichen hat.  Teil 4: Wie sich das Christentum weiter in die Verehrung der Schöpfung versetzte. 

  • von Laurence B. Brown, MD
  • Veröffentlicht am 05 Dec 2016
  • Zuletzt verändert am 05 Dec 2016
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Idolatry4.jpgDie religiösen Paralleln sind so offensichtlich, dass sie Erklärungen verlangen.  Wir könnten uns fragen, wie die Kulte von Isis und Osiris das Zeichen des Sankt Andreas Kreuzes auf ihr geweihtes Brot platzieren konnten, zweitausend Jahre bevor Sankt Andreas überhaupt geboren war.  Hellseherei seitens der Ägypter oder religiöser Plagiarismus seitens Sankt Andreas? Außerdem wären da die auffälligen Ähnlichkeiten zwischen den Mysterien des paulinen Christentum und denen der Kulte von Isis und Osiris - Mysterien, welche die jungfräuliche Geburt (Isis die jungfräuliche Mutter, Horus das Kind) und das erlösende Opfer von Osiris beinhaltet, gefolgt von seiner Wiederauferstehung und der Annahme seiner Rolle als Erlöser.  Justin Martyr, der berühmte christliche Apologe, wies diese Ähnlichkeiten zurück, indem er behauptete, Satan habe die christlichen Zeremonien kopiert, um den Rest der Menschheit irre zu führen.[1]  Allerdings muss man die Zeitsequenz beachten, diese früheren eucharistischen Praktiken und Mysterien gingen denen des Katholizismus mehr als zweitausend Jahre voraus.

Diese Tatsache berücksichtigend schlußfolgerte T.  W.  Doane vernünftig:

Diese Tatsachen zeigen, dass die Eucharistie ein weiteres Stück Heidentum ist, das von den Christen übernommen wurde.  Die Geschichte von Jesus und seinen Jüngern beim Abendmahl, während ihr Meister das Brot bricht, mag wahr sein, aber die Aussage: "Tut dies im Gedenken an mich" - "dies ist mein Körper" und "dies ist mein Blut" wurde zweifellos eingefügt, um der mystischen Zeremonie eine Autorität zu verleihen, die vom Heidentum entliehen war.[2]

Erfundene Aussagen in der Bibel?  Wie kann das sein, wenn alle Jünger von Jesus Worten beim Passahmahl berichten?  Nun, alle bis auf einen.  Gemäß Johannes 13:1 wurde Jesus vor dem Passahfest gefangen genommen.  Also Johannes gegen die Synoptiker.  Oder um den Wettbewerb zu beschreiben, Johannes gegen Q (Abkürzung für Quelle) - die hypothetische allgemeine Dokumentenquelle der synoptischen Evangelien.

Damit es keiner missversteht, die Katholiken tolerieren eine symbolische Interpretation ihrer sakramentalen Riten nicht.  Das Konzil von Trent (1545–63 nChr.) stellte Gesetze bezüglich der angeblichen Transubstantion der Eucharistie auf, und diese Gesetze stehen bis zum heutigen Tag.  Nicht einmal das  liberalere Zweite Vatikankonzil (1962–65)  bewirkte eine Änderung.  Das Urteil des Konzils von Trent lautet kurz:

Canon 1: Wenn irgendjemand leugnet, dass das Sakrament der Heiligsten Eucharistie wahrhaftig, wirklich und wesentlich den Leib und das Blut zusammen mit der Seele und der Göttlichkeit unseres Herrn Jesus Christus enthält, und folglich den ganzen Christus, sondern sagt, Er darin nur ein Zeichen, eine Figur oder eine Kraft sei, ist Anathema.[3]

Mit anderen Worten, jeder, der Brot und Wein der Eucharistie bloß als symbolisch betrachtet, ist Anathema (d.h., verflucht und exkommuniziert).  Dieses Urteil wird durch folgendes bekräftigt:

Canon 6: Wenn irgendjemand sagt, das heilige Sakrament der Eucharistie, Christus, der eingeborene Sohn Gottes, sei nicht mit dem Gottesdienst der latria, [4]  anzubeten, und auch äußerlich manifestiert, und wird folglich weder mit einer besonderen Feierlichkeit verehrt, noch nach dem lobenswerten und universellen Ritus und Brauch der heiligen Kirche in einer Prozession getragen, oder nicht öffentlich  vor den Leuten getragen, um verehrt zu werden und dass die Verehrer dessen Götzendiener seien, der sei Anathema.[5]

Mir anderen Worten, diejenigen, die sich weigern, zu lieben, zu verehren oder zu verherrlichen, erleiden dasselbe Schicksal wie diejenigen, die die Eucharistie als symbolisch ansehen.  Diese katholischen Gesetze stehen bis zum heutigen Tag in den Büchern, was erklärt, warum so viele protestantische Konfessionen von der Seite ihrer katholischen Cousins gewichen sind, oder ihre Verehrung der Eucharistie entweder abgeschafft oder verwässert haben.  Diese Reaktion ist besonders leicht zu verstehen, denn viele heidnische Kulturen lehrten die Assimilation der Qualitäten des Ahnentotems, durch das essen von "Brot, verwandelt zu Fleisch".  Welche Gruppe die wahre Lake hat, bleibt Thema der laufenden Debatte. 

Um zum Hauptthema zurückzukehren, die katholische Kirche reagierte auf die Synode von Konstantinopel von 754 nChr. indem sie 787 nChr. ein zweites Konzil von Nicäa einberief.  Dieses Konzil hat die Verehrung von Bildnissen wiederhergestellt, weil "die Verehrung von Bildern mit der Schrift und der Vernunft, den Vätern und den Räten der Kirche angenehm ist."[6]

Plötzlich beginnt die Therorie, dass bestimmte Kleriker des achten Jahrhunderts haluzinogene Pilze haben teilnehmen lassen, ziemlich gut auszusehen.   Wir müssen uns wundern, welche apostolischen Väter und welche Schrift dieses Konzil zu Rat gezogen hat.  Für diese Frage, wie genau ist die Entscheidung "angenehm für Schrift und Vernunft"?

Jedenfalls wurden die religiösen Gemeinden, die den christlichen Götzendienst ablehnten, von der katholischen Armee "bereinigt".   Beginnend mit dem Abschlachten der unitarianischen Christen in der Mitte des neunten Jahrhunderts, errang Kaiserin Theodora die zweifelhafte Ehre, diejenige zu sein, "die der orientalischen [d.h., östlichen orthodoxen] Kirche die Bildnisse zurückbrachte."[7]  Alle nachfolgenden Versuche, Bilder in der Kirche auszurotten, wurden zerschlagen, was zu den polytheistischen Praktiken führten, die wir heute feststellen.

Von noch größerer Bedeutung ist die Anbetung menschlicher Idole.  Die Anbetung von Priestern tauchte im frühen dreizehnten Jahrhundert auf, in der Form von Priestern als Vermittler und Absolution von Sünden.  Die Anbetung von Päpsten manifestiert sich in Form von rituellen Küssen der Füße des Papstes oder seines Ringes.  Die kreative Doktrin von der päpstlichen Unfehlbarkeit wie sie Papst Pius IX beim ersten Vatikankonzil 1869–1870, erklärte, setzt den Papst als Rivalen Gottes ein.  Die Verehrung Marias und der Titel "Mutter Gottes" wurden beträchtlich früher kanonisiert, beim Konzil von Ephesus 431 nChr. Gebete an Heilige, Engel und die Jungfrau Maria zu richten, wurde offiziell im frühen siebten Jahrhundert sanktioniert.  Das berühmte Gebet an die Jungfrau Maria, Ave Maria, liegt tausend Jahre zurück und erhielt seine offizielle Formulierung im reformierten Brevier von Papst Pius V 1568.  Von allen menschlichen Subjekten der Verehrung ist Jesus Christus dennoch der am meisten angebetete Sterbliche, der jemals auf der Erde gegangen ist.



Fußnoten:

[1] Ibid., p. 307.

[2] Ibid., p.  312.

[3] Schroeder, Rev.  Henry J., O.P.  1941.  Canons and Decrees of the Council of Trent (Original Text with English Translation).  London: B.  Herder Book Co.  p.  79.

[4] Schroeder, Rev.  Henry J.  p.  80.

[5] latria, die Verehrung oder Anbetung, die Gott allein gebührt, im Gegensatz zur dulia (die Ehre, die Heiligen zuteil wird) und hyperdulia (die Ehrung der Junfrau Maria) – McBrien, Richard P.  (General Editor).  1995.  HarperCollins Encyclopedia of Catholicism.  New York: HarperCollins Publishers.

[6] Gibbon, Edward, Esq.  Vol.  5, Chapter XLIX, p.  397.

[7] Ibid., Vol.  6, Chapter LIV, p.  242.

 

 

Götzendienst (Teil 5 von 5)

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Beschreibung: Wie sich der Götzendienst ins Christentum eingeschlichen hat.  Teil 5: Einige zum Nachdenken anregende Fragen. 

  • von Laurence B. Brown, MD
  • Veröffentlicht am 12 Dec 2016
  • Zuletzt verändert am 12 Dec 2016
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Idolatry5.jpgEine mächtige Herausforderung zum trinitarischen Gedanken, die ursprünglich Theophilus Lindsey (1723–1804 CE) nachgesagt wird, und anschließend weltweit von unitarianischen Christen argumentiert wurde, fragt, wie jene, die Jesus anbeten, antworten würden, wenn er wieder käme und folgende Fragen stellen würde:

a)    Warum hast du mir deine Ehrerbietungen zukommen lassen?  Habe ich dich jemals angewiesen, dies zu tun oder mich selbst als Anbetungsobjekt vorgeschlagen?

b)   Habe ich euch nicht einheitlich und bis zuletzt ein Beispiel gegeben, wie ich bete: Ich fahre auf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott (Johannes 20:17)

c)    Als meine Jünger mich baten, sie zu lehren, wie man betet (Lukas 11:1–2), habe ich ihnen jemals gelehrt, mich anzubeten?  Habe ich ihnen nicht beigebracht keinen anzubeten, außer den Vater?

d)   Habe ich mich jemals selbst als Gott bezeichnet oder euch erzählt, ich sei der Schöpfer der Welt und sei anzubeten? 

e)  Salomo sagte, nachdem er den Tempel erbaut hatte: " Denn sollte in Wahrheit Gott auf Erden wohnen? Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel können dich nicht fassen; wie sollte es denn dies Haus tun, das ich gebaut habe?" (I Könige 8:27).  Wie könnte Gott also jemals auf der Erde gelebt haben?

Diese Fragen sind umso relevanter, denn die Christen erwarten, dass wenn Jesus wiederkehrt, so wird er zahlreiche "Christen" als Ungläubige denunzieren.  Wie in Matthäus 7:21–23 steht:

"Es werden nicht alle, die zu mir sagen: HERR, HERR! ins Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel. Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: HERR, HERR! haben wir nicht in deinem Namen geweissagt, haben wir nicht in deinem Namen Teufel ausgetrieben, und haben wir nicht in deinem Namen viele Taten getan? Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch noch nie erkannt; weichet alle von mir, ihr Übeltäter!"

Wenn Jesus also einige Christen verleugnen wird, die geweissagt, Teufel ausgetrieben und in seinem Namen Wunder getan haben (d.h. diejenigen, die sagen: "Herr, Herr"), wer werden diese Ungläubigen sein?

Antwort: diejenigen, die "Übeltäter" sind (das sind Jesus´ Worte, nicht meine).  Und das ist der springende Punkt, oder?  Denn was hat Jesus gelehrt?  Während der Zeit seiner Mission: "den Willen meines Vaters im Himmel" war das Gesetz des Alten Testaments. Das ist es, was Jesus gelehrt hat, und das ist es, wonach Jesus gelebt hat. 

Wo also in seinen Lehren oder seinem Beispiel hat Jesus Dienstbarkeit und Anbetung ihm gegenüber befohlen?  Nirgends!  Ganz im Gegenteil, tatsächlich berichtet die Bibel, das er lehrte: "Du sollst Gott, deinen HERRN, anbeten und ihm allein dienen" (Lukas 4:8).  Desweiteren lehrte Jesus: "Was heißest du mich gut? Niemand ist gut denn der einige Gott." (Matthäus 9:17, Markus 10–18 und Lukas 18:19) und "denn der Vater ist größer als ich", (Johannes 14:28).

Aus diesem Grund haben die Christen vielleicht achtzehn Jahrhunderte lang ihre Anbetung auf den Vater und nur auf den Vater allein konzentriert.  Wie uns Joseph Priestly mitteilt, ist das Beten zu Jesus eine moderne Erfindung, weit von den Lehren Jesus´ und seiner Zeit entfernt:

Dementsprechend war die Praktik, nur den Vater anzubeten, in der christlichen Kirche lange universal: die kurzen Ansprachen zu Christus wie die in der Litanei: "Herr, erbarme dich unser, Christ erbarme dich unser," sind vergleichsweise späteren Zeitpunkts.  In der Liturgie des Clement, der ältesten erhaltenen, beinhaltet die apostolischen Konstitutionen, die vermutlich im vierten Jahrhundert zusammengestellt wurden, gibt es nicht die Spur einer solchen Sache.  Origenes drängt in einer großen Abhandlung über das Thema des Gebets, sehr gewaltsam auf die Angemessenheit des Betens zum Vater allein, und nicht zu Christus, und er gibt keinen Hinweis, dass die öffentlichen Formen des Gebets irgendetwas Verwerfliches in dieser Hinsicht in sich hätten, so dass wir natürlich zu dem Schluss kommen, dass solche Bitten an Jesus zu seiner Zeit in den öffentlichen Versammlungen der Christen unbekannt waren.  Und solche Haltung hat sehr früh Sitten im Geist der Menschen entwickelt, die, außer bei den Mährern, deren Gebete immer an Christus gerichtet waren, die allgemeine Vorgehensweise der Trinitarier selbst war den Vater selbst anzubeten.

Auf welches Prinzip könnte diese frühe und universale Praktik gründen?  Was gibt es an der Doktrin von der Trinität, die aus drei gleichwertigen Personen besteht, zur Unterscheidung den Vater gegenüber dem Sohn und dem heiligen Geist hervorhebt?[1]

Was gibt es also?  Priestley berichtet von einem wenig bekannten Aspekt des Christentums: namentlich dass bis zu seiner Zeit (spätes achtzehntes Jahrhundert) die "allgemeine Praktik der Trinitarier selbst gegeben hatte, nur den Vater anzubeten."  Diejenigen, die auf ihren modernen christlichen Erfahrungen bleiben, könnten fälschlicherweise denken, dass die Praktik aus dem einundzwanzigsten Jahrhundert, zu Jesus Christus zu beten, vom frühen Christentum zu stammen..

Nichts ist von der Wahrheit weiter entfernt. 

Fast achtzehn Jahrhunderte lang nach der Geburt des Christentums wurden Gebete nur an Gott gerichtet.  Erst 1787, als die Mährische Kirche, eine protestantische Sekte im fünfzehnten Jahrhundert in Böhmen (der heutigen Tschechischen Republik) gegründet wurde, eine grundlegende pentakostale Wandlung durchlaufen hatte und begann, Gebete zu Jesus Christus zu beten.

Also warum wenn die drei Personen der angenommenen Trinität als gleichwertig angesehen werden, sollte eine solche Bevorzugung des Vaters vorherrschen? Und nicht nur für eine oder zwei Dekaden, sondern die ersten achtzehnhundert Jahre des Christentums?  Es sei denn, es gibt eine größere Lektion, die aus der Uniformität der frühen christlichen Andacht gelernt werden kann als von den Ungereimtheiten der trinitarischen Theologie.

Priestley war nur einer von vielen, die versucht haben, zu verhindern, dass die entgleisenden christlichen Konfessionen anstatt dem Schöpfer, Seine Schöpfung - Jesus, Maria, den Heiligen Geist und eine Vielzahl von Heiligen anbeteten.   Allerdings wäre keine historische Analyse dieses Themas vollständig, ohne zu bemerken, dass der Islam immer einen strengen, monotheistischen, bilderstürmerischen Glauben beinhaltete, wie Gibbon beschrieb:

Die Mohammedaner haben einheitlich der Versuchung widerstanden, das Objekt ihres Glaubens und ihrer Anbetung auf ein Level mit den Sinnen und der Vorstellung eines Menschen zu reduzieren.  "Ich glaube an einen Gott und an Mohammed,[2] den Gesandten Gottes." ist die einfache und unveränderliche Bezeugung des Islam. Das intellektuelle Bild von der Gottheit ist nie von irgendeinem sichtbaren Idol degradiert worden; die Ehrungen des Propheten haben nie das Maß der menschlichen Tugend überschritten; und seine lebenden Gebote haben die Dankbarkeit seiner Anhänger in den Grenzen der Vernunft und der Religion gehalten."[3]



Fußnoten:

[1] Priestley, Joseph.  1786.  The Theological and Miscellaneous Works of Joseph Priestley.  Edited by John Towill Rutt.  Hackney: George Smallfield.  Vol VI, p.  29.

[2] IslamReligion.com: Meaning Muhammad (in Medieval Latin, Polish, or French) [Source: http://en.wikipedia.org/wiki/Mahomet]

[3] Gibbon, Edward, Esq.  Vol.  5, Chapter L, p.  533.

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